Beispiele für Kooperationen zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen

Als Referenzen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen werden hier zusätzlich zu den vielen Beispielen, die direkt bei den Instituten gelistet sind, 150 Projektbeispiele vorgestellt. Refrenzbeispiele, die aufzeigen, mit welcher Bandbreite die vorhandenen Forschungskompetenzen genutzt werden können. Zahlreiche dieser Referenzbeispiele sind mit Preisen ausgezeichnet worden.

Projektbeispiel "WLM – Fertigung von magnetischen Komponenten mit Halbleitertechnik"

Am 13. Mai 2019 verlieh die IHK Heilbronn-Franken zum achten Mal den IHK-Forschungstransferpreis. Der mit 10.000 Euro dotierte IHK-Forschungstransferpreis in Gold ging an Dr.-Ing. Dragan Dinulovic von der Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG, Waldenburg und Dr.-Ing. Marc Wurz, Institut für Mikroproduktionstechnik (IMPT) der Leibniz Universität Hannover. Mit dem Projekt „WLM – Fertigung von magnetischen Komponenten mit Halbleitertechnik“ haben sie eine Fertigungstechnologie zur Herstellung magnetischer Komponenten wie Spulen und Transformatoren in Halbleitertechnik entwickelt.

In dem eingereichten Projekt wurde eine dünnfilmtechnische Prozessfolge für die Fertigung von miniaturisierten induktiven Bauelementen entwickelt und in die Serienfertigung transformiert. Damit sind Komponenten in einer Größe von 1,8 x 0,8 mm und kleiner in hohen Stückzahlen und einem kostengünstigen Fertigungsverfahren möglich.

Quelle: IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel „ELSE – 3D-Tiefdruckverfahren für Elektronik“

Einen von zwei mit 5.000 Euro dotierten IHK-Forschungstransferpreise in Silber erhielten Elisabeth Warsitz, Franz Binder GmbH & Co. Elektrische Bauelemente KG, Bad Rappenau, Prof. Dr.-Ing. Edgar Dörsam, Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren sowie Prof. Dr.-Ing. Klaus Hofmann, Fachbereich Integrierte Elektronische Systeme der Technischen Universität Darmstadt. Sie haben mit dem Projekt „ELSE – 3D-Tiefdruckverfahren für Elektronik“ ein Verfahren erforscht und in die Anwendung gebracht, mit dem funktionale Schichten in einem indirekten Tiefdruckverfahren (Tampondruck) aufgebracht werden können. Damit können funktionale Schichten auf 3D-Formen gedruckt werden.

Quelle: IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel „WAtreA - Sensorlose Bewegungsdetektion bei Elektroantrieben“

Den zweiten mit 5.000 Euro dotierten IHK-Forschungstransferpreis in Silber erhielten Willi Zinnecker, J.M. Voith SE & Co. KG, Crailsheim und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ulm, Institut für schnelle mechatronische Systeme (ISM) des Campus Künzelsau (RWH) der Hochschule Heilbronn für Ihr Projekt „WAtreA - Sensorlose Bewegungsdetektion bei Elektroantrieben“. Gemeinsam entwickelten sie einen Demonstrator, der die Bewegung und die Position von elektromagnetischen Elementen z. B in Elektromotoren ohne Sensoren erkennt und überführten diesen Demonstrator in die industrielle Anwendbarkeit. Durch diese neue Herangehensweise werden die derzeit noch benötigten Sensoren, z. B. Hallsensoren überflüssig.

Quelle: IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel "Immunologie": Erfolgreiche Spin-Off-Gründungen

Im Bereich der Immunologie ist Professor Dr. Hans-Georg Rammensee von der Universität Tübingen weltweit bekannt. Er ist Mit-Herausgeber verschiedener Fachjournale und hat für seine Forschungen diverse Ehrungen erhalten. Daneben hat er zahlreichen Firmen mit seinem Wissen unter die Arme gegriffen und begleitete drei Spin-off-Firmen aus seiner Abteilung. Darunter ist ein sogenanntes Unicorn – ein Einhorn. So nennt man junge Firmen mit einem Marktwert von über einer Milliarde Dollar. Die Firmen immaticsbiotechnologies gmbH, CureVac AG und Synimmune GmbH sind ihrem Ziehvater nach wie vor persönlich stark verbunden und sehr dankbar für seine Unterstützung. Professor Rammensee wird aufgrund dieser Verdienste und weiterer, fast unzähliger Kooperationsprojekte für „exzellenten Technologietransfer Neckar-Alb“ geehrt.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/professor-dr-hans-georg-rammensee

Projektbeispiel "Produktionsprozess": Niet magnetisch packen

Professor Dr.-Ing. Gernot Schullerus und Dr. Bernd Petereit von der Hochschule Reutlingen beschäftigten sich mit Nieten für Ledergürtel der Philipp Bazler GmbH. Dort saß im Produktionsprozess nicht jede Niete an der richtigen Stelle. Zusammen mit den beiden Wissenschaftlern wurde dieses Problem mit Magneten optimiert. Mit der fertigen Apparatur erzielte das Metzinger Unternehmen eine höhere Prozesssicherheit und erhöhte seine Taktrate. Die erforderlichen Werkzeuge müssen seitdem seltener gewechselt werden, was dem Unternehmen Arbeitskraft einspart und den Output erhöht.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-reutlingen-professor-dr-ing-gernot-schullerus-u-dr-bernd-petereit

Projektbeispiel "Geschäftsmodelle": IT-Sicherheit für Unternehmen

An der Hochschule Albstadt-Sigmaringen wurde das Startup Knox-IT gegründet, das mit Hilfe eigens entwickelter Werkzeuge die Mitarbeiter in Unternehmen für IT-Sicherheit sensibilisiert und schult. Professor Dr. Nils Herda unterstützte dieses Startup, in dem er Geschäftsmodelle und Konzepte für das Unternehmen entwickelte und den Gründern beratend zu Seite stand. Die IT-Dienstleistungen des Startups setzen auf das "Learning by burning"-Prinzip und sind bei regionalen Unternehmen gut nachgefragt.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-albstadt-sigmaringen-professor-dr-nils-herda

Projektbeispiel "Partikelemissionen": Weniger Feinstaub durch Kühlung

Zur Feinstaubreduzierung bei Verbrennungsprozessen der Pelletöfen der Firma KWB Deutschland GmbH trug Professor Dr. Stefan Pelz von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg bei, in dem er eine Kühlvorrichtung für das Glutbett entwickelte. Damit verringerte er die Emissionen um bis zu 17 Prozent. Die KWB ist laut eigenen Angaben dadurch Innovationsführer mit den niedrigsten Partikelemissionen.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-fuer-forstwirtschaft-rottenburg-professor-dr-stefan-pelz

Projektbeispiel "Messtechnische Lösungen": Die Welt der Quanten ist klein

Laser erzeugen eine ganz besondere Art von Licht. Die Angaben der Laserfrequenz, die Breite der Spektrallinie des Laserlichts und deren Schwankungen sind für den Einsatz von Quantentechnologie essentiell. Substanzen mit sehr kleinen Abmessungen können damit untersucht und sogar verändert werden. 

Dr. Florian Karlewski von der Universität Tübingen hat dazu neue messtechnische Lösungen erarbeitet und einen Prototypen gebaut. Diese Applikation kam in der Tübinger Firma High Finesse Laser and Electronic Systems GmbH zum Einsatz, woraus sich ein kommerzieller "Linienbreiten-Analysator und Regler für Laser" entwickelte.  

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/universitaet-tuebingen-dr-florian-karlewski

Projektbeispiel "Optimierung": Verbesserung bestehender Produkte am Beispiel einer holzverarbeitenden Maschine

Seit dem Programm „Technologietransfer pushed by IHK“ gibt die IHK Ulm neue Impulse für eine intensivere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Eine von vielen mittelständischen Firmen, die von dem Programm profitieren, ist die Torbau Schwaben GmbH, die gemeinsam mit dem Steinbeis-Beratungszentrum für Konstruktionstechnik und Produktentwicklung einen Holzspalter weiterentwickelte.

Auch bei derartigen, seit langem bewährten Produkten ist eine Überarbeitung oft sinnvoll, um Technik und Design auf den neuesten Stand zu bringen. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen bietet sich hier die Zusammenarbeit mit Hochschulen an, um systematisch Verbesserungspotentiale aufzuspüren und Optimierungen umzusetzen. Die IHK Ulm unterstützt durch Ihre Angebote bei der Suche nach geeigneten Partnern sowie nach Fördermitteln. Das Beispiel „Spaltknecht“ zeigt, wie solche Kooperationen unkompliziert und schnell zum Erfolg führen.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 34 f.

Für Fragen zum Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stehen die Technologietransfermanager der IHK Ulm gerne zur Verfügung.

Projektbeispiele "Reinheit in der Medizintechnik"

Die MedicalMountains AG ist eine gemeinsame Gesellschaft der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, des Landkreises Tuttlingen, der Stadt Tuttlingen, des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts an der Universität Tübingen (NMI), der Landesinnung für Chirurgiemechanik, der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. und der Handwerkskammer Konstanz. Sie ist eine Clusterinitiative, die die Nutzung gemeinsamer Stärken fördert, Rahmenbedingungen für die Vernetzung von Forschung, Politik und Wirtschaft schafft und Impulse für gemeinsame Projekte gibt.

MedicalMountains ist Partner bei Entwicklungskooperationen. Hierzu ist eine Plattform etabliert worden, um Kooperationspartner zu finden, Unterstützung beim Thema Fördermöglichkeiten und Hilfe beim Projektmanagement zu erhalten: das Projekt CleanMed. Das Vorhaben fördert innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich Reinheit in der Medizintechnik. Es geht darum, technische Sauberkeit, Reinigungsfähigkeit, Sterilisierbarkeit und saubere Handhabung medizintechnischer Produkte auf ein neues Niveau zu heben. Dem Ansatz entsprechend, Optimierungspotenziale in Bezug auf Reinheit über den gesamten Prozess-Zyklus zu realisieren, wurde das Cluster-Projekt in fünf Hauptthemenfelder aufgegliedert.

  • Standardisierung und Validierung
  • Konstruktion und Neuaufbau mit den Schwerpunkten: Werkstoffe, Konstruktionsprinzipien, Fertigungsprozesse
  • Funktionale Oberflächen mit den Schwerpunkten: antibakterielle Flächen, non-stick-Flächen, Vorbehandlung und Reinigung von Oberflächen
  • Technische Sauberkeit mit den Schwerpunkten: umformende und spanende Fertigung, Partikelquellen, Kühlschmierstoffe
  • Reinigung mit den Schwerpunkten: Alternative Reinigungsmethoden, Reinigungsmittel u.a.

Erklärtes Ziel von CleanMed war und ist es, neue Prozesse und Dienstleistungen zu entwickeln, mittels denen Produkte hergestellt werden können, die nahezu frei von Fertigungsrückständen sind. Des Weiteren sollten neue Produkte entwickelt werden, die verbesserte Reinigungseigenschaften sowohl in der Produktion als auch im Einsatz beim Anwender aufweisen. Zudem wurden auch Entwicklungen angestrebt, die die Beständigkeit von sauberen Produkten im Klinikalltag überwachen.

Weitere Informationen können hier angefordert werden.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl. 2017, S. 37

Projektbeispiele wie die Verbundprojekte "3-D-Druck, Duro-Verbund, Technologiescout und Mikrospritzgießen"

Technologieförderung vor Ort im Unternehmen – passgenau eben dort, wo sie unmittelbar benötigt wird: Das ist die Kompetenz des Kunststoff-Instituts Südwest (KISW). Initiiert von 19 Unternehmen aus der Region, der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und dem Kunststoff- Institut Lüdenscheid bietet das KISW den Firmen einen umfassenden Technologie-vor-Ort-Service:

  • In modernen Schulungsräumen werden Weiterbildungsmaßnahmen realisiert.
  • Zusätzlich ist ein Labor mit den entsprechenden Einrichtungen zur Material- und Schadensanalyse eingerichtet.
  • Im Technikum mit fünf vollautomatisierten Spritzgießmaschinen vom Mikrospritzguss bis zu einem Schließkraftbereich von 1.000 KN werden Versuche, Bemusterungen, Nullserien sowie Schulungen umgesetzt.

Das KISW unterstützt Unternehmen bei der Auswahl, der Entwicklung, der Optimierung und Umsetzung von Produkten, Werkzeugen und Prozessabläufen und Qualitätsthemen im gesamten Bereich der Kunststofftechnik. Als rein privatwirtschaftlicher Dienstleister ist der Anspruch der strikte Praxisbezug. Dieser verdeutlicht sich in der anwenderorientierten Unterstützung der Auftraggeber mit dem Ziel der Steigerung von Qualität und Wirtschaftlichkeit. Durch Verbundprojekte mit unterschiedlichsten Schwerpunkten werden vom Kunststoff-Institut Südwest aktuelle Entwicklungsthemen aufgegriffen. Hierbei werden sowohl grundlegende als auch firmenspezifische Aufgabenstellungen bearbeitet und den teilnehmenden Firmen praxisgerechte Lösungen zur Verfügung gestellt.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 36 f.

Mehr Informationen zu den Projektbeispielen direkt beim KISW.

Projektbeispiel "Innovativer Orgelsound" mit Technologie-und Innovationsberatung

Die Uhl Instruments GmbH aus Bopfingen nutzte die Förderung mit Innovationsgutscheinen für die Entwicklung ihrer elektronischen Orgel. Daraus folgte eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Bilderbuch. Wolfgang Uhl entwickelte eine elektronische Orgel mit dem typischen Sound, wie man ihn aus Musiktiteln von bekannten Künstlern wie Santana, Pink Floyd, Joe Cocker oder Deep Purple kennt. Die Orgel basiert dabei nicht auf der üblichen Sample-Technik, mit welcher bereits fertige Töne aufgenommen werden können. Mit Hilfe der neuen digitalen Technik „Physical Modelling“ wurden bei Uhl die feinsten Klangdetails aufgearbeitet und nachgebildet. Das Ergebnis: Aus der Orgel Uhl-Instruments X3 ertönt mit modernster Technik der unverkennbare und legendäre Sound der großen Bands.

Wolfgang Uhl beantragte dafür den Innovationsgutschein des Landes Baden-Württemberg. Im Antragsverfahren fand er Unterstützung durch die Technologie- und Innovationsberatung der IHK Ostwürttemberg. Die Einreichung der Unterlagen erfolgte ohne Kosten und ohne viele Nachweise. Durch eine schnelle und unkomplizierte Bewilligung der Fördermittel wurde die innovative Leistung bereits vier Wochen später mit einem Innovationsgutschein „B“ über 5.000 Euro belohnt.

Ansprechpartner: Markus Hofmann

Projektbeispiel "LED-Beleuchtung"

Mit Hilfe der Innovationsgutscheinen „A“ und „B“ entwickelte die Jadent GmbH in Aalen die innovative LED-Beleuchtung „DIObright3“, die an alle Zahnarzt-Lupenbrillen adaptierbar und kombinierbar ist. Heute erfordern minimalinvasive Techniken der modernen Zahnmedizin ein ständig wachsendes Niveau an Präzision auch vom zahnärztlichen Fachpersonal. Deshalb sind Systeme zum vergrößerten Sehen ein wichtiges und unumgängliches Instrument geworden, ein Instrument wie es z. B. die Lupenbrille darstellt. Jedoch erst mit der koaxialen Beleuchtung, also einer Beleuchtung parallel zur Beobachtungsrichtung des Behandlers, erlangt eine Lupenbrille ihre endgültige Bedeutung. Dies leistet die LED-Beleuchtung DIObright3, die an alle hochwertigen Lupenbrillen adaptierbar und mit ihnen kombinierbar ist. Mit Ihrem geringen Gewicht ist die Beleuchtung für den Zahnarzt kaum spürbar – und doch sorgt sie für die tageslichtähnliche Ausleuchtung des Sehfelds in natürlichen Farben. Die sehr hohe Beleuchtungsstärke und hochwertiger Glasoptik mit Antireflexbeschichtung garantieren ein sehr homogenes, großes Leuchtfeld. Die Helligkeit kann stufenlos reguliert werden. Die Akkueinheit wird über einen Gürtelclip adaptiert; sie erlaubt dem Behandler die maximale Bewegungsfreiheit. Mit einer Kapazität von zwölf Stunden in höchster Beleuchtungsstufe kann unabhängig und ohne Zeitdruck behandelt werden.

Quelle: Projektbeispiele IHK Ostwürttemberg

Gerne berät die IHK Ostwürttemberg ihre Unternehmen vor Ort oder direkt bei der IHK Ostwürttemberg über Fördermöglichkeiten durch Innovationsgutscheine. 

Projektbeispiel "Entwicklung eines neuen Sensors zur Positionserkennung linearer Bewegungen"

ASG Luftfahrttechnik und Sensorik GmbH hat sich seit 1959 zu einem innovativen Hersteller und Ideengeber für Produkte und Projekte in der privaten und militärischen Luftfahrt sowie für Sensortechnikanwendungen in den Branchen Agrartechnik, Automotive, Baumaschinen, Fördertechnik und Sondermaschinenbau mit mehr als 150 Mitarbeitern herausgebildet. Bei der Entwicklung eines Sensors zur genauen Positionserkennung linearer Bewegungen, wie sie z. B. bei Hydraulikzylindern vorkommen, benötigte ASG einen Forschungspartner.

