Institut für Anorganische Chemie

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Am Institut für Anorganische Chemie der Universität Stuttgart erhalten Studierende der Chemie [Diplom (auslaufend), Bachelor, Master, Lehramt], Lebensmittelchemie, Materialwissenschaft, Physik, Technischen Biologie, Umweltschutztechnik, Verfahrenstechnik und weiterer ingenieurwissenschaftlicher Fächer wesentliche Teile ihrer Ausbildung. Die sowohl grundlagen- als auch anwendungsorientierten Forschungsaktivitäten des Instituts erstrecken sich auf Gebiete der Anorganischen Molekül- und Koordinationschemie, der Bioanorganischen Chemie sowie der Anorganischen Festkörper- und Materialchemie.

Forschungsschwerpunkt / Know-how

• Forschungsgebiete der Anorganischen Molekülchemie: Im Rahmen der Bioanorganischen Chemie werden mittels koordinationschemischer Ansätze Beiträge zum Verständnis von Proteinstrukturen geliefert. Die spektroelektrochemische und elektronenspinresonanz-spektroskopische Untersuchung intra- und intermolekularer Elektronentransfer-Prozesse erfolgt im Hinblick auf biochemische und technische Katalysen; bei Komplexen redoxaktiver Liganden ("nicht unschuldiger Liganden") interessieren die Elektronenstrukturen und damit die Zuordnung von Oxidationsstufen. Die Elementorganische Chemie des Phosphors und seiner Homologen wird an entsprechenden Heterocyclen, Carbenanaloga sowie an funktionellen Liganden und entsprechenden Komplexen entwickelt; hierbei kommen der Kernresonanzspektroskopie und der Röntgenstrukturanalyse große Bedeutung zu.

• Forschungsgebiete der Anorganischen Festkörper- und Materialchemie: Im Bereich der Selten-Erd-Metalle werden Nitridchalkogenide und -halogenide, Verbindungen mit Oxo- oder anderen Chalkogeno-Anionen und Derivate von Münzmetallen synthetisiert. Weitere Arbeitsgebiete sind Pniktide, insbesondere metallreiche Nitride und Eisenpniktide, Lithium-Eisen-Phosphate, multinäre Oxoruthenate sowie Deka- und Dodekaborate unterschiedlicher, auch komplexer Kationen. Die Kristallstrukturen sowie druck- oder temperaturinduzierte Phasenumwandlungen liefern Hinweise zum Verständnis wichtiger Materialeigenschaften wie Härte, Ionenleitfähigkeit, Kondo-Verhalten, Lumineszenz, Magnetismus oder Supraleitfähigkeit.

• Kompetenzen: Ammonothermalsynthese, Elektronenspinresonanz-Spektroskopie (ESR/ENDOR), Elementaranalysen (C/H/N) empfindlicher Proben, Kernresonanz-Spektroskopie, Kristallstrukturanalyse mittels Beugungsmethoden, Schwingungsspektroskopie (IR/Raman), Spektroelektrochemie, Synthesen unter Inertbedingungen, Thermische Analyse

Ausstattung

Gut ausgestattete Laboratorien für molekül-, festkörper- und materialchemische Synthesen; Handschuhboxen für die Manipulation empfindlicher Substanzen unter Inertbedingungen; Elektronenspinresonanz-Spektrometer mit ENDOR-Einheit; Multikern-Kernresonanz-Spektrometer (400 und 250 MHz); Infrarot-Spektrometer; Röntgendiffraktometer für Pulver und Einkristalle; Thermische Analyse: Dynamische Differenzkalometrie (DSC), Differentialthermoanalyse (DTA), Massenspektrometrische Emissionsgasanalyse (EGA mit SKIMMER-Kopplung), Thermogravimetrie (TG); Spektroelektrochemie: IR, UV/Vis/NIR; Chemische Analyse: Verbrennungsanalyse (C,H,N), Heißgasextraktion

Angebote

• Präparative Untersuchungen

• Analytische Untersuchungen unter Einsatz der oben aufgeführten Instrumente

Projektbeispiele

• Inter- und intramolekulare Elektronenübertragung durch Übergangsmetallkomplexe, gemischtvalente Verbindungen

• Selten-Erd-Metall-Nitridchalkogenide und -halogenide

• Reaktivität N-heterocyclischer Phosphane: Bindungsaktivierung und Ringfragmentierung

• Metallreiche Nitride

Projekte

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Otto Mundt

Ansprechpartner

Dr.
Otto Mundt
Institutsverwaltung

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