Der Sensor sollte für Produkte der Luftfahrtindustrie eingesetzt werden, wo Hydraulikzylinder u. a. zur Steuerung, zur Trimmung oder zum Ein- und Ausfahren des Fahrwerks benötigt werden. Die Vorgaben an Produkte in dieser Branche sind komplex und gleichzeitig hoch spezifisch. Bei der Entwicklung des Sensors betrafen die Vorgaben die Integrierbarkeit des Systems, eine hohe mechanische Sicherheit und Verlässlichkeit, der Verzicht auf bewegliche Teile, um den Verschleiß zu verhindern, und die einfache Montage und Wartung. Die Aufgabe des Forschungspartners bestand in der hoch präzisen, wiederholbaren und exakten Bestimmung der Position der Kolbenstange in Hydraulik-, Pneumatik- oder Elektrozylindern. Als wissenschaftlicher Kooperationspartner konnte durch die IHK Rhein-Neckar das Institut für Prozessmesstechnik und innovative Energiesysteme (PI) an der Hochschule Mannheim gefunden werden. Dort forscht ein interdisziplinäres Team mit rund 45 Mitarbeitern in Zusammenarbeit mit oder im Auftrag von Industrie-Unternehmen an der Neu- bzw. Weiterentwicklung von Messmitteln, der dazugehörigen Elektronik in Verbindung mit Hard- und Software und optischen Systemen in unterschiedlichen Wellenbereichen.

Das Kooperationsprojekt zwischen ASG und dem PI wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand gefördert und über einen Zeitraum von zwei Jahren realisiert. Das Messprinzip basiert auf einer partiellen Gefügeänderung des Grundmaterials auf der Kolbenstange, durch welche eine Kodierung aufgebracht wird. Diese Kodierung wird durch einen Sensor ausgelesen und durch die Elektronik des Sensors zu dem Signal der absoluten Positionsangabe verarbeitet. Die Bestimmung der Position der Kolbenstange erfolgt über eine Kombination von zwei Messungen. Ein Zeiger bestimmt zunächst einen definierteren Sektor auf der Kolbenstange. Von diesem Sektor wird der Abstand zum nächstgelegenen Sektor über einen Sinus/Cosinus- Algorithmus ermittelt. Die Kombinationsmessung ist absolut mit einer Genauigkeit von kleiner 0,1 mm und weist eine ausgezeichnete Wiederholbarkeit auf. Das Sensorsystem wird direkt über dem Zylinderkörper eingebaut. Die Hubverkürzung durch das Messsystem wird durch die schmale Ausführung der Sensoren minimiert und ermöglicht eine sehr kleine Bauweise. Die Kolbenstange des Zylinders wird durch eine Chromschicht geschützt. Das entwickelte Messsystem misst durch die aufgebrachte Chromschicht ohne Reduzierung der Lebensdauer des Zylinders. Wegen der Art der Messung benötigt der Hydraulikzylinder nur eine einmalige Kalibrierung, die für die gesamte Zeit der Nutzung ausreicht. Der neu entwickelte Sensor wurde von ASG mit verschiedenen Bautypen von Zylindern kombiniert. Die neuen ASG-Produkte haben sich erfolgreich auf dem Markt etabliert. Die neuartige Sensormessung der ASG mündete in einer Patenanmeldung.

Projektbeispiel "Festigkeit von Bauteilen" bei Mountainbikes

Senglar.de (Senglar) wurde 2009 mit der Idee gegründet, ein Mountainbike-Pedelec zu entwickeln, das jedem ermöglicht, sicher und mit Fahrspaß in unwegsamem Gelände zu fahren und Berge zu erklimmen, die ohne Tretunterstützung unzugänglich geblieben wären. Zunächst wurden in der Fahrradwerkstatt normale Fahrräder zu Pedelecs umgebaut. Nach den ersten erfolgreichen Geschäftsjahren erlebte die gesamte Fahrradbranche respektive der Pedelec-Bereich 2013 einen herben Rückschlag, der den Umsatz überall signifikant einbrechen ließ. In einer gemeinsamen Untersuchung des ADAC mit der Stiftung Warentest stellten Experten damals fest, dass bei etwa einem Drittel der getesteten Fahrräder mit Elektroantrieb Rahmen, Lenker oder Aufnahmen für die Hinterachse bei Belastungstests brachen.

Senglar suchte nach Möglichkeiten, die verwendeten Bauteile und Rahmen hinsichtlich der Schwachstellen zu überprüfen. Da die eigenen Produkte mit den einschlägigen Testverfahren und Messmethoden im eigenen Unternehmen nicht untersucht werden konnten, suchte Senglar nach einem Kooperationspartner. Dieser wurde an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mannheim gefunden. Der Studiengang für Elektromobilität verfügt über die nötige technische Ausstattung für die Testreihen und die personellen Ressourcen mit praxis- und projekterfahrenen Studenten. Mit den Erfahrungen und dem Know-how bei Simulationsberechnungen mit der Finite-Elemente-Methode (FEM) konnten die Bauteile und Rahmen hinsichtlich der Nutzung bei einem Pedelec schnell überprüft werden. Zunächst wurde die Dauerfestigkeit des Gesamtsystems, d. h. das Pedelec mit allen Bauteilen auf Basis der Konstruktion berechnet und anschließend durch Experimente im Labor getestet.

Quelle: Kooperationen für Unternehmen, IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 33

Weitere Informationen zum Technologietransfer gibt es bei der IHK Rhein-Neckar.

Projektbeispiel "Qualitätsanforderungen": Reinigung von Mikrostrukturen

Immer kleinere Strukturen, immer höhere Qualitätsanforderungen – das ist die Aufgabe, mit der sich viele Maschinenbauunternehmen in Deutschland beschäftigen müssen. Die Reinigung von Bauteilen stellt eine ganz eigene Herausforderung dar, der sich die Fa. Krumm aus Bahlingen stellt.

Das Know-How des Fraunhofer-Instituts für Pysikalische Messtechnik (IPM), kombiniert mit den Reinigungsanlagen der Fa. Krumm, hat beide Partner weitergebracht: Die Fa. Krumm kann neue Märkte mit einer stetig wachsenden Nachfrage bedienen, das IPM erweitert seine Expertise in der optischen Vermessung. Die IHK Südlicher Oberrhein bietet mit dem Technologietransferberater einen „Scout“ an, welcher unabhängig und neutral potentielle Partner zusammenbringt. Daneben bietet sie Beratung hinsichtlich möglicher Fördermittel für das Projekt an. Dieser Service ist kostenlos und unverbindlich.

Quelle: Kooperation für Innovationen - IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 32

Projektbeispiel "Sicherheit von Instrumenten" in der Chirurgie

Die Sicherheit chirurgischer Instrumente liegt Eduard Steidle, dem Geschäftsführer der Wurmlinger Firma Micromed Medizintechnik GmbH, sehr am Herzen. Bislang konnten Hochfrequenz-, Schneid- und Koagulationsinstrumente während der Anwendung verkleben und Wundheilungsstörungen auslösen, da aufgrund der hohen Temperatur immer wieder Gewebe an der Oberfläche der Elektroden haften blieb. Micromed suchte nach einer neuartigen Beschichtung, um dies zu verhindern. Die Micromountains Applications AG (mma) mit Sitz in der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg suchte aufgrund des komplexen Anforderungsprofils einen geeigneten Partner für Micromed, am Ende fanden die Ingenieure eine deutlich widerstandsfähigere Beschichtung für die elektrochirurgischen Instrumente, die das Verkleben von Gewebe verhindert. Weiterer positiver Nebeneffekt: die Lebensdauer der Elektroden wurde bedeutend erhöht. Für Micromed hat sich die Zusammenarbeit gelohnt. „Jetzt heißt unsere Herausforderung, die Produkte rechtzeitig und in ausreichender Menge zu produzieren“, sagt Geschäftsführer Steidle.

Quelle: Kooperation für Innovationen - IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 30

Projektbeispiel "Ablaufoptimierung" durch Funktechnik

Aus der Medizintechnik, einer zentralen Branche im Bezirk der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, stammt das folgende Beispiel zur Abaufoptimierung: In Krankenhäusern müssen täglich Tausende von medizinischen Instrumenten verwaltet, transportiert, sterilisiert und gewartet werden. Der organisatorische Aufwand ist dabei enorm. Ein Gemeinschaftsprojekt unter Federführung der MicroMountains Applications AG mit mehr als zehn beteiligten Unternehmen und Instituten hatte zum Ziel, das Operationsbesteck zukünftig vollautomatisch zu identifizieren, um somit kosteneffizienter und schneller Arbeitsabläufe im Krankenhaus umzusetzen. In die Instrumente werden dabei RFIDChips, die mit elektromagnetischen Wellen arbeiten, eingebaut, so dass sich die Instrumente künftig mit Lesegeräten erfassen lassen. Das Ergebnis ist eine erhöhte Effizienz bei der Verwaltung der Instrumente sowie eine einfache Kontrolle von wichtigen Prozessschritten wie zum Beispiel Reinigung und Sterilisation.

Quelle: Kooperation für Innovationen - IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 30

Projektbeispiel "Virtuelle Realität" zum Greifen nah

Mikrosystemtechnik ist Grundlage für ein neues Virtual-Reality-Eingabegerät, das die Visenso GmbH aus St. Georgen und das Institut für Mikro- und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft e.V. (HSG-IMIT) in Villingen-Schwenningen gemeinsam entwickelt haben. Das Gerät gestattet dem Benutzer,komplexe, wissenschaftliche und technische Daten zu visualisieren und führt damit zu einer erhöhten Effizienz bei der Projektabwicklung. Ausgangsbasis sind miniaturisierte Bewegungssensoren,die die genaue Erfassung von Handbewegungen ermöglichen. Durch eine sensorgesteuerte Videobrille, die eine simulierte 360-Grad-Rundumsicht bietet, werden nun komplexe Zusammenhänge in einer dreidimensionalen virtuellen Welt visualisiert, z.B. in der Biologie (Anatomie des Körpers) oder der Technik (Produktionsabläufe). Spezialisten von mma und HSG-IMIT haben hier in Zusammenarbeit mit Projektpartnern einen Sensor entwickelt, um Kopfbewegungen in Echtzeit zu messen. Im Vergleich zu bisherigen Trackinglösungen ist das neue System dank der Mikrosensortechnologie äußerst kompakt und kostengünstig, zudem bemerkt der Träger den zusätzlichen Brillenaufsatz kaum.

Quelle: Kooperationen für Innovationen - IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 30 f.

Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg hilft mit ihrem Leistungsangebot, welches speziell den Technologietransfer zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und der Wissenschaft unterstützt, genau den richtigen Partner zu finden.

 

 

Projektbeispiel "Fahrzeugsicherheit" durch kleinste Sensoren

Interessante Einsatzgebiete für Hochleistungssensoren bietet u.a. der industrielle Bereich. Bewegungs- bzw. Beschleunigungssensoren, wie sie in Airbags oder beim elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) eingesetzt werden, zählen mittlerweile zum Standard moderner Autos. Ein Mittelklassewagen besitzt heutzutage eine Vielzahl dieser Mikrosensoren. Im Auftrag eines Kunden koordinierte die MicroMountains Applications AG die Entwicklung eines neuen, noch leistungsfähigeren Beschleunigungssensors durch die Ingenieure des HSG-IMIT. Dieser ist in der Lage, extrem hohe Beschleunigungen präzise zu messen. Er wird eingesetzt, um bei Crash-Tests das Fahrzeugverhalten noch genauer als bisher zu erfassen.

Quelle: Kooperationen für Innovationen - IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 31

Projektbeispiel "Energieeffizienz" - ein gutes Klima

Ein weiteres über die im Hause der IHK angebundene mma abgewickeltes Projekt hatte die Optimierung der Volumenstromregelung von Klimaanlagen durch kleinste Sensoren zum Ziel. Der innovative Ansatz lag dabei im Einsatz der sogenannten MID-Technologie (Molded Interconnect Devices),welche das Aufbringen von Leiterbahnen auf einen dreidimensionalen Träger ermöglicht. Dadurch kann das Bauteil deutlich kompakter als bislang gestaltet werden.Entwickelt wurde dieser kostengünstige und präzise Strömungssensor in Zusammenarbeit mit der 2E mechatronic GmbH aus Kirchheim/Teck, der Gruner AG aus Wehingen und dem HSG-IMIT.

Quelle: Kooperationen für Innovationen - IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 31

Informationen zum Technologietransfer erteilt die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

 

Projektbeispiel "Golfplatz"

Die IHK-Technologietransfer-Manager bringen Unternehmen und Hochschul- bzw. Forschungseinrichtungen zusammen. So entsteht aus praxisnaher Forschung am Ende ein neues, innovatives Produkt. Das Video zeigt, wie die Kooperation zwischen Unternehmen und Wissenschaft mit Hilfe der IHK Rhein-Neckar zustande kam.

Projektbeispiel "Kühlfahrzeuge"

Wie aus praxisnaher Forschung am Ende ein neues Produk wird zeigt folgendes Technologietransferbesipiel: Das Unternehmen Kress entwickelt mit der Hochschule Mannheim revolutionäre Kühltechniken, um zukünftig mehr Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Projektbeispiel "Dienstleistungen für die Investitionsgüterindustrie"

Zum Aufbau eines profitablen Geschäftsbereiches sind marktorientierte Dienstleistungen nötig, die sämtliche kundennahen Geschäftsprozesse abbilden. Genau das ist das Ziel des Projektes ServProfi 4.0: eine vertikale Vernetzung der Prozesse, kombiniert mit einer betriebswirtschaftlichen Anwendungssoftware, um ein intelligentes Kundenmanagement in den Maschinenbau-Unternehmen der IHK Hochrhein- Bodensee aufbauen zu können. Das Besondere dabei ist, dass dieses Feld nicht den großen Playern überlassen werden soll, sondern vielmehr die Teilnehmer aktiv eigene Lösungen entwickeln und am Markt platzieren sollen.

Die wissenschaftliche Begleitung des Gesamtprojekts erfolgt durch die Hochschule für Technik und Gestaltung Konstanz (HTWG), Prof. Dr.-Ing. Stefan Schweiger, einen sehr erfahrenen Experten im Servicemanagement. In der ersten Projektphase haben sich 2015 namhafte Vertreter der Investitionsgüterindustrie aus der Region Hochrhein-Bodensee gefunden, um in Erfakreisen über ihre Fragestellungen und erste Erfahrungen im Servicebereich zu diskutieren. Themen wie Machineto- Machine-Communication, Service-Apps für Servicetechniker und Nutzer, Servicevertriebsportale, Ersatzteil- Pricing oder Condition-Monitoring-Systeme mit proaktiver Wartung sollen hier nur beispielhaft dafür stehen, was in den einzelnen Sitzungen diskutiert wurde.

Im nächsten Schritt werden nun mit den Pilotunternehmen Potenzialbetrachtungen durchgeführt, um konkrete Handlungsoptionen bzw. digitaler Abwicklungsprozesse zu erarbeiten. Und last but not least wird aus den Projektergebnissen eine „Ausbildungskomponente“ entwickelt, um Studierende durch Projekt- und Abschlussarbeiten auf diese neuen Serviceansätze in produzierenden Industrieunternehmen praxisorientiert vorzubereiten.

Quelle: Kooperationen für Innovationen - IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl. S. 16 f.

Mehr Informationen, wie Pilotunternehmen aus der Investitionsgüterindustrie darin unterstützt werden, durch moderne, webbasierte
Kommunikations- und Informationstechniken ein neues, zukunftsfähiges Servicemanagement aufzubauen, erteilt die IHK Hochrhein-Bodensee unter dem Projekttitel "Servprofi 4.0".

Projektbeispiel "Zielgruppenorientierung" für eine Schokoladenmanufaktur

Unternehmen, die keine eigenen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten besitzen, sind im Bereich Innovationen auf Kooperationen mit Hochschulen oder anderen Firmen angewiesen. Die IHK Heilbronn-Franken bringt sie bei Bedarf mit den entsprechenden Experten aus Forschung und Entwicklung in Kontakt. Zudem erhalten sie Informationen zu speziellen Zuschussprogrammen bei Kooperationen. Dabei können ein erster Einstieg auch einfache Markt- oder Materialstudien sein oder nur ein erstes Gespräch mit einem Forscher im gewünschten Bereich.

„Die Kooperation mit der DHBW Heilbronn hat uns geholfen, uns zielgruppenorientierter darzustellen. Außerdem haben wir durch die Unterstützung von Prof. Dr. Zajontz und ihren Studenten viele hilfreiche Tipps zum Aufbau und der Gestaltung unserer neuen Homepage sowie des Internetshops bekommen." Eberhard Schell, Schell Schokoladenmanufaktur

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 14

Projektbeispiel "Zusammenfahrbare Sauna"

Einer der Gewinner des IHK-Forschungstransferpreises der IHK Heilbronn-Franken war die Klafs GmbH & Co. KG aus Schwäbisch Hall. Sie hatte gemeinsam mit dem Institut für Holztechnologie Dresden gGmbH eine mobile und auf Schrankgröße zusammenfahrbare Sauna entwickelt, die sich jeder Wohnsituation anpassen kann. Mit diesem Produkt hat die Klafs GmbH & Co. KG eine neue Ära in der Saunabranche eingeleitet und ein neues Kundensegment erschlossen. „Der Kontakt zur Forschungseinrichtung bestand schon länger. Dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit und der spezifischen Kompetenz der Kooperationspartner konnte eine völlig neuartige Lösung erarbeitet werden“, so Markus Gäbele, Prokurist und Leiter der Entwicklung und Konstruktion der Klafs GmbH & Co. KG. „Daher kann ich nur jedem Unternehmen zu diesem Schritt raten.“

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 14

Die IHK Heilbronn-Franken fördert Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen und setzt beim Technologietransfer einen Schwerpunkt auf Best-Practice-Beispiele und TRIZ, eine anspruchsvolle und effiziente Methode zum erfinderischen Problemlösen. Darüber hinaus unterstützt sie die Unternehmen beratend bei Fragen zu Förderprogrammen, Schutzrechten und Qualitätsmanagementsystemen.

Projektbeispiel "Neuartige Fließlochschraube"

Schnellere Innovationszyklen, kürzere Produktlebenszeiten und härterer internationaler Technologiewettbewerb setzen die Wirtschaft immer massiver unter Druck. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, ist eine hohe Anpassungsfähigkeit notwendig. Hierbei unterstützt die IHK
Heilbronn-Franken ihre Mitgliedsunternehmen mit einem Bündel an kostenlosen Angeboten und bahnt u.a. Kooperationen mit der Hochschule an.

Prof. Dr.-Ing. Arndt Birkert, Leiter des Zentrums für Umformtechnik und Karosseriebau der Hochschule Heilbronn gehörte 2016 zu den Gewinnern des IHK-Forschungstransferpreises. Er entwickelte gemeinsam mit der Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG eine neuartige Fließlochschraube, die das Verfahren bis zu 30 % beschleunigt, gleichzeitig für härtere und dünnere Materialien als bisher ausgelegt ist und somit neuen Anforderungen gerecht wird. „Für mich als Forscher an einer Hochschule ist die Zu- sammenarbeit mit Unternehmen sehr wichtig, denn nur so wissen wir, ob unsere Forschung auch einen praktischen Wert hat“, so Prof. Dr.-Ing. Arndt Birkert.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 14

Projektbeispiel "Rahmenintegrierte Batterie" für Pedelecs

Nachdem die Firma Senglar.de bereits erfolgreich Simulationsberechnungen anhand der Finite-Elemente-Methode mit der DHBW Mannheim durchgeführt hatte, arbeiteten Senglar.de und die DHBW Mannheim im nächsten Schritt an der Entwicklung eines neuen Pedelec-Typs mit rahmenintegrierter Batterie. Im Rahmen dieses Projekts ab 2014 wurden zwei Studenten auf dem Weg vom Bachelor zum Master gefördert und einer der beiden von Senglar.de als zukünftiger Leiter F&E übernommen. Nach dem Motto „Vorsprung durch Innovation“ durch Forschungskooperationen konnte sich Senglar.de als sehr kleiner Hersteller neben großen Wettbewerbern auf dem Markt positionieren. Die neuen Erkenntnisse haben sich für Senglar.de bezahlt gemacht. Auch im Internet werden die Produkte nachgefragt. Rund ein Drittel des Umsatzes läuft bereits über den Online-Shop.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 33

Weitere Informationen bei der Suche des geeigneten Forschungspartners bietet den Firmen in der zweitgrößten Wirtschaftsregion des Landes die IHK Rhein-Neckar. Diese Unterstützung ist ein hocheffizientes Mittel, um durch Technologietransfer bei Projekten zu profitieren.

Projektbeispiel "Zugangskontrolle"

Die erfolgreiche Vermittlung eines geeigneten Hochschulpartners steht am Ende der fachlichen Beratung und der systematischen Analyse des Innovationspotenzials von kleinen und mittleren Unternehmen. Diesem Bedarf der Wirtschaft nach fachlicher Unterstützung mit persönlichem Kontakt hat die IHK Rhein-Neckar mit der Schaffung der Stelle eines Beraters für den Technologietransfer entsprochen. Der Technologietransferberater der IHK Rhein-Neckar hat beispielsweise die Kooperationen zur Erhöhung der Zuverlässigkeit bei der Türen-Zugangskontrolle erfolgreich initiiert. Die aktive Unterstützung von Unternehmen, die unmittelbar und ohne Umwege den wirtschaftlichen Erfolg verbessert, bleibt auch in Zukunft die Hauptaufgabe des Technologietransferberaters im Bezirk der IHK Region Rhein-Neckar.

 

Quelle: Kooperationen für Innovationen - Technologietransfer im Überblick, S. 28

Projektbeispiel "Abgasreinigung"

Im Bezirk der IHK Rhein-Neckar gibt es eine Vielzahl von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten bieten. So vielfältig wie die Forschungslandschaft in der Region aufgestellt ist, so breit unterstützt die IHK Rhein-Neckar den Technologietransfer auf unterschiedlichen Wegen. Der Technologietransferberater der IHK Rhein-Neckar hat beispielsweise die Kooperationen für ein neues Verfahren zur Abgasreinigung erfolgreich in die Wege geleitet.Im Mittelpunkt steht die direkte Unterstützung der Firmen bei konkreten Projekten.

Darüber hinaus organisiert die IHK Informationsbesuche bei Vorzeigeunternehmen und hilft bei der Gründung von Kompetenzzentren sowie von
Netzwerken und Clustern beim Technologietransfer. Diese Aktivitäten führen zu hochqualifizierten Kooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft, die sich im
wirtschaftlichen Erfolg der Rhein-Neckar-Region widerspiegeln.

Quelle: Kooperationen für innovationen - IHk-Technologietransfer im Überblick, S. 28 f.

 

Projektbeispiel "Wärmespeicher"

Das Projekt zur Verringerung des Platzbedarfs für Wärmespeicher ist eines der vielen Referenzbeispiele im Wissens- und Technologietransfer der Region Neckar-Alb. Statt Wasser wird ein Phasenwechselmaterial genutzt, so dass bei gleicher Kapazität ein kleinerer Speicher ausreicht. Besonders in engen Eigentumswohnungen kann damit zukünftig ein platzsparender Wärmespeicher eingebaut werden. Bisher nutzt man Tanks, die im Keller eines Wohnhauses viel Platz benötigen. Entstanden ist das Kooperationsprojekt durch den Impuls in einem Drei-Minuten Vortrag von Professor Bernd Thomas. Der Leiter des Reutlinger Research Institute der Hochschule Reutlingen (RRI) präsentierte anlässlich der Tübinger Innovationstagen seine Forschungsergebnisse zum Thema virtuelle Kraftwerke. Dieter Ebinger, Geschäftsführer der Maschinenbaufirma Solid Automation aus Reutlingen, der gerade seine Fühler Richtung Energietechnik ausstreckte, nahm sofort Kontakt auf. „Es war schnell klar, dass unsere Arbeit gut zusammenpasst und wir umgehend loslegen können“, erinnert sich Professor Thomas als das vom Bund geförderte Forschungsprojekt gestartet wurde. Im RRI wird geforscht, bei Solid Automation konstruiert. „Wir betreiben nicht nur Grundlagenforschung, am Ende soll auch ein marktfähiges Produkt als weitere Komponente für das Solidsmart Energiecontrolling herauskommen“, berichtet Projektleiter Thomas Röger von Solid Automation. Die Zusammenarbeit begeistert RRI-Chef Thomas: „Der wechselseitige Austausch von Wissenschaft und Unternehmen bringt beiden einen Mehrwert!“ Die Experten rechnen damit, dass sich durch den Einsatz des latenten Wärmespeichermaterials das Volumen der Tanks halbiert.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 26

Projektbeispiel "Oberflächenbeschichtung"

Eine weitere Kooperation kommt aus Tübingen. Thomas Merkle von der Firma Schmalenberger und Professor Volker Bucher vom Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen (NMI) haben sich durch eine gezielte Vermittlung der IHK Reutlingen gefunden. Die Schmalenberger GmbH & Co. KG ist Spezialist für Strömungstechnologie und Pumpentechnik. Professor Bucher ist Experte für Oberflächentechnik. Gemeinsam forschen sie an einer Oberflächenbeschichtung, die es ermöglicht, günstigere Materialien für die Pumpen zu verwenden, ohne dass diese durch Chlor- oder Salzwasser angegriffen werden. Sie haben für das Forschungsvorhaben einen Innovationsgutschein des Landes erhalten. Dieser finanzierte anteilig diese Materialstudie durch das NMI. „Es müssen nicht gleich Projekte mit großen Budgets sein. Wir bieten auch kleine Dienstleistungen an. Man lernt sich gegenseitig kennen und gewinnt Vertrauen“, erläutert Professor Bucher. Das sieht auch Thomas Merkle so: „Ein guter Anfang ist gemacht. Darauf bauen wir auf!“

Projektbeispiel "Wärmesystem bei Medizinprodukten"

Eine Kooperationsbeispiel mit Medizinprodukten kommt aus Balingen. Jürgen Reichart von der Firma Roma-Strickstoffe entwickelt mit den Hohensteiner Instituten ein Wärmesystem, das bei Operationen die Unterkühlung von Patienten verhindert. In das Material werden elektrisch leitfähige Garne genäht, die bei Operationen flexibel auf dem Körper verteilt werden und konstant ihre Temperatur halten. Jürgen Reichart wünschte sich Unterstützung und fand sie beim IHK- Arbeitskreis „Pharma: Wäsche mit Wirkstoffen“. Dort lernte er Dr. Nicolas Lembert vom NMI kennen, der einen Vortrag zum Thema Medizinprodukte-Richtlinie hielt. „Das war genau das Gebiet, in dem ich noch Hilfe gesucht hatte“, freut sich Jürgen Reichart.

Quelle: Kooperationen für Innovation, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 27

Projektbeispiel "Schulungsprogramm für Konstrukteure"

Ein innovativer ostwürttembergischer Mittelständler aus dem Bereich Sondermaschinenbau konnte bei einer IHK-Veranstaltung den Kontakt zu Experten des Instituts für Kunststofftechnik der Hochschule Aalen vertiefen und hat ein CAD-Schulungsprogramm für Konstrukteure als Inhouse-Schulung umgesetzt. Ziel war, das kunststoffgerechte Konstruieren zukünftig stärker in den Fokus der Produktentwicklung zu legen.

Mehr Informationen erteilt der Technologietransfermanager der IHK Ostwürttemberg

Projektbeispiel "Expertensuche" im Bereich Software Engineering

Seit 15 Jahren ist ein mittelständischer Softwarehersteller in Ostwürttemberg als Partner zur Optimierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen in der Industrie erfolgreich am Markt. Das Unternehmen wandte sich an den IHK-Technologietransferbeauftragten mit der Bitte um Unterstützung bei der Suche nach Experten im Bereich Software Engineering an der Hochschule Aalen. Zusätzlich war das Unternehmen an Fachkräften interessiert, die in einem innovativen und kreativen Umfeld an praktikablen Softwarelösungen passgenau für den Kunden arbeiten sollten. Der IHK-Technologietransfer stellte die Kontakte zu den Experten im Studiengang Informatik, Fachrichtung Wirtschaftsinformatik, her und organisierte einen „Runden Tisch“. Daraus entwickelte sich ein intensiver fachlicher Ideenaustausch und in Folge der Zusammenarbeit bewarben sich Hochschulabsolventen bei dem Unternehmen.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 23

Projektbeispiel "Konstruktionsvarianten"

Bei einem Unternehmen, das erfolgreich weltweit Absperrarmaturen für flüssige Medien entwickelt und vertreibt, ergab sich folgende Anforderung: Angestrebt wurden Konstruktionsvarianten mit Alternativwerkstoffen, um Kostenvorteile zu generieren - bei gleichbleibender Funktionalität der Armaturen und breiteren Anwendungsmöglichkeiten. Der IHK-Technologietransferbeauftragte analysierte dabei zusammen mit Mitarbeitern des Hauses die Aufgabenstellung. Es entstand ein Projektablaufplan, der auch den strukturierten Entwicklungsprozess beschrieb. Nach mehreren Gesprächen waren geeignete Experten der Hochschule Aalen gefunden und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschule unter Verwendung von Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg konnte vertraglich fixiert werden.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 22

Mehr Informationen erteilt der Technologietransfermanager der IHK Ostwürttemberg

Projektbeispiel "Klebstoffsysteme" zum Verschleißsschutz

Abrasion und Korrosion führen bei der Aufbereitung, Lagerung, Förderung und Dosierung schwer fließender Schüttgüter zu Verschleiß an Maschinen und Anlagen und damit zu hohen Kosten. Der regelmäßige Austausch betroffener Anlagenteile verursacht Stillstandszeiten und mindert dadurch die Wirtschaftlichkeit. Die VKT mbH bietet einen effektiven Verschleißschutz durch Aufkleben von wabenförmigen, konturangepassten Keramikelementen an. Besonderes Augenmerk kommt dabei der Klebetechnologie zu. Die VKT ist daher daran interessiert, geeignete Klebstoffsysteme für verschiedenste Anwendungen vorzuhalten und zu qualifizieren. Durch den IHK-Technologietransfer konnte der technologische und anwendungstechnische Erfahrungsaustausch mit der Carl Zeiss AG, Arbeitsgruppe Chemie/Werkstoffe, angeregt werden. Abstimmungsgespräche erfolgten zwischen VKT und Zeiss über eine labormäßige Unterstützung bei der Qualifizierung von Klebstoffsystemen, auch wurde ein Wissensaustausch mit Klebstoff-Experten vereinbart und organisiert.

Quelle: Kooperationen für innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 23

Projektbeispiel "Produktbegleitende Serviceleistungen"

Die Kernkompetenz der weltweit tätigen Elma GmbH & Co. KG in Singen besteht seit über 60 Jahren in der Ultraschall-Reinigungstechnologie und Gerätetechnik. Sie findet ihre Anwendungen in den Branchen Optik und Solar, Labor und Industrie, Medizin und Hygiene sowie in zahlreichen Lösungen für die Uhren- und Schmuckbranche. Das bestehende ELMA-Service-System bietet den Kunden seit jeher über den gesamten Lebenszyklus der Anlage vielfältige Serviceleistungen, um Betriebssicherheit und Anlagenleistung zu erhalten. Die immer höheren Anforderungen an die Validierbarkeit der Reinigungsprozesse während des Gesamtlebenszyklus der Anlagen – besonders im Bereich Medizintechnik und Hygiene – stellen auch den Service vor neue Aufgaben. Gerade die produktbegleitenden Serviceleistungen werden für ein Unternehmen wie Elma immer wichtiger. Doch genau für diese Dienstleistungen gibt es – gerade im Maschinen- und Anlagenbau – noch viel zu wenig Angebote. Das Projekt OPTIMA (Optimierung von Total Cost of Ownership-Dienstleistungen im Maschinen- und Anlagenbau) half dabei, diese Dienstleistungskonzepte erfolgreich zu entwickeln. Gemeinsam mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) in Konstanz wurden dazu unter der Berücksichtigung der Lebensdauer einer Maschine bzw. Anlage die zugehörigen produktbezogenen Dienstleistungen definiert.

Die Erwartungen an dieses Technologietransferprojekt bestanden im Wesentlichen in
• der Schaffung einer höheren Kundenzufriedenheit und Kundenbindung durch gezielte Service-Angebote
• der Definition von Kennzahlen zur Messung des After-Sales-Erfolges
• der Verwendung der Lebenszykluskosten als Werkzeug zur Steigerung des Service-Erfolges.

Aufgrund der Hinweise der Forscher strukturierte ELMA den After-Sales-Bereich um, die Mitarbeiter im Service wurden gezielt für das neue Dienstleistungskonzept geschult. Außerdem definierte man neue, lebenszyklusorientierte Serviceprodukte zum Nutzen der Kunden. Fazit: Durch das Förderprojekt konnte die ELMA GmbH und Co. KG den Erfolgsfaktor After-Sales ausbauen, um auch weiterhin erfolgreich am Markt zu bestehen und die Wertschöpfung zu steigern.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 16

Informationen, wie Kooperationen eine echte Win-win-Situation werden können, gibt die IHK Hochrhein-Bodensee.

 

Projektbeispiel "Effiziente Gestaltung des Wertstroms" bei Drehteilen

Die Feinstdrehteile GmbH wurde 1956 in Weil am Rhein gegründet und ist heute ein kleiner, inhabergeführter Mittelständler, der rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen hat seine Wurzeln in der Uhrenindustrie und versteht sich als „Dienstleister rund ums Drehteil“. Hoch präzise Drehteile, auch für kleinste Anwendungsbereiche, werden für einen Kundenkreis produziert, zu dem führende Unternehmen aus der Mess- und Regeltechnik, Automatisierungs- und Medizintechnik, Unterhaltungselektronik und der Automobilzulieferindustrie zählen. Die derzeit angespannte Raumsituation des Unternehmens spiegelt eine für KMUs typische Entwicklung wider: In der Vergangenheit waren steigende Lieferverpflichtungen maßgebend für den laufenden inneren und äußeren An- und Umbau. Dabei wurden Aspekte des Wertstroms nachrangig berücksichtigt. Eine bauliche Erweiterung ist am jetzigen Standort nicht mehr möglich und ein Neubau nicht geplant. Deshalb kann das weitere Unternehmenswachstum nur über eine Verbesserung von Effizienz und Flächenproduktivität erfolgen.

Durch die Vermittlung an die Duale Hochschule Baden- Württemberg Ravensburg sollen nun diese intralogistischen Abläufe im Unternehmen optimiert werden. Die besondere Herausforderung dieses Transferprojektes liegt in der effizienten Gestaltung des Wertstroms sowie in der Übertragung etablierter Ansätze des Lean-Managements auf ein kleines Unternehmen mit sehr spezifischem Produktspektrum und einer hohen Variantenvielfalt (vorwiegend CNC-Langdrehautomaten). Es geht um die Steigerung der Effizienz und der Wertschöpfung durch Verbesserung der innerbetrieblichen logistischen Abläufe, angepasst an die speziellen räumlichen Vor- Ort-Bedingungen kleinerer Unternehmen.

Quelle: Kooperationen für Innovationen - IHK-Technologietransfer, S. 17

Projektbeispiel "Kupferverschmelzung"

Um Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen zu erlangen, können Unternehmen z.B. nachhaltige Unterstützung von der Industrie- und Handelskammer
(IHK) Nordschwarzwald in Anspruch nehmen. Dazu gehört auch das Ölbronn-Dürrner Unternehmen Nonnenmacher, dessen Firmengründer Bernd Nonnenmacher auf der Suche nach einem Legierungselement ist, welches giftiges Beryllium in Kupferlegierungen ersetzen kann. Der Spezialist für Microguss ist überzeugt, mit einer Kupferlegierung ohne Beryllium-Zusatz einen breiten Anwendungsmarkt erschließen zu können. Allerdings: Diese neue Kupferverschmelzung müsse denselben Qualitätsansprüchen gerecht werden wie die heute noch eingesetzte Legierung. Beryllium wird in Kupfer zur Erhöhung der Festigkeit des Grundmaterials zulegiert. Um diese praktischen Forschungsprozesse wissenschaftlich zu begleiten, kommt die Fakultät Technik der Pforzheimer Hochschule ins Spiel, konkret das Institut für Werkstoffkunde von Professor Dr. Norbert Jost mit dem dort integrierten Werkstoffentwicklungsund Prüflabor. Seine Einrichtung ist mit ihrer umfangreichen technischen Ausstattung wie etwa diversen Schmelz- und Wärmebehandlungsöfen, einer hervorragend ausgestatteten Mikroskopie und vielem mehr in der Lage, die Versuchsergebnisse aus Nonnenmachers Gießerei wissenschaftlich zu analysieren. „Die Zeit ist eigentlich schon lange reif, dass sich die Forschung und Entwicklung auch und gerade mit den KMU noch deutlich stärker verzahnen und den gemeinsamen Schritt in eine forschungsgestützte Entwicklung von neuen und/oder verbesserten Produkten gehen“, sagt dazu Professor Jost. Die wissenschaftliche Begleitung durch die Hochschule wird nun finanziell spürbar durch das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 20

Die IHK Nordschwarzwald fördert den Informationsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis - und auch direkt zwischen Unternehmen.

Projektbeispiel "Digitalisierung optimiert Brandschutz"

Stand heute nutzen Einsatzkräften der Feuerwehr im Bedarfsfall papierne und in Ordnern abgeheftete Feuerwehrpläne. Diese Bereitstellungsform ist durch die heute vorhandenen technischen Möglichkeiten nicht mehr zeitgemäß. Dies führte bei einem Unternehmen, das Lösungen im Bereich des organisatorischen Brandschutzes anbietet, zur Idee mit der Entwicklung einer Anwendungssoftware die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen. So sollte es möglich sein, alle Pläne mit einer einzigen Software verwalten zu können, in den Plänen einfach zu zoomen, Symbole individuell per Drag & Drop zu setzen, Lauf-Routen angeben zu lassen, Gefahrensymbole optisch hervorzuheben.

Mit der Bitte um Unterstützung für die Umsetzung dieses Vorhabens kam das Unternehmen auf die Technologietransfermanager der IHK Region Stuttgart zu. Initiiert durch die IHK Region Stuttgart und gefördert durch einen Innovationsgutschein des Landes konnte schnell ein passender Dienstleister identifiziert und die Entwicklung eines Prototyps beauftragt werden. Dank dieser Entwicklung sieht sich das Unternehmen auf einem guten Weg in die digitale Zukunft und kann den Einsatzkräften der Feuerwehr in Zukunft Einsatzpläne mit einem höheren Informationsgehalt und höherer Ergonomie zur Verfügung stellen.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 28

Projektbeispiel "Kooperation bei Hightech-Gründung"

Hoher Forschungs- und Entwicklungsaufwand und knappe Eigenkapitalausstattung sind wesentliche Hürden bei der Gründung innovativer technologieorientierter Unternehmen. In enger Vernetzung mit dem IHK Starter Center bietet die Technologietransferberatung Möglichkeiten, um diese Hürden zu senken. Dies erfuhr auch ein Gründer, der die Idee hatte, einen Prüfstand speziell für Elektromotoren zu entwickeln. In seiner Tätigkeit als angestellter Ingenieur ärgerte er sich häufig über die Grenzen und Ungenauigkeiten der aktuell verfügbaren Prüfmethoden und suchte daher eine bessere und reproduzierbare Lösung.

So kam der Gründer auf den IHK-Innovationsberater, zuerst nur mit Fragen zum Einsatz technischer Schutzrechte, zu. Im Laufe des persönlichen Gespräches zeigten sich jedoch weitere offene Fragestellungen und Entwicklungshürden, die für den erfolgreichen Markteintritt noch zu bewältigen sind. Vermittelt durch die Technologietransferberatung der IHK konnte ein Gespräch mit den Experten des FZI-Forschungszentrums Informatik am Karlsruher Institut für Technologie bei der Sicherung des technologischen Know-hows in den eigenentwickelten Algorithmen weiterhelfen und eine geeignete Verschlüsselungsmethode empfohlen werden.

Außerdem wurde der Kontakt zu den Formula-Student- Rennteams der Hochschule Esslingen und der Universität Stuttgart hergestellt. Die verwendeten Elektromotoren dieser Teams konnten mit dem Prüfstand vermessen werden. Diese Vergleichswerte dienen dem Unternehmen als Referenz und helfen gleichzeitig den Rennteams, ihre Elektromotoren leistungsmäßig richtig auszulegen. Eine Win-win-Situation für beide Seiten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sind bereits weitere Ideen für zu-künftige Entwicklungen entstanden.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHk-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl. S. 28f.

Beim Zugang zum Know-how von Forschungseinrichtungen unterstützt die IHK Region Stuttgart.

Projektbeispiel "Hydromotorkonzept"

Reginald Baum, Ingenieur und Chef des Esslinger Unternehmens TecNetwork ist darauf spezialisiert, technische Ideen produkt- und produktionsreif zu machen und Anwender dafür zu finden. Obwohl Baum viele Verbindungen in die Industrie und zu innovativen Mittelständlern hat, kam er mit der Bitte um Unterstützung auf Markus Götz zu, der bei der IHK Region Stuttgart für den Technologietransfer verantwortlich ist. Baum sprach dabei mit großer Begeisterung von einem 81 Jahre alten Ingenieur, ehemals Entwicklungschef für Spezialgetriebe, der im Ruhestand fleißig weiterentwickelt. Insbesondere eine Idee von ihm schien vielfältige Potenziale zu bieten. Bereits 1995 wurde von besagtem Ingenieur ein Hydraulikmotor entwickelt, der großen Maschinen wie Aufzügen oder Kränen das ruckfreie Anfahren ermöglichen sollte. Der neue „Hydromotor“ hat eine durchgängige Welle und kein Pleuel, und es ist dieser Konstruktionsvorteil, der es in sich hat.

Wie so oft, war auch in diesem Fall der Technologietransferprozess sehr schwierig. Obwohl bereits erfolgversprechende Tests absolviert und eine große Zahl an Kontakten zu Industrie und Wissenschaft angebahnt worden waren, hatte dies weder zu Kooperationen in Form von Forschungsprojekten noch zur Lizenznahme geführt. Bei näherer Betrachtung der Rahmenbedingungen wurde schnell klar, dass eine Weiterentwicklung des Hydromotors nur möglich war, wenn zeitnah Kooperations-, Finanzierungs- und Verwertungspartner gefunden wurden. Um die Erfolgschancen zu erhöhen, schlug die IHK ein schrittweises Vorgehen und ein paralleles Ansprechen mehrerer Branchen vor. Drei Einsatzmöglichkeiten wurden ausgewählt, die die Vorteile des neuen Hydromotorkonzepts bestmöglich nutzen und daher sowohl für die Forschung als auch die Industrie sehr reizvoll erscheinen sollten:

Im ersten Anwendungsszenario stellt der Hydromotor die Basis für ein neuartiges Antriebskonzept von Autos und Lieferfahrzeugen dar. Die Konstruktion extrem kleiner und starker Motoren war Inhalt des zweiten Szenarios. Das dritte Szenario bedarf noch grundlegender Forschungstätigkeit, könnte dann aber recht schnell zum Einsatz kommen. Denn der Hydromotor hat das Potenzial, die Windkraft zu revolutionieren, indem eranstelle des elektrischen Generators in der Kanzel von Windkraftanlagen eingesetzt wird.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S. 24 f.

Projektbeispiel "Mit höherer Produktivität durch den Motorblock"

Die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH aus Tübingen stellt Werkzeuge, unter anderem für die Metallverarbeitung, her. Dazu gehören auch Bohr-Werkzeuge für die Automobilindustrie. Gerade für die Bohrung innerhalb von Motorblöcken benötigt man Bohrer, die mit höchster Präzision arbeiten und qualitativ hochwertigste Ergebnisse erzielen. Dies ist kein leichtes Unterfangen, wenn man sich vorstellt, dass für die Herstellung von Lkw-Motorblöcken die Bohrstangen zwischen 3 und 4,5 Meter lang sind und bis zu 40 Kilogramm wiegen. Die Firma überlegte sich also, dass es sinnvoll wäre, das Gewicht dieser Bohrstangen zu reduzieren, um den Kundennutzen zu erhöhen. Mit leichteren Bohrstangen könnten die Kunden schließlich schneller, präziser und damit kostengünstiger arbeiten. Den Kunden würden vor allem auch Vorteile beim Werkzeugwechsel entstehen, welcher durch eine Gewichtsminimierung vereinfacht werden könnte.

Durch die Kooperation mit dem Institut für Werkzeugmaschinen der Universität Stuttgart konnte das Unternehmen ein Leichtbaukonzept realisieren: Der Schaft der Bohrstange wurde von den Wissenschaftlern neu konstruiert: Statt Stahl kommt seither CFK (kohlenstoffverstärkter Kunststoff) zum Einsatz, wodurch das Gewicht von ursprünglich rund 34 Kilogramm auf rund 12 Kilogramm reduziert werden konnte, was eine Gewichtseinsparung von rund 64 % bedeutet. Das Projekt hatte eine Laufzeit von 2 Jahren und wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft über das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ gefördert. Anlass für das Kennenlernen und die Zusammenarbeit der beiden Kooperationspartner war ein Innovationsworkshop der IHK Reutlingen.

Quelle: IHK Region Stuttgart - Praxisbeispiele

Detaillierte Informationen, wie in diesem Projektbesipiel Unternehmen von der Forschung profitieren, gibt es bei der IHK Region Stuttgart

Projektbeispiel "Das portable Brennstoffzellensystem „MobilE-Pack“

Die Brennstoffzellentechnologie wird in der Luft- und Raumfahrt seit langem eingesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Aufgrund der Größe, des Gewichts und nicht zuletzt der hohen Kosten waren die Brennstoffzellen in der Vergangenheit für viele andere Anwendungen und Branchen nicht einsetzbar. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. hat in den letzten Jahren versucht, die über Jahrzehnte hinweg gesammelte Erfahrung in der Brennstoffzellenentwicklung für alternative Verwendungszwecke zu nutzen. Neben der Einsatzmöglichkeit als alternativer Antrieb für das Auto wurden auch Konzepte für die Nutzung als mobile Energiequelle erstellt. Im Jahr 2007 wurde die erste Generation eines mobilen Brennstoffzellen-Hybridsystems („Powerpack“) entwickelt. Hiervon ausgehend entstand bei der Firma DMTpe aus Nofringen im Jahr 2009 die Entwicklungsidee des „MobilE-Pack“ für unterschiedlichste Outdoor-Einsatzzwecke, wie zum Beispiel Werkzeuge, Scheinwerfer, Lautsprecher, Campingkocher, etc.

Die Anfrage der Firma DMTpe an das DLR gemeinsam solch ein Produkt zu entwickeln, war nicht nur aus technischer Perspektive eine große Herausforderung für die Wissenschaftler des DLR, sondern auch aus zeitlicher Sicht. Denn die Vorgabe des Unternehmens lautete, dass das fertige Produkt auf der kommenden Hannover Messe vorgestellt werden sollte. Dies bedeutete, dass nur eine extrem kurze Entwicklungszeit von sechs Monaten zur Verfügung stand. Aber der Erfolg beweist, dass auch Forschungsinstitute unternehmensorientiert, flexibel und zeitplankonform agieren können, wenn der Rahmen stimmt und die richtigen Partner Hand in Hand arbeiten.

Quelle: IHK Region Stuttgart - Praxisbeispiele

Projektbeispiel "Serviettenfalten im Akkord: Die Faltmaschine"

Das Falten von Stoffservietten in der Hotellerie ist ein zeit- und personalintensiver Prozess. Zwar benötigt das Personal für die Tätigkeit keine spezielle Qualifizierung, jedoch ist die durchführende Person von der monotonen Tätigkeit schnell unterfordert und gelangweilt. Die Idee, diesen wenig produktiven und stupiden Vorgang zu automatisieren und die freiwerdenden personellen Kapazitäten für höherwertige Aufgaben zu nutzen, war Ausgangspunkt für ein erstes Studentenprojekt an der Hochschule Esslingen. Dieses wurde durch die Förderung des Landes Baden-Württemberg über einen „Innovationsgutschein“ weiter professionalisiert und mündete in einem Forschungsprojekt.

Bemerkenswert ist, dass hierbei trotz der simplen Grundidee – nämlich Servietten durch einen Roboter falten zu lassen – technologisches Neuland betreten wurde. Denn bisher interagierten Roboter und deren Greifwerkzeuge eigentlich nur mit starren Objekten. Für die Bearbeitung eines „biegeschlaffen Körpers“, als welcher die Stoffserviette wissenschaftlich charakterisiert wird, sind bestehende Robotersysteme nicht ausgelegt. Zum jetzigen Zeitpunkt kann das entwickelte System acht verschiedene, dreidimensionale Serviettenformen falten und dies unter hygienisch einwandfreien Bedingungen. Nach fast drei Jahren und einem langen Atem des Unternehmensgründers ist die Technologie mittlerweile serienreif und die erste Anlage wurde kürzlich verkauft.

Quelle: IHK Region Stuttgart - Praxisbeispiele

Mehr Informationen, wie erfolgreiche und unternehmensorientierte Kooperationen zwischen Unternehmen und solchen Forschungseinrichtungen aussehen können, gibt es u.a. bei der IHK Region Stuttgart.

Projektbeispiel "Metallschäume"

Neben der kostenlosen Unterstützung von Unternehmen bei der Anbahnung und Abwicklung von Kooperationsprojekten engagiert sich die IHK Nordschwarzwald auch in langfristigen Forschungsprojekten, die wertvoll für die Entwicklung der regionalen Wirtschaft sind. Ein interessantes Beispiel ist das Projekt „Magic Metal“, das bereits im Jahr 2008 als Kooperationsprojekt des Instituts für Werkstoffe und Werkstofftechnologien (IWWT) der Hochschule Pforzheim gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Hochschule Karlsruhe ins Leben gerufen wurde.

Die IHK Nordschwarzwald begleitet „Magic Metal“ seit vielen Jahren. Das Team vom IWWT um Prof. Dr. Norbert Jost forscht mit den Kollegen aus Karlsruhe an der Charakterisierung von Metallschäumen. Aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit, geringen Masse und hohen spezifischen Festigkeit bieten offenporige Metallschäume einzigartige Eigenschaften, die für eine Vielzahl von innovativen industriellen Anwendungen von Interesse sein könnten. Um den schnellen Transfer der gewonnenen Erkenntnisse in die Wirtschaft zu ermöglichen, wurden interessierte Unternehmen bereits früh in das Projekt eingebunden.

Quelle: Kooperationen für Innovationen - IHK-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 22 f.

Projektbeispiel "Sicherheitsstandard in der Strahlentherapie"

IQM steht für „Integral Quality Monitor“ und damit für das erste System weltweit, das die Verteilung und die Intensität der Bestrahlung eines Tumors in Echtzeit während der Behandlung überprüft. IQM bricht den Bestrahlungsvorgang bei einer klinisch relevanten Abweichung von den therapeutischen Vorgaben selbständig ab. Das stellt eine erhebliche Verbesserung der Patientensicherheit dar. Denn statistisch gesehen ist jede 500ste Bestrahlung fehlerhaft. Zu hohe Strahlungsintensität kann lebensgefährliche Folgen nach sich ziehen. Bisher werden die Bestrahlungsgeräte typischerweise einmal am Tag überprüft. Und der vom Strahlentherapeuten verschriebene Bestrahlungsplan für Patienten wird anhand eines „Messphantoms“ vor Beginn der Behandlungsserie einmalig verifiziert. IQM ist dagegen ständig „online“, erhöht nicht nur die Sicherheit der Therapie sondern verringert auch den Arbeitsaufwand für die Wartung der Anlagen. Am Princess Margret Cancer Centre, in der Abteilung für Strahlenphysik im kanadischen Toronto, einem der führenden Zentren in der Strahlentherapie, wurde IQM entwickelt. Die erst 2013 gegründete iRT-Systems GmbH hält exklusiv die Patente an dem Monitoring-System, produziert die Technik in Koblenz und rechnet für die nächsten Jahre mit der Auslieferung von vielen hundert Geräten in alle Welt.

Quelle: Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Kooperationen

Die IHK Koblenz erteilt gerne weitere Informationen, wie Technologietransfer durch Kooperation mit einem Partner, z. B. einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung, eingeleitet werden kann.

 

Projektbeispiel "Verbundwerkstoff"

Für den Einsatz von Faserverbundwerkstoffen im Maschinenbau waren hohe Temperaturen bisher ein entscheidender limitierender Faktor. So kommen die gewichtsparenden und damit auch umweltfreundlichen Verbundwerkstoffe bisher in Motoren, Turbinen oder ähnlich hitzebelasteten Bereichen praktisch nicht zum Einsatz. Zwar gibt es die temperaturbeständigen Polyimidharze, die sich jedoch wegen ihrer Sprödigkeit für viele technische Anwendungsgebiete nicht eignen. Die in einer Kooperation der CirComp GmbH mit dem ebenfalls in Kaiserslautern ansässigen Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) entwickelten Hochleistungspolymere aus Cyanatester-Hybridharzen stellen hier einen technischen Durchbruch dar und eröffnen mit ihrer Temperaturbeständigkeit bis 400 °C. neue Produktmöglichkeiten und Märkte.

Die in das Polymer eingelagerten Nanoteilchen verleihen dem Verbundwerkstoff Steifigkeit, Festigkeit und Zähigkeit, die dem Material im Zusammenwirken mit der Temperaturbeständigkeit Einsatzgebiete eröffnet, die bisher Metallen vorbehalten waren. Zum Beispiel in Triebwerken, Generatoren oder motornahen Strukturbauteilen aber auch in der besonders gewichtssensitiven Luft und Raumfahrttechnik. Hinzu kommt, dass die neuen Harze nicht nur kostengünstig sondern auch hochfließfähig sind und damit und zeitsparend und ökonomisch verarbeitet werden können, was ihre Etablierung im Maschinen- und Anlagenbau in Zukunft sicher befördern wird.

Quelle: Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Kooperationen

Die IHK für die Pfalz erteilt gerne weitere Informationen, wie Technologietransfer durch Kooperation mit einem Partner, z. B. einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung, eingeleitet werden kann.

Projektbeispiel "High-Tech-Sensoren für gesundes Laufen"

Ein neu entwickeltes System analysiert den individuellen Laufstil und misst die Belastung direkt am Schienbein. Dadurch erhalten Läuferinnen und Läufer bei jedem Lauf valide Daten, die ihnen helfen, Über- und Fehlbelastungen zu vermeiden und ihr Training zu optimieren. Kooperationspartner:

  • Das Produkt wird von der SensoRun GmbH & Co KG entwickelt, einer Tochter der HB Technologies AG mit Sitz in Tübingen. Diese verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Elektronik- und Softwarenentwicklung, vorrangig im Bereich Life Science.
  • Für die Entwicklung von SensoRun kooperiert das Unternehmen mit der Abteilung Sportmedizin der Universität Tübingen. Dieter Baumann fungiert als sportlicher Beirat. Herstellung, Verpackung und Logistik des Serienprodukts übernehmen Lieferanten. Die komplette Fertigung findet in Baden-Württemberg statt. Der Betrieb der Cloud-Plattform wird durch die HB Technologies AG organisiert.
  • Das Netzwerk M2MLAB ist ein Netzwerk aus neun kleinen und mittleren Unternehmen sowie drei Forschungseinrichtungen. Es entwickelt Produkte und Dienstleistungen im Rahmen eines modularen M2M-Baukastensystems (Maschine-zu-Maschine-Kommunikation) für mittelständische industrielle Anwender. Dazu sind Komponenten auf Hardware-, Software- und Kommunikationsebene entwickelt worden, um die Anforderungen unterschiedlicher Branchen erfüllen zu können. Die Netzwerkpartner verfügen über prozesskettenübergreifende Kompetenz sowie Expertise bei M2M-Kommunikationslösungen, Hard- und Softwareherstellung sowie in der Projektkooperation.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel Netzwerk-FuE-Projekte 42  "IuK-Technologien)"

Projektbeispiel "Magnetoresistive Sensoren für das Internet der Dinge oder die Industrie 4.0"

Seit 15 Jahren gibt es die Vision vom „Internet der Dinge“. Vom Auto bis zur Zahnbürste sollen Dinge mit Rechenleistung, Datenspeicher und Sensorik ausgestattet werden. Miteinander und mit dem Internet vernetzt sollen intelligente automatische Informationsflüsse entstehen, die unsere technische Welt selbständiger machen und uns von einfachen Aufgaben entlasten sollen. Analog dazu spricht man bei intelligent vernetzten Industrieanlagen, die sich weitgehend selbständig steuern von der Industrie 4.0.

Ein wichtiges Modul für diese Technik sind Sensoren, die den Dingen helfen, Informationen über sich und ihre Umwelt zu sammeln. Die Sensoren für das Internet der Dinge sollten einen niedrigen Stromverbrauch haben und sie sollten dennoch möglichst sensibel sein, um differenzierte und präzise Informationen zu erfassen. In beiden Punkten zeigen die Sensoren, die von der Firma Sensitec GmbH in Kooperation mit der Technischen Universität Kaiserslautern und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz entwickelt wurden, herausragende Leistungen. Sie funktionieren auf der Basis des magnetischen Tunnelwiderstands (TMR) und sind unter anderem in Schreib-Leseköpfen aktueller Computerfestplatten im Einsatz. Sie haben es mit ihrer Sensibilität ermöglicht, die Packungsdichte für die magnetische Information mühelos in Terabyte-Dimensionen zu treiben. Die nanotechnologische Fertigung dieser Sensoren ist extrem anspruchsvoll, da sie die Trennung von zwei nur 10 Nanometer dicken ferromagnetischen Schichten durch eine nur wenige Atomlagen dicke Isolatorschicht erfordert. In Verbindung mit geeigneter Elektronik sammeln die TMR-Sensoren mit geringstem Energieeinsatz hochpräzise Daten, die dazu beitragen werden, die Dinge „intelligenter“ zu machen. TMR-Sensoren im Bereich der Industrieanwendungen sind bislang noch sehr selten.

Quelle: Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Kooperationen

Die IHK für Rheinhessen sowie die IHK für die Pfalz erteilen für dieses Referenzbeispiel und auch für Ihre Idee gerne weitere Informationen, wie Technologietransfer durch Kooperation mit einem Partner, z. B. einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung, eingeleitet werden kann.

 

Projektbeispiel "Elektrochemisches Präzisionsdrehen"

Wesentliche Triebfedern für die ständige Weiterentwicklung von Metallbearbeitungs­techniken sind die steigenden Anforderungen an Präzision und Oberflächenqualität bei gleichzeitig immer widerstandsfähigeren Metallen (Superlegierungen). Bei diesen Mate­rialien geraten herkömmliche mechanische Zerspanungstechniken an ihre Grenzen. Außerdem führt der mechanische Stress zu Mikrorissen, zu Temperaturstress und zur Verformung der Geometrie der Werkstücke. Eine elegante Lösung dieser Probleme besteht in der elektrochemischen Metallbearbeitung, deren Grundprinzip von Michael Faraday vor annähernd 200 Jahren entdeckt wurde. Dabei wird das Werkstück als Pluspol geschaltet und das Werkzeug als Minuspol. Fließt über eine leitfähige Flüssigkeit (Elektrolyt) ein Strom zwischen den beiden Elekt­roden, löst sich der Pluspol, das Werkstück, auf und bildet ein negatives Abbild der gegenüberliegenden Formschablone. Dieses berührungslose Abtragen von Metallen findet unterschiedlichste Anwendungen in Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Automo­bilbau, Schifffahrtstechnik oder Medizintechnik.

Die Boenig Präzisionswerkbau GmbH hat in einer Kooperation mit der Technischen Universität Chemnitz die Grenzen der präzisen elektrochemischen Metallbearbeitung (PEM - Precise Electrochemical Machining) für die kraftfreie Fertigung von komplexen Geometrien in rotierenden Werkstücken ausgelotet. Beim PEM vibriert die Kathode (Formschablone). Dadurch kann der Bearbeitungsspalt zwischen dem rotierenden Werkstück und Schablone bis auf zehn Tausendstel Millimeter reduziert werden. Im Moment der größten Nähe der beiden Elektroden wird für 0,5 bis 5 Millisekunden ein gepulster Gleichstrom angelegt. Beim Rückhub der vibrierenden Formschablone, kann mit der Spülflüssigkeit das abgetragene Metall entfernt werden. Dieser Vorgang wieder­holt sich typischerweise fünfzig Mal pro Sekunde. Die Kooperationspartner konnten in ihren Experimenten zum präzisen elektrochemischen Rund- und Profildrehen Genauig­keiten bis vier Tausendstel Millimeter und Rauheiten bis zu 0,04 Tausendstel Millime­tern erreichen.

Quelle: Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Kooperationen

Die IHK Koblenz erteilt gerne weitere Informationen, wie Technologietransfer durch Kooperation mit einem Partner, z. B. einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung, eingeleitet werden kann.

 

Projektbeispiel "Messsystem für Permeabilität"

Für faserverstärkte Kunststoffverbundwerkstoffe (FKW) sehen Experten ein enormes Zukunftspotential. Die Fasern – Kohlefaser, Glasfaser oder auch Naturfasern – werden dabei in eine Kunststoffmatrix eingebettet. Dieser Verbund zeichnet sich durch hohe Steifigkeit und Festigkeit bei geringem Gewicht aus. Es ergeben sich mechanische und vor allem auch ökologische Vorteile (Leichtbau) gegenüber herkömmlichen Materialien. Um im industriellen Maßstab eingesetzt werden zu können, muss der komplexe Ver­bundwerkstoff den Anforderungen einer strengen Qualitätssicherung genügen. Ein wichtiges Kriterium ist hierbei die Permeabilität des Textils, denn dieses wird bei der Herstellung der Bauteile typischerweise mit einem Kunstharz getränkt. Für den industri­ellen Einsatz muss eine exakt definierte Fließgeschwindigkeit des Harzes im Textil gewährleistet sein, um eine gleichbleibende Qualität der Bauteile sicherzustellen.

Mit dem 1D-CapaPerm haben Präzisionsmaschinenbau Bobertag und das Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) als Forschungseinrichtung an der Universität Kaiserslautern erstmals ein ebenso einfaches wie präzi­ses Instrument zur Messung der Permeabilität der Textilien zur Verfügung gestellt. Dabei wird eine Probe des Textils in die Messvorrichtung eingespannt. Es folgt die Injektion einer Messflüssigkeit, deren Ausbreitungsfront in der Textilprobe mit einem kapazitiven Längssensor gemessen wird. 1D-CapaPerm ist intuitiv bedienbar und die zugehörige Software macht umfangreiche automatische Dokumentationen möglich. Die Entwickler von 1D-CapaPerm erwarten, dass ihr System dem industriellen Einsatz von Faserverbundwerkstoffen weiteren Schub verleiht.

Quelle: Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Kooperationen

Die IHK für die Pfalz erteilt gerne weitere Informationen, wie Technologietransfer durch Kooperation mit einem Partner, z.B. einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung, eingeleitet werden kann.

Projektbeispiel "Pollensammler"

Die Schätzungen über den volkswirtschaftlichen Schaden durch Allergien in der EU schwanken zwischen 25 und 100 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei steigt die Zahl der Allergiker ständig. Kein Wunder, dass die Pharmaindustrie erhebliche Anstrengungen unternimmt, um sich den „lukrativen Markt“ der spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) zu erschließen. Eines der großen Probleme bei der Validierung therapeutischer Substanzen in klinischen Studien sind die unterschiedlichen Pollenprofile, denen die Probanden unter Alltagsbedingungen ausgesetzt sind. Dazu kommen die unterschiedlichen Sensibilitäten der Probanden für verschiedene Pollenarten und persönliche Grenzwerte der Studienteilnehmer. Das Problem verschärft sich durch die Tatsache, dass die Daten des Deutschen Polleninformationsdienstes aus nur 45 Pollenfallen gewonnen werden, die im Schnitt 100 Kilometer voneinander entfernt aufgestellt sind. Eine unsichere Datenbasis für exakte Studien.

Die Bluestone Technology GmbH hat in Kooperation mit der FH Mainz, Fachbereich Geoinformatik und Vermessung einen persönliche Pollensammler für bessere medizinische Studien entwickelt. Der Personal Pollensampler und die Personal Pollensampler App ermöglichen hier Forschung auf einem neuen Niveau. Das 70 Gramm leichte Gerät nimmt in konfigurierbaren Abständen automatisch Luftproben und speichert das Pollenprofil sektionsweise auf einem in einer Kassette untergebrachten Streifen mit adhäsivem Material. Synchron werden Daten über GPS, Luftdruck, Feuchte und Temperatur gespeichert. So wird das chronologische Partikelexpositionsprofil, das in einem Labor analysiert wird, mit weiteren relevanten Daten angereichert. Durch die exakte Bestimmung des Expositionsprofils und der Korrelation mit den, über die Pollensammler App vom Probanden erfassten, Symptomdaten (Art und Stärke der Allergie), müssen in klinischen Studien erheblich weniger Probanden eingesetzt werden, was die Kosten dramatisch reduziert.

Quelle: Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Kooperationen

Die IHK für Rheinhessen kann als Ansprechpartner für dieses Referenzbeispiel auch über Ihre Idee informieren, z.B. wie einTechnologietransfer durch Kooperation mit einem Partner (einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung) eingeleitet werden kann.

Projektbeispiel "Beschichtung von metallischen Oberflächen"

Die Beschichtung von metallischen Oberflächen, um sie härter, hitzebeständiger, verschleißbeständiger zu machen oder vor Korrosion zu schützen, ist heute eine Schlüsseltechnologie im High-Tech-Maschinenbau. Typischerweise werden Legierungen aus Metallen mit den Oberflächen verschmolzen. Doch diese Hochtemperaturprozesse sind gegen Störungen – zum Beispiel Restfeuchte der Materialien - sehr sensibel. Auch geringste Abweichungen im Gemisch des Beschichtungspulvers oder Inhomogenitäten der Plasmaflamme können zu Fehlern im Prozess und damit zu drastischen Qualitätseinbußen bei der Beschichtung oder bei Schweißprozessen führen.

Ein neuartiges spektroskopisches Kontrollverfahren für diese Hochtemperaturprozesse wurde am RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz in Kooperation mit der Firma Kennametal Stellite entwickelt. Dieses Kontrollverfahren liefert dem Koblenzer Verschleißschutzdienstleister und Schweißanlagenhersteller Kennametal Stellite GmbH nun einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in seiner Branche. Spektroskopische Kontrolle nutzt den Umstand, dass bei diesen Hochtemperaturprozessen jeweils ein ganz eigenes Lichtspektrum abgestrahlt wird. Temperaturschwankungen oder sonstige Störungen verursachen Änderungen in diesem Lichtspektrum. Diese Änderungen werden messtechnisch registriert und ausgewertet. Gegebenenfalls können die Störungen dann auch durch Gegenregelung korrigiert werden. Höhere Qualität und geringerer Ausschuss bei diesen Hochtemperaturprozessen ergeben einen ökonomischen und ökologischen Vorteil.“

Quelle: Innovationspreis Rheinland-Pfalz für Kooperationen 2012

Die IHK Koblenz erteilt gerne weitere Informationen, wie Technologietransfer durch Kooperation mit einem Partner, z. B. einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung, eingeleitet werden kann.

 

 

Projektbeispiel "Flexible Laserkonfiguration"

Laser sind heute aus der Fertigungstechnik nicht mehr wegzudenken. Bohren, schneiden, strukturieren, Bearbeitung sogar von Diamanten – der hochenergetische kohärente Lichtstrahl ist so etwas wie das Schweizer Messer der Materialbearbeitung. Dabei sind in vielen Bereichen ultrakurz gepulste Laser die erste Wahl. Laserstöße im Pikosekundenbereich – das sind einige Billionstel Sekunden – stellen sicher, dass das zu verarbeitende Material nicht durch Hitze beschädigt wird und exakte Formen und Abmessungen erreicht werden. Heute verfügbare ultrakurzpuls-Laser sind komplex aufgebaut, in ihrer Leistung und Lebensdauer begrenzt und teuer: zwischen 80000 € und 200000 € kosten die Systeme. Der limitierende Faktor dieser gepulsten Laser ist ein Absorberspiegel. Er funktioniert wie ein Tor, vor dem sich Photonen stauen und erst bei hoher Photonendichte für einen kurzen Moment durchgelassen werden. Doch der Absorberspiegel verträgt keine hohen Leistungen und hat nur eine Standzeit von einigen Tausend Stunden.

Der neue ultrakurzgepulste Laser, der in einer Kooperation von LUMERA LASER GmbH und Photonik-Zentrum Kaiserslautern e. V.  entwickelt wurde, überwindet diese Beschränkungen und macht den Weg frei für eine neue Generation industrieller Materialbearbeitung. Der Pulsbetrieb ergibt sich hier automatisch in speziell angeordneten Kristallmaterialien, in denen sog. kaskadierte nichtlineare Prozesse stattfinden. Diese rein optischen, verschleißfreien Prozesse ermöglichen flexible Laserkonfigurationen, insbesondere Laser mit hoher Ausgangsleistung, wartungsfrei und zu deutlich günstigeren Anschaffungskosten als derzeit verfügbare Systeme.

Quelle: Innovationspreis 2011 Rheinland-Pfalz für Kooperationen

Die IHK für die Pfalz erteilt gerne weitere Informationen, wie Technologietransfer durch Kooperation mit einem Partner, z. B. einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung, eingeleitet werden kann.

Projektbeispiele "Persönliche Beratung" für unterschiedlichste Branchen

Ein breites Spektrum an Firmen aus verschiedenen Branchen und unterschiedlicher Firmengröße hat bisher die Angebote der Innovationsallianz in Anspruch genommen. Thematisch stammen die Anfragen aus den Bereichen Energie (insbesondere erneuerbare Energien, Energiespeicherung, Energieeffizienz), E-Mobility, Optik, Drucktechnik, Elektro-Werkzeuge, Produktion, Lebensmitteltechnik, Messtechnik/Sensorik und Schweißtechnik.

Ausgangslage und Zielsetzung möglicher Kooperationen waren bei den einzelnen Anfragen sehr unterschiedlich. Wichtigstes Ziel der Unternehmen war die Gewinnung von Kooperationspartnern für die Umsetzung von konkreten Innovationsvorhaben und Projekten. Dazu gehört beispielsweise die technische Unterstützung der Unternehmen durch die Partner der Innovationsallianz bei der Produktentwicklung oder beim Bau von Prototypen. Ebenso ist die wissenschaftliche Begleitung von Projekten oder Ideen auf dem Weg zur Umsetzung und Markteinführung gefragt, z.B. im Bereich Energie.

Andere Unternehmen waren am Aufbau von Kooperationen zur Nutzung von besonderer technischer Infrastruktur interessiert. Die Forschungseinrichtungen der Region verfügen über eine Reihe von exzellenten technischen Einrichtungen, Laboren, Messständen oder Analysemethoden. Die Möglichkeit zur Nutzung dieser Infrastrukturen oder Methoden kann den Unternehmen den Weg zu neuen Produkten ebnen. Ein wichtiger Aspekt bei nahezu allen Unternehmeranfragen waren der Zugang zu den Experten aus der Wissenschaft und die Möglichkeit zu direktem fachlichen Austausch und vertiefenden Gesprächen.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S.19

Die Innovationsallianz der IHK-Region Karlsruhe richtet sich in erster Linie an kleine mund mittlere Unternehmen (KMU), besonders an Unternehmer sowie F&E-Leiter aus allen innovativen und technischen Bereichen.

 

Projektbeispiel "TitanPVD-Beschichtung auf Elastomer-Membran" bei Lackpumpen

Aufgrund mangelnder Ressourcen können nicht alle vielversprechenden Ideen zeitnah umgesetzt werden. Auf der anderen Seite fordert der Markt schnelle Innovationszyklen. Die Gottlob Dietz GmbH aus Neuenstadt hat Ihre Chance erkannt und kombiniert bei Innovationsprojekten das technische Know-how der Firma mit dem Wissenschaftlichen verschiedener Forschungseinrichtungen, beispielsweise in dem Projekt „TitanPVD-Beschichtung auf Elastomer- Membran“ bei Lackpumpen. Durch die Kooperation mit dem in Reutlingen ansässigen Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen (NMI) wird in diesem Projekt eine Standzeitverlängerung der Pumpen auf mehr als das Doppelte erwartet. „Die Unterstützung durch Kai Plambeck von der IHK Heilbronn-Franken ermöglichte uns eine zeitnahe Umsetzung des Projekts“, sagt Yesari Yilmaz, Projektleiter FuE bei Dietz. Das Vorhaben wird zudem über den Innovationsgutschein des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S.15

Projektbeispiel im Bereich "Verpackungstechnik"

Schnellere Innovationszyklen, kürzere Produktlebenszeiten und härterer internationaler Technologiewettbewerb setzen die Wirtschaft immer massiver unter Zeit-, Kosten- und Qualitätsdruck. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, ist eine hohe Wachstumsdynamik wichtig. Der Technologietransfer der IHK Heilbronn-Franken hilft den Unternehmen mit einer speziellen Methode, hier am Ball zu bleiben: die TRIZ-Methode. So fand Bosch im Bereich der Verpackungstechnik eine Lösung für das Problem zuckerverklebter Messer beim Schneiden von Süßwaren und dem daraus resultierenden unsauberen Schnitt: Ultraschall.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S.14

Weitere Informationen zum Technologietransfer mit der TRIZ-Methode erteilt die IHK Heilbronn-Franken.

Projektbeispiel im Bereich "Explosions-Schutz"

Mit Hilfe der TRIZ-Methodik zum erfinderischen Problemlösen werden beim Technologietransfer in der IHK Heilbronn-Franken innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt – und zwar im Verbund von Unternehmen, Hochschulen und der IHK. Die IHK als Initiator der TRIZ-Aktivitäten hat neben der unternehmerischen Vernetzung einen zweiten Wunsch: Die Teilnehmer der TRIZgroup sollen die Methode in ihre eigenen Unternehmen hineintragen. Dies tun sie durchaus mit Erfolg: Die Quintex GmbH aus Lauda-Königshofen sorgte mit einem Ansatz aus der TRIZgroup für einen Innovationsschub im Bereich des Explosions-Schutzes. Bei der weltgrößten Messe für Mess-, Steuer- und Regeltechnik, der ACHEMA in Frankfurt, schaffte es die Lösung beim Innovationsaward in der Kategorie „Anlagenbau und Verfahren“ unter die ersten drei.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S.14 f.

Projektbeispiel "Verfahren zur hochpräzisen Messung der Schichtqualität"

Was ist diamanthart? Damit kennt sich die GCT GmbH aus Weingarten aus. Sie gehört zu den weltweit größten Anbietern im Bereich der Diamantbeschichtung von Werkzeugen für die Elektronikindustrie. So nahe liegend dieser Gedanke im Hinblick auf eine bis zu 20-fach höhere Lebensdauer der Werkzeuge erscheint: dieses Verfahren ist erst seit wenigen Jahren überhaupt verlässlich einsetzbar. Johann Schmidt, Technischer Leiter bei GCT, weiß: „Die Herstellung einer in sich stabilen Diamantschicht ist mit vertretbarem Aufwand prozesssicher beherrschbar. Viel Know-how ist dagegen notwendig, deren feste Haftung auf dem Werkzeug reproduzierbar herzustellen. Nur so ist sichergestellt, dass sich die Diamantschicht beim Bohren und Fräsen nicht einfach ablöst.“ Auf der Suche nach einem Verfahren zur hochpräzisen Messung der Schichtqualität hat sich GCT an den Technologietransfer-Beauftragten der IHK Bodensee- Oberschwaben gewandt. Gemeinsam wurde eine Kooperation mit dem Nano-Zentrum Euregio-Bodensee an der Universität Konstanz etabliert. Dort wurde ein Rasterelektronenmikroskop mit fokussierbarem Ionenstrahl eingesetzt, um auf Millionstel Millimeter genau dünne Schichten der Diamantschicht abzuschneiden und die Struktur des Materials zu analysieren. So konnte gezeigt werden, dass die Beschichtung durchgängig aus „echtem“ Diamant besteht und dementsprechend auch zum Bohren anspruchsvoller Materialien geeignet ist. Auf Basis der Messergebnisse ist die GCT GmbH nun in der Lage, die Tauglichkeit ihrer diamantbeschichteten Werkzeuge für jedes zu bearbeitende Material noch besser nachzuweisen. Ein echter Gewinn für das Unternehmen.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S.12

Die persönliche und bedarfsorientierte Unterstützung durch die Technologietransferberatung der IHK Bodensee-Oberschwaben erleichtert gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Projektbeispiel "Augmented Reality"

Dass sich eine Kooperation nicht unbedingt auf eine einzige Forschungseinrichtung beschränken muss, zeigt das folgende Beispiel: die tarienna GmbH aus Friedrichshafen. Das von Mark Joachim gegründete Unternehmen bietet Beratung sowie Entwicklungsdienstleistungen im Bereich mobiler Applikationen, also Apps für Smartphones und Tablet-PCs, an. Seit einigen Jahren werden darüber hinaus Lösungen im Bereich Augmented Reality (erweiterte Realität) entwickelt. Bei diesem Verfahren erzeugt eine Software künstliche Objekte und stellt diese eingebettet in die reale Umgebung auf dem Bildschirm dar. So können etwa Ruinen wieder zu Schlössern werden oder – wie im Friedrichshafener Dornier-Museum – Flugzeuge vor dem Betrachter schweben. „Die Nutzung von Augmented Reality für Darstellungen liegt nahe“ erläutert Mark Joachim. „Wir betrachten jedoch seit jeher den Gesamtprozess und den wirtschaftlichen Nutzen für unsere Kunden. Aus diesem Grund analysieren wir für jede Entwicklung vielfältige Geschäftsmodelle.“ Mit Unterstützung der Technologietransferberatung der IHK Bodensee-Oberschwaben gelang es tarienna, gleich zwei regionale Hochschulen für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. An der Naturwissenschaftlich Technischen Akademie Isny analysieren Studenten im Rahmen von Projektarbeiten Umsetzungsmöglichkeiten von verschiedenen Augmented-Reality-Projekten. Auch an der Hochschule Ravensburg-Weingarten wurde das Thema im Rahmen von Lehrveranstaltungen und Praktika aufgenommen. „Die IHK hat uns schnell und unkompliziert einen zielorientierten Zugang zu den Hochschulen ermöglicht. Die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern, die Koordination der Gespräche sowie die Erarbeitung von Transferstrategien – alles wurde uns abgenommen, so dass wir uns vollständig auf unser Kerngeschäft konzentrieren konnten“, so Mark Joachim.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHK-Technologietransfer im Überblick, S.13

Projektbeispiel "Innovativer 3D-Druck auf Textilflächen"

An der Hochschule Albstadt-Sigmaringen wurde unter der Leitung von Professor Matthias Kimmerle die Möglichkeit von 3D-Druck Filamenten auf Textilflächen untersucht.

Bei dem 3D-Druck Verfahren werden Materialien Schicht für Schicht aufeinander getragen, sodass ein dreidimensionaler Gegenstand entsteht. Dieses Verfahren geschieht computergesteuert und Materialien wie Kunststoffe, Kunstharze, Keramiken und Metalle werden dabei eingesetzt. Warum dieses Verfahren nicht auch in der Textilindustrie verwenden? Das dachte sich auch die Forschergruppe um Professor Kimmerle und startete das Projekt "InPrint Tex".

Dabei wurde auf die Forschungsergebnisse von Frau Kurrle zurückgegriffen, die in Ihrer Abschlussarbeit die Messung der Oberflächenhaftung von 3D-Druck Filamenten auf unterschiedlichen textilen Oberflächen untersuchte. Mittels dem sogennanten Fused Deposition Modeling Verfahren (FDM) wurde in Kooperation mit der Firma NTT aus Weilstetten das Projekt in die Praxis umgesetzt. Als Ergebnis konnte ein 3D-Druck BH Bügel aus Nylon sowie ein Trikot mit CNC gesteuerten Silikonauftrag präsentiert werden.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-albstadt-sigmaringen-professor-matthias-kimmerle

Projektbeispiel "Gesundheitsfreundlicher BH mit viel Tragekomfort"

Die Cups von herkömmlichen BHs bestehen meistens aus PUR Schaum, der im Wesentlichen die Inhaltsstoffe Polyol und Isozyanat enthält. Der PUR Schaum wird mit Textilien kaschiert, gemoldet und gestanzt und ist in der Herstellung relativ billig. Jedoch birgt er auch Nachteile in sich - es entstehen bei der Verarbeitung hohe Stückkosten und ein hoher Anteil an Verschnitt. Der PUR Schaum altert zudem unter Licht- und Kohlenmonoxideinfluss und verfärbt sich gelb.

Um dies zu verhindern tat sich die Projektgruppe um die beiden Dipl.-Ing. Kai Nebel und Hannelore Stäb von der Hochschule Reutlingen zusammen. Entwickelt wurde ein neuartiges, nicht vergilbendes Fasermaterial und Verfahren für die Bekleidungsindustrie. Ziel war die Herstellung von Polster-Cups und Einlagen in BHs. Dazu wurde erstmalig eine Herstellmethode von Faserwerkstücken an die Bedürfnisse der Textilindustrie angepasst.

Der damit entwickelte BH hat einen sehr hohen Tragekomfort mit stützender Funktion, und kann damit auch für den medizinischen Bereich eingesetzt werden. Das Projekt wurde mit der Firma Karl Conzelmann GmbH + Co. KG - Nina von C. aus Albstadt realisiert.

Projektbeispiel "Servicerobotik für Krankenhäuser"

Um die Weiterentwicklung eines fahrerlosen Transportsystems (FTS) zum Containertransport in Krankenhäusern ging es in dem Projekt "PATSY", das von einer Projektgruppe um Prof. Andreas Zell realisiert wurde. Auch bei einem Assistenzsystem "MobilAssist" für Rollatoren führte seine Technologietransfer-Expertise zum Erfolg.

Bei PATSY handelt es sich um ein Transportsystem, welches, eingebaut in ein Transportmittel und ausgestattet mit Sensorik und neusten Technologien, Personen im unmittelbaren Umfeld erkennen kann und sich eigene Wege plant, um diese zu umfahren. Das Transportmittel navigiert sich eigene Wege und kann damit einen unterbrechungsfreien und effizienten Transport ermöglichen.

Das fahrerlose Transportsystem wurde von der Firma E&K Automation GmbH in Reutlingen entwickelt und ist bereits mit 50 Exemplaren in einem Krankenhausverbund von 3 europäischen Krankenhäusern eingesetzt. Die Projektgruppe um Prof. Andreas Zell stattete das System mit zusätzlicher Sensorik und Algorithmen aus. Diese Kombination aus Sensorik und Algorithmen helfen zwischenzeitlich auch den Nutzern des elektrisch angetriebenen Rollators der ebenfalls Reutlinger Firma Bemotec GmbH: Bordsteinkanten, Treppen und andere Hindernisse werden dank "MobilAssist" erkannt und nahezu unbemerkt für den Nutzer sicher umfahren.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-tuebingen

Projektbeispiel "Tragesystem bei künstlicher Lunge"

Der Forschungstransferpreis in Gold der IHK Heilbronn-Franken ging 2015 an Professor Dr. Dirk Höfer, Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH, Bönnigheim und Dr. Georg Matheis, Novalung GmbH, Heilbronn. Sie hatten gemeinsam ein Tragesystem entwickelt, das es Patienten mit einer künstlichen Lunge ermöglicht sich frei zu bewegen.

Quelle: IHK-Forschungstransferpreis

 

 

 

Projektbeispiel "Dreirumpfboot"

Über den Forschungstransferpreis in Silber 2015 der IHK Heilbronn-Franken durften sich freuen: Joachim März, Pogo Sammet & März GbR, Löwenstein und Professor Dr. Andreas Reichert, Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach. In seiner Laudatio lobte Helmut Jahnke, Leiter des Informationszentrums Patente in Stuttgart ihr Projekt Hochleistungsdreirumpfboot. Gemeinsam hatten die beiden einen Trimaran entwickelt, der im gekenterten Zustand alleine durch die Crew wieder aufgerichtet werden kann.

Quelle: Forschungstransferpreis 2015 der IHK Heilbronn-Franken

Weitere Informationen zum Technologietransfer gibt es bei der IHK Heilbron-Franken.

Projektbeispiel "Alternativmethode zur Produkttestung für Hautcremes"

Professor Dr. Jörg Bergemann und Daniel Schniertshauer konnten mit einem an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen entwickelten Testverfahren die schützende Wirkung von QuinoMit auf menschliche Zellen nachweisen.

Mitochondrien sind die Kraftwerke in unseren Zellen. Um unserem Körper Energie zur Verfügung stellen zu können, brauchen Mitochondrien verschiedene Substanzen. Unter anderem das Ubichinon oder kurz Q-10. Ein Wirkstoff der z.B. in diversen Hautcremes verwendet wird und auch im Produkt QuinoMit von der mse Pharmazeutika GmbH enthalten ist.

Durch das bessere Verständnis der molekularen Mechanismen über die Rolle der Mitochondrien können Möglichkeiten zur Prävention von Krankheiten entwickelt werden. Durch das von Professor Bergemann und Daniel Schniertshauer aus der Fakultät Life Sciences an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen entwickelte Testverfahren konnte nachgewiesen werden, dass sich Zellen durch Zugabe von QuinoMit nach intensiver UV-Bestrahlung deutlich schneller regenerieren als ohne diese Zugabe.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-albstadt-sigmaringen-professor-joerg-bergemann

Projektbeispiel "Proteine aus Sonnenblumenkernen"

Bei der Herstellung von Öl aus Sonnenblumen bleiben wertvolle Stoffe zurück. Proteine zum Beispiel. Diese können durch das von Professor Dr. Philipp Heindl an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen entwickelte Extraktionsverfahren als Lebensmittel verwendet werden. Die Vermarktung beim Projektpartner hat begonnen.

Für eine nachhaltige Produktion von Lebensmitteln ist eine effiziente Nutzung von Rohstoffen essenziell. Bei der Ölgewinnung aus Sonnenblumenkernen bleibt ein Presskuchen zurück. Dieser Presskuchen ist reich an Proteinen mit hohem Gehalt an essenziellen Aminosäuren und findet derzeit vor allem als Futtermittel für Tiere Verwendung. Aufgrund des hohen Nährwertgehaltes und der positiven technologischen Eigenschaften, wie Wasserbindungs- und Emulgierfähigkeit, ist der Einsatz dieser Reststoffe auch für Lebensmittel interessant. Sportlernahrung ist eines dieser möglichen zukünftigen Einsatzgebiete.

Die Evaluierung der optimalen Extraktions- und Trocknungsbedingungen, mit welchen eine hohe und zugleich schonende Proteinausbeute ermöglicht wird, war Ziel des Projektes von Professor Dr. Philipp Heindl von der Fakultät für Life Sciences an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Partner des Technologietransferprojekts war die All Organic Trading GmbH aus Kempten im Allgäu.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-albstadt-sigmaringen-professor-philipp-heindl

Projektbeispiele "Schwingungstechnische Untersuchungen"

Zur Qualitätssicherung und im Rahmen der Testphase von Baugruppen sind schwingungstechnische Untersuchungen und Optimierungen notwendig. Experte auf diesem Gebiet ist Prof. Dr.- Ing. Paul Helmut Nebeling.

Neue Baugruppen im Maschinenbau werden zumeist bereits im Prototypstadium direkt mit Kundenaufträgen kombiniert. Gerade beim Schwingungsverhalten kommt es aber ab und zu zu unerwünschten Effekten an einer vermeintlich auslieferbaren Maschine mit einer solchen neuen Baugruppe. In den stets engen Terminplänen kann es in solchen Situation hektisch werden. Kurzfristig Messungen werden notwendig. Zudem fehlt den Firmen oft Meßtechnik und Know-how für dieses Spezialgebiet.

Professor Nebeling ist Leiter des Werkzeugmaschinenlabors der technischen Fakultät an der Hochschule Reutlingen und äußerst kompetenter Partner bei prekären Schwingungsproblemen im Maschinenbau. Die Kooperation mit der Hochschule Reutlingen und die schwingungstechnische Fachkompetenz von Prof. Nebeling mündeten beispielsweise beim Reutlinger Sondermaschinenbauer Burkhardt+Weber Fertigungsysteme GmbH in eine hervorragende Zusammenarbeit. Dieses Projekt steht exemplarisch für mehr als 100 Projekte mit regionalen Maschinenbauern.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-reutlingen

Projektbeispiel "Innovative Schnittschutzeinlagen in Stiefel"

Prof. Dr. Dirk Wolff erhält als erster Wissenschaftler der IHK Region Reutlingen zum zweiten Mal die Auszeichnung für exzellenten Technologietransfer Neckar-Alb. Seiner ersten Entwicklung zu Schnittschutzhosen ließ er eine für Stiefel folgen:  „EFES“ nennt er sein Projekt für die Entwicklung, Formung und Einarbeitung innovativer Schnittschutzeinlagen in Stiefel. Ein sicheres und ergonomisches Arbeiten mit der Motorsäge wird damit ermöglicht.

Professor Wolff, vom Fachbereich Waldarbeit und Forsttechnik an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und Leiter des Instituts für Waldarbeit GmbH, entwickelte im Rahmen eines ZIM-Forschungsprojektes mit der Firma Buck GmbH & Co. KG eine neuartige Schnittschutzeinlage für schnittsichere Arbeitsschuhe. Professor Wolff obliegte in diesem Gemeinschaftsprojekt die Durchführung der Sicherheitstests der Schnittschutzeinlage. Dabei setzte er einen innovativen und messtechnisch europaweit einzigartigen Schnittschutzprüfstand ein. Der Prüfstand der Hochschule Rottenburg ist neben der Erstellung von High-Speed-Aufnahmen in der Lage, die Kettengeschwindigkeit und den Fallverlauf der Motorsägenkette in einem Diagramm abzubilden. Der getestete Stiefel mit der innovativen Einlage erreicht die Schnittschutzklasse 4. Er ist damit der erste Schuh auf dem europäischen Markt, der diesen hohen Sicherheitsstandard erfüllt. Projektpartner ist die Bondorfer Buck GmbH & Co. KG. Mit der neuartigen Schnittschutzeinlage für Schuhe eröffnet sich die Firma Buck ein ganz neues Marktsegment.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/hochschule-fuer-forstwirtschaft-rottenburg

Projektbeispiel "Datenbank für Darmbakterien"

Beim "Tübiom" genanten Projekt wird eine große Referenzdatenbank für die menschliche Darmflora erstellt. Ziel ist die Erstellung einer Datenbank als Grundlage für die Früherkennung von Krankheiten. Nicht nur den Magendarmtrakt betreffende Krankheiten lassen sich über die Darmflora nachweisen. Ausgezeichnet wird Prof. Dr. Daniel Huson vom Zentrum für Bioinformatik der Universität Tübingen.

Das Tübiom Projekt des Tübinger Unternehmens CeMeT GmbH zielt darauf ab eine Datenbank zu erstellen, welche das Darmmikrobiom und gesundheitsrelevante Daten von 10.000 Personen erfasst. In der ersten Phase haben sich 3.000 Probanden bereit erklärt an dem Projekt teilzunehmen. Man erhofft sich von der Datenbank eine Grundlage für die Früherkennung von Krankheiten, die nicht nur den Magendarmtrakt betreffen. Hierfür wird mittels DNA Analyse die Zusammensetzung von Darmbakterien untersucht. Bei einer Korrelation von bestimmten Bakterienzusammensetzungen und den Krankheitssymptomen der Probanden können Biomarker entwickelt werden. Dank Bioinformatik kann so ein Reizdarm erkannt werden. Professor Huson ist im Bereich Algorithmen in der Bioinformatik an der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen tätig. Die notwendige Analysesoftware und das Tübiom-Webportal wurden von ihm, Mitarbeitern seines Lehrstuhls und Studierende des Studiengangs Bioinformatik entwickelt.

Quelle:http://www.innovationstage.de/de/universitaet-tuebingen-437

Projektbeispiel "Steuerbox für das Virtuelle Kraftwerk"

Die Energieversorgung von heute - und noch mehr von morgen - ist geprägt durch die Einbindung unterschiedlicher Quellen mit ständigen Leistungsschwankungen. Die Professoren Bernd Thomas und Frank Truckenmüller von der Hochschule Reutlingen entwickeln dazu gemeinsam mit regionalen Unternehmen eine Elektronikbox, die die Energieanlagen steuert.

"Steuerbox für das Virtuelle Kraftwerk Neckar-Alb" nennt sich das Projekt an dem neben den beiden Professoren auch Unternehmen wie die Tübinger AVAT Automation und die Reutlinger Solid Automation beteiligt sind. AVAT ist weltweit einer der großen unabhängigen Hersteller von Steuerungssystemen für Gasmotoren und Solid Automation bietet eigentlich Systemlösungen im Bereich der Prüf- und Montagetechnik an. Die Automatisierungsspezialisten können sich durch den Technologietransfer der Hochschule Reutlingen dem Zukunftsthema dezentrale Energieversorgung weiter nähern. „Durch die Unterstützung der Hochschule Reutlingen können wir unsere Gasmotorensteuerung besser mit anderen Energieanlagen koppeln“, so Frank Ganssloser, Gründer und Geschäftsführer von AVAT. Die Wärmeerzeugung sei nun berücksichtigt, womit der Anlagenverbund energieeffizienter betrieben werden kann.

Entstanden ist das Projekt aus einer der verschiedenen Arbeitsgruppen des Netzwerks Virtuelles Kraftwerk Neckar-Alb. Das durch den Bund geförderte und durch die IHK und die Hochschule Reutlingen ins Leben gerufene Netzwerk, stellt eine ausgezeichnete Plattform für neue Kooperationsprojekte dar. Neben dem Reutlinger Energiezentrum REZ, in dem die beiden Professoren ihre Forschungsprojekte durchführen, sind am Netzwerk Virtuelles Kraftwerk Neckar-Alb noch Wissenschaftler des Robert-Bosch Zentrums für Leistungselektronik RBZ der Hochschule Reutlingen und der Universität Tübingen beteiligt. Zudem engagieren sich drei regionale Stadtwerke und elf regionale Technologieunternehmen.

Quelle:http://www.innovationstage.de/de/356

Projektbeispiel "Gewinnung wertvoller Metalle aus Müllverbrennungsschlacken"

Besonders die Rückgewinnung seltener Erdmetalle, die in Elektronikbauteilen verbaut sind, setzte man sich bei dem Projekt zum Ziel. Projektpartner war die Tübinger Novis GmbH, die Projekte auf der ganzen Welt zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfall und zur Nutzung der Energie von Reststoffen umsetzt. Um nun an die seltenen Erden zu gelangen, reicht der Vergleich zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen nicht aus. Tonnen von Schlacke aus Müllverbrennungsanlagen müssen pro Tag durchsucht werden. Enorme Flächen sind notwendig, sollte der Prozess nicht schnell genug ablaufen. Kleinste Organismen helfen bei der Suche. „Die Mikroorganismen helfen beim Aufschluss der seltenen Erden und Metalle, indem sie diese Metalle in den eigenen Stoffwechsel überführen“, erklärt Novis-Geschäftsführer Thomas Helle den in Fachkreisen „Bioleaching“ genannten Prozess. „Aus den Mikroorganismen können später wieder die reinen Metalle extrahiert werden.“ Innerhalb von drei Tagen können mit dem an der Uni Tübingen entwickelten Verfahren bis zu 80 Prozent der Metalle aus anfallenden Müllschlacken herausgelöst werden. Für Professor Kappler hat sich die Auszeichnung für Exzellenten Technologietransfers bereits auf andere Art gelohnt. Durch die Berichterstattung über die Preisverleihung und das Projekt hat sich eine Wissenschaftlerin bei ihm beworben, die nun in seinem Team an einem Folgeprojekt arbeitet.

Bis zum großtechnischen Einsatz der Technologie ist es aber noch ein langer Weg. Vom Labormaßstab in der Uni Tübingen überführte Novis das Verfahren in eine Kleinanlage für 50 Kilogramm Schlacke. Mit dem Betreiber einer Müllverbrennungsanlage soll nun eine Anlage für den Tonnenmaßstab aufgebaut werden. Auch Gespräche mit Minenbetreibern sind im Gange. Eine marktreife Anwendung von Bioleaching bietet hervorragende internationale Marktchancen.

Quelle:http://www.innovationstage.de/de/universitaet-tuebingen-professor-andreas-kappler

Projektbeispiel "Neue Partikel zur Trennung von Flüssigkeitsgemischen"

Gemeinsam mit dem Ammerbucher Unternehmen Dr. A. Maisch GmbH wurden diese Partikel entwickelt, um Flüssigkeitsgemische zu trennen und zu untersuchen. Ein großer Bedarf für solche Trennungen besteht beispielsweise in der Pharmazie. Fachbegriff dafür ist die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie, kurz HPLC. „HPLC stellt die heute am weitesten verbreitete Trennmethode in der Analytik dar“, weiß der habilitierte Chemiker Herrmann Mayer von der Universität Tübingen.

Die Funktionsweise ähnelt dem Spiel mit Wasser im Sandkasten. Wasser durchdringt den Sand. Gleichzeitig werden Schmutzpartikel zurückgehalten. Dieses Prinzip funktioniert auch bei der Trennung von Flüssigkeiten im Labor. Für die technische Anwendung kommt es insbesondere auf die Geschwindigkeit der Trennleistung an. Diese ist abhängig von der Partikelgröße, -form und –ladung sowie der zu trennenden Flüssigkeiten. Dr. Albin Maisch ist seit vielen Jahren Experte auf diesem Gebiet. „Mit den neu entwickelten Partikeln ist es uns möglich, Flüssigkeiten doppelt so schnell zu analysieren“, freut sich der Unternehmer bei der Übergabe der Urkunde. Wegen der erfolgsversprechenden Neuentwicklung wurde ein weiterer Mitarbeiter eingestellt.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/universitaet-tuebingen-professor-herrmann-mayer

Projektbeispiel "Expertensystem bei automatisierter Maschine"

Die Maschine von morgen findet ihre Fehler selbst mit Hilfe einer eingebauten Expertendatenbank. Für die Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen, entwickelte Prof. Dr. Holger Möller von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen zu diesem Zweck ein PC-basiertes Steuerungskonzept. Die IHK Reutlingen zeichnete Möller im Juli 2014 für diesen exzellenten Technologietransfer aus.

Ein komplexer Fertigungsautomat meldet eine Störung. Liegt es an der Mechanik, der Hydraulik oder an der Software? Um den Fehler zu finden, sind unterschiedliche Spezialisten gefragt. Doch diese sind nicht immer verfügbar und so drohen unproduktive Maschinenstillstände. Anders beim Dispense-Automat Flexmotion von Faude: Er unterstützt den Bediener bei Diagnose und Wartung mit dem gesammelten Erfahrungswissen von Spezialisten. Dieses kann ohne Programmierkenntnisse direkt in der Maschine erfasst und für die gezielte Fehler- und Störungsdiagnose genutzt werden.

Prof. Dr. Holger Möller, Prodekan der Fakultät Engineering und Leiter des Instituts für angewandte Forschung an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, erläutert: "Der Bediener braucht sich nicht durch ein dickes Handbuch zu kämpfen. Er startet einfach das Expertensystem an der Maschine. Mit gezielten Fragen und kurzen Videosequenzen führt es ihn intelligent und zügig zur richtigen Lösung. So kann der Mitarbeiter einen "First Level Support" selbst durchführen und damit viele Probleme ohne Fernwartung oder Spezialisten beheben."

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/Alb-Sig-2014

Projektbeispiel "Überwachung von Hochleistungs-Abfüllanlagen"

Das Prozessanalysesystem LiquidGuard der Firma Dausch Technologies überwacht Hochleistungs-Abfüllanlagen für Softdrinks wie Pepsi und Coca-Cola vollautomatisch und in Rekordgeschwindigkeit. Die Entwicklung gelang gemeinsam mit Prof. Dr. Rudolf Kessler von der Hochschule Reutlingen und seiner Frau Prof. Waltraud Kessler. Das Projekt wurde im Juli 2014 für exzellenten Technologietransfer von der IHK Reutlingen ausgezeichnet.

"Dank dem LiquidGuard können Sie sicher sein, dass Ihr Softdrink wirklich genau das enthält, was drauf steht", bringt Prof. Waltraud Kessler den Nutzen für die Lebensmittelsicherheit auf den Punkt. Prof. Dr. Rudolf Kessler vom Forschungsbereich Prozessanalytik der Hochschule Reutlingen optimierte die spektroskopische Analyse für das System. Waltraud Kessler vom Steinbeis-Transferzentrum in Reutlingen steuerte die komplexe Datenauswertung bei.

Von der gemeinsamen Entwicklung profitiert das junge Hightech-Unternehmen Dausch Technologies aus Landau, das den patentierten "LiquidGuard" mit Erfolg vertreibt. "Ein wunderbares Beispiel für die Symbiose aus Wissenschaft und Wirtschaft", nennt Prof. Dr. Rudolf Kessler das Projekt. Geschäftsführer Manfred Dausch ergänzt: "Es zeigt, dass sich Kooperationen mit Hochschulen auch für kleine Unternehmen lohnen – und alle Beteiligten dadurch gewinnen."

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/Reutlingen-2014

Projektbeispiel "Schnittschutzhosen "

Professor Dr. Dirk Wolff von der Hochschule Rottenburg und die auf technische Textilien spezialisierte Firma rökona aus Tübingen haben 2014 gemeinsam ein optimiertes Material für den Einsatz in Schnittschutzbekleidung entwickelt.

Ob Waldarbeiter oder Hobbygärtner – wer mit der Motorsäge hantiert, muss schnittschutzfeste Kleidung tragen. Bislang kommt darin meist ein Material aus Schweden zum Einsatz. "Mit unserer Neuentwicklung wollen wir das bestehende Monopol durchbrechen. Sie bietet einen höheren Tragekomfort, ist sicherer und einfacher zu verarbeiten", erklärt Arved Westerkamp, Geschäftsführer der rökona Textilwerk GmbH. Unter dem Markennamen "contra!cut" will rökona den Markt in drei bis fünf Jahren durchdringen und rechnet mit einem wesentlichen Anstieg des Umsatzvolumens. Derzeit testen mehrere Hosenhersteller den Stoff in ihren Modellen.

Die Zusammenarbeit zwischen rökona und dem Fachbereich Waldarbeit der Rottenburger Hochschule startete bereits 2010. Ziel war es, eine innovative Einlage für Schnittschutzhosen zu entwickeln, die der geltenden Sicherheitsnorm DIN EN 381 entspricht. Auf dem Prüfstand der Hochschule bewies das neue Material seine Überlegenheit. Waren bislang sechs bis neun Sicherheitslagen nötig, sind es mit contra!cut nur noch fünf. "rökona erweitert damit seine Produktpalette und kann in den kommenden Jahren am Standort Tübingen Mitarbeiter für den Produktbereich „Schnittschutzeinlage“ beschäftigen und weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit leisten", kommentiert Prof. Dr. Wolff das positive Resultat der Kooperation.

Quelle: http://www.innovationstage.de/de/Rottenburg-2014

Projektbeispiel "Smart-Grid konformes Virtuelles Kraftwerk"

Das heute an der Hochschule Reutlingen angesiedelte ZIM-Netzwerk „Virtuelles Kraftwerk Neckar-Alb“ entstand im Rahmen der Innovationstage Reutlingen. Mittlerweile sind 20 Partner an dem Projekt beteiligt - darunter KMU, Stadtwerke, Forschungsinstitute, der Regionalverband und auch die IHK Reutlingen. Mit Förderung des Umweltministeriums wird aktuell ein funktionsfähiger Demonstrator entwickelt, ein Smart-Grid-konformes Virtuelles Kraftwerk, das die Möglichkeit bietet, Komponenten in einer komplexen Umgebung zu testen.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHk-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 31

Weitere Informationen zum Netzwerk Virtueles Kraftwerk Neckar-Alb erteilt die IHK Reutlingen.

Projektbeispiel "Planung und Konstruktion eines Treppenliftes" für spezielle altersgerechte Ansprüche

Als Immobilienmaklerin hat Karin Schoppel täglich Einblick in die Bauart verschiedenster Häuser und Wohnungen. Dabei wurde in der letzten Zeit immer häufiger das Problem des Älterwerdens angesprochen. Viele Personen würden gerne bis ins hohe Alter in ihren Häusern oder Wohnungen bleiben. Oft stellt dies aber mit der zunehmenden Einschränkung der Beweglichkeit ein Problem dar, da Stockwerke nur schwer ohne Hilfe überwunden werden können. Bei vielen Bestandsgebäuden ist es schwierig, Umbauarbeiten vorzunehmen. Der nachträgliche Einbau von Personenaufzügen ist oft nicht möglich bzw. mit hohen Kosten verbunden. Zudem benötigen die momentan verfügbaren Treppenlifte sehr breite Treppenaufgänge, welche in vielen Gebäuden je- doch einfach zu schmal sind.

Frau Schoppel wollte sich dieser Herausforderung annehmen und hat sich Gedanken zu einer neuen Form des Treppenliftes gemacht. Dieser soll sowohl nachträglich in jedes Treppenhaus integriert als auch bereits bei einem Neubau mit eingeplant werden können, um ihn dann im Alter oder bei Verletzung des Bewegungsapparates problemlos nutzen zu können. Mit ihrer Idee kam sie auf die Technologietransfermanagerin der IHK Bodensee-Oberschwaben zu. Zusammen wurde eine Strategie entwickelt, wie die Planung und Konstruktion dieses Treppenliftes angegangen werden könnte. Zunächst wurde beim Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ein Innovationsgutschein beantragt. Mit diesem Förderzuschuss konnte ein Konstruktionsbüro beauftragt werden, welches eine grobe Konstruktionsausarbeitung des Treppenliftes vornahm.

Über die Plattform „Team Wissenstransfer“ wurde anschließend Prof. Dr. Krafft von der DHBW Ravensburg als Kooperationspartner gefunden. Er führte mithilfe von Studenten eine genaue Marktstudie durch, die den Bedarf und das gewünschte Aussehen des Treppenliftes aufzeigte. „Ohne die Hilfe des Technologietransfer-Angebots der IHK Bodensee-Oberschwaben wäre so ein schneller Kontakt zu Herrn Prof. Krafft der DHBW Ravensburg wohl nicht möglich gewesen. Er hatte bei allen Fragen ein offenes Ohr und stand mir ebenfalls unterstützend beim Schreiben des Förderantrags zur Seite. Ohne diese Unterstützung wäre die Idee vermutlich noch länger nur eine Idee geblieben“, betonte Frau Schoppel den Nutzen der Unterstützung beim Technologietransfer.

Quelle: Kooperationen für Innovationen, IHk-Technologietransfer im Überblick, 2. Aufl., S. 12 f.

Weitere Informationen zum Technologie-Transfer erteilt fürt die Bodenseeregion die IHK Bodensee-Oberschwaben.

Projektbeispiel "Fehlererkennung bei Benutzungsschnittstellen" für Softwareentwickler

Einen Forschungstransferpreis der IHK-Heilbronn-Franken in Silber erhielten 2015: Professor Dr. Gerrit Meixner, UniTyLab der Hochschule Heilbronn und Dr. Roland Weiss, ABB AG, Ladenburg für ihr gemeinsames Projekt DeSTIny. Die Auszeichnung erhielten sie für die Entwicklung eines Programms, das Softwareentwicklern hilft bei Benutzungsschnittstellen Fehler im Bereich der Normen und Richtlinien bereits während des Programmierens zu erkennen.

Quelle: Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken

Informationen über die Möglichkeiten aus einem Technologietransfer erteilt die IHK Heilbronn-Franken.

Projektbeispiel "Optosensorisches Oberflächeninspektionssystem"

Prof. Dr.-Ing. Peter Ott und Dipl.-Ing. (FH) Philipp Heidingsfelder  haben es mit dem Projekt „optosensorisches Oberflächeninspektionssystem“ geschafft, eine 3D-Darstellung und Vermessung im Nanometerbereich zu ermöglichen, die wesentlich kostengünstiger als bisherige Systeme ist. Dabei steigen nicht nur in der Halbleiterindustrie die Anforderungen an Genauigkeit. Durch die Kooperation mit der Hochschule kann die Firma ProMicron aus Kirchheim a. N. nun ein neues Produkt vorweisen, mit dem auch ein neuer Kundenbereich erschlossen werden kann.

Quelle: Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel "Vollelektrifiziertes Mähdrescherschneidwerk"

Ein herausragendes Kooperationsprojekt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist das von der IHK Heilbronn-Franken mit dem Forschungs-Transferpreis in Gold ausgezeichnete Projekt eines vollektrifizierten Mähdrescherschneidwerkes von Rolf Zürn, Zürn Harvesting GmbH & Co.KG, Schöntal und Steffen Wöbcke, Institut für Naturstofftechnik der Technischen Universität Dresden. Gemeinsam hatten sie ein vollelektrifiziertes Mähdrescherschneidwerk entwickelt, bei dem alle Komponenten intelligent miteinander kommunizieren und sich auf die individuellen Bedingungen des Schneidguts anpassen. Durch die intelligente Steuerung des sich selbst optimierenden Schneidwerks ist eine Mehrleistung von 10 bis 15% möglich.

Quelle: Forschungstransferpreis 2017 der IHK Heilbronn-Franken

Informationen zum Technologietransfer bei der IHK Heilbronn-Franken gibt es hier.

 

 

Projektbeispiel "Flammhemmende Beschichtung für Textilien"

Über den IHK-Forschungstransferpreis in Silber durften sich freuen: Dr. Thomas Schubert, IOLITEC Ionic Liquids Technologies GmbH, Heilbronn und Dr. Andreas Schmidt, Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH, Bönnigheim. Gemeinsam hatten die beiden Teams eine wässrige Graphendispersion und ein Verfahren entwickelt, mit deren Hilfe man Graphen gleichmäßig auf Textilien dauerhaft aufbringen kann. Dadurch erhalten diese Textilien eine flammhemmende Beschichtung, die zum Beispiel im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung von Feuerwehrleuten zum Einsatz kommen kann. Im Gegensatz zu den derzeit üblichen Beschichtungen ist die Graphenbeschichtung nicht toxisch und wesentlich umweltfreundlicher.

Quelle: Forschungstransferpreis 2017 der IHK Heilbronn-Franken

Informationen zum Technologietransfer bei der IHK Heilbronn-Franken gibt es hier.

Projektbeispiel "Biologisch abbaubare Pflanzenschale"

Einen weiteren Forschungstransferpreis in Silber der IHK Heilbronn-Franken erhielten 2017 Hans-Peter Braun, BAUER THERMOFORIMING GMBH & CO. KG, Talheim und Raimund Kesel, Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) der Universität Bremen für ihr gemeinsames Projekt „SoilPod“. Das Projekt diente der Entwicklung einer 100%-ig biologisch abbaubaren Pflanzschale für Bäume mit integriertem Wasserspeicher und Nährstoffen. Die Vorteile der Pflanzschale liegt zum einen in der deutlich verbesserten Anwachs- und Baumperformance und zum anderen in der Reduzierung der Gießgänge in der Anwachsphase um mehr als 50%.

Quelle: Forschungstransferpreis 2017 der IHK Heilbronn-Franken

Informationen zum Technologietransfer bei der IHK Heilbronn-Franken gibt es hier.

Projektbeispiel "Elastische elektronische Leiterplatte"

Der Forschungstransferpreis in Gold 2018 der IHK Heilbronn-Franken ging an Dr. Alina Schreivogel von der Würth Elektronik GmbH & Co. KG, Rot am See und Dr. Thomas Löher, Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, Berlin. Gemeinsam haben sie sich mit ihrem Projekt „TWINflex-Stretch“ an die Aufgabe gewagt, eine elastische elektronische Leiterplatte zu entwickeln und in die Serienfertigung zu bringen.

Leiterplatten, als Träger für elektronische Bauteile, sind heute nahezu in jedem elektronischen Gerät vorhanden. In vielfältigen Bereichen – z. B. in der Medizintechnik oder beim Einsatz von Elektronik in Textilien – benötigt man immer häufiger flexible und gleichzeitig dehnbare Leiterplatten. Flexible Leiterplatten, die es bereits auf dem Markt gibt, sind zwar biegsam, aber dennoch sperrig und hart. Werden sie direkt auf der menschlichen Haut getragen oder in Kleidungsstücken verwendet, ist das für den Träger sehr unangenehm. Mit dem TWINflex-Stretch können nun elektronische Bauteile auf ein dehnbares weiches Grundgerüst aufgebracht werden.

Quelle: Forschungstransferpreis 2018 der IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel "Intelligente Bremsbeläge"

Einen Forschungstransferpreis in Silber der IHK Heilbronn-Franken erhielten 2018 Dr. Sven Grunwald, Lehrstuhl Fahrzeugmechatronik der Technischen Universität Dresden und Dr. Friedrich Denkhaus, Rex Industrieprodukte Graf von Rex GmbH Vellberg für ihr Projekt „Cem2S – integrierte Sensorik in der Rotation“. Sie rüsteten gemeinsam Bremsbeläge auf wirtschaftliche Art mit einer Vielzahl von Sensoren im Produktionsprozess aus, die im Blick auf die Industrie 4.0 wesentliche Vorteile bieten.

Bremsbeläge sind sicherheitsrelevante Bauteile, die in den meisten industriellen Anlagen eingesetzt werden. In der Vergangenheit konnten nur wenige Eigenschaften, wie z. B. Temperatur und Verschleiß mit großem Aufwand automatisiert von außen ermittelt werden. Mit der integrierten und gekapselten Elektronik können zusätzlich Vibrationen, Positionierung, Funktion und Reibgeschwindigkeit der Magnet-Bremse kontaktlos über Bluetooth abgefragt werden. Weitere Funktionen sind denkbar. Damit kann dieses intelligente Bauteil dabei helfen Anlagen zu regeln, zu steuern, technische Abläufe von Sicherheitsbremsen präziser zu erfassen und vorausschauende Parameterüberwachung „im Sinne der Industrie 4.0“ durchzuführen.

Quelle: Forschungstransferpreis 2018 der IHK Heilbronn-Franken

Informationen zum Technologietransfer bei der IHK Heilbronn-Franken gibt es hier.

Projektbeispiel "Kreislaufunterstützungssystem"

Der Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken in Gold ging 2016 an Ivo Simundic, Xenios AG, Heilbronn und Professor Dr. med. Marcus G. Hennersdorf, Medizinische Klinik I der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH. Gemeinsam hatten sie das weltweit erste Kreislaufunterstützungssystem entwickelt und eingesetzt, das auf den menschlichen Puls reagiert. Mit dem System könnte in Zukunft die Mortalität im kardiogenen Schock von derzeit über 40 Prozent deutlich reduziert werden. Zudem bietet das System die Möglichkeit, Hochrisikoeingriffe am Herzen sicherer zu machen.

Quelle: Forschungstransferpreis 2016 der IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel "Infusionsflasche"

Über einen IHK-Forschungstransferpreis 2018 in Silber durften sich freuen: Dr. Michael Spallek, Rommelag Engineering, Sulzbach Laufen und Prof. Dr. Uwe Gleiter, Hochschule Heilbronn. Sie haben gemeinsam in ihrem Projekt „Bottelpack Easy Empty“ mit Hilfe modernster Simulationstechnik eine neuartige und kostengünstige Infusionsflasche entwickelt, die sich im Gegensatz zu den herkömmlichen Infusionsflaschen auch unbelüftet vollständig entleert, bei hohen Temperaturen sterilisiert werden kann und deutlich weniger Kunststoffmaterial zur Herstellung benötigt.

Quelle: Forschungstransferpreis 2018 der IHK Heilbronn-Franken

Informationen zum Technologietransfer bei der IHK Heilbronn-Franken gibt es hier.

Projektbeispiel "Etikettendruck"

Die Goelz-Druck GmbH in Mengen hat sich mit etwa 100 Mitarbeitern auf den Druck von Nassleimetiketten in Kleinserie spezialisiert. Angesichts immer kleinerer Chargen druckt das Unternehmen zunehmend komplexe Sammelbogen, wodurch eine kosteneffiziente Produktion möglich ist. An der Verpackungslinie werden die Etiketten gestapelt und nach Auftrag getrennt sortiert. Dieser manuelle Vorgang stellt eine mögliche Fehlerquelle dar. Aus diesem Grund wandte sich Werner Kautz, der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, an die Ansprechpartnerin der IHK Bodensee-Oberschwaben im Team Wissenstransfer.

Auf Basis der gemeinsam formulierten Transferanfrage wurde Professor Jörg Eberhardt an der Hochschule Ravensburg-Weingarten als geeigneter Kooperationspartner identifiziert. Mit Unterstützung des Team Wissenstransfer wurde ein Innovationsgutschein des Landes zur Durchführung einer Machbarkeitsanalyse beantragt und bewilligt. Nach erfolgreichen Vorversuchen wurde im Produktionsprozess ein hochauflösendes Farbzeilenkamerasystem integriert. Etikettenstapel werden nun durch Algorithmen segmentiert und mit einer Druckreferenz verglichen. Bei Fehlern werden die Mitarbeiter am Band informiert und können eingreifen. Dadurch konnte die Fehlerquote minimiert und gleichzeitig die Dokumentation der Produktion automatisiert werden.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 37

Projektbeispiel "Fundamentanker" für Maschinen etc.

Für den sicheren Betrieb von Maschinen, Robotern, Pumpen oder Kompressoren ist eine stabile, schwingungsresistente Verbindung mit dem Fundament unerlässlich. Die CVT Industriebedarf GmbH hat dafür einen Fundamentanker mit einem innovativen Design und hoher Leistungsfähigkeit entwickelt. Zusammen mit der Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Karlsruhe (MPA) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wurde auf Vermittlung durch die Innovationsallianz Karlsruhe ein Prüfungsprojekt durchgeführt, bei dem die Belastbarkeit von Gesamtsystemen aus Ankern und verschiedenen Vergussmaterialien getestet wurde. Das gemeinsame Prüfprojekt von CVT, KIT und zwei Herstellern von Vergussmaterialien hat wichtige Daten bezüglich der Zuverlässigkeit des Systems geliefert und Möglichkeiten für eine gemeinsame Vermarktung eröffnet.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 47 f.

Ansprechpartner und Serviceangebote für Innovation und Umwelt bei der IHK Karsruhe gibt es hier.

Projektbeispiel "Verbesserung der Leistungsprognose" bei Erdwärmesystemen

Erdwärmesonden werden heute als zuverlässige Technologie in der oberflächennahen Geothermie verwendet und ermöglichen die Nutzung der natürlichen Temperaturunterschiede im Untergrund zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden. Ein kritischer Faktor beim Bau eines Erdwärmesystems ist die zuverlässige Prognose der lokalen Wärmeleistung, die vom technischen Aufbau der Anlage und den geologischen Gegebenheiten vor Ort abhängt. Die Krämer Erdwärme GmbH hat deshalb über die Innovationsallianz Karlsruhe ein F&E-Vorhaben im ZIM-Förderprogramm angestoßen, um die zu Vorhersagemöglichkeiten der lokalen Wärmeleistung zu verbessern. Im Rahmen des laufenden Projekts entwickelt das Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik der Hochschule Karlsruhe sowie die Firma Systec & Services GmbH als Projektpartner je ein mobiles Testverfahren für Erdwärmesonden. Diese neuen Messsysteme sollen einzelne Erdwärmebohrungen vor Ort auf ihre Wärmeleistung hin charakterisieren, was eine Anpassung des technischen Aufbaus der Erdwärmesonden und der benötigten Anzahl an Sonden auf einem Standort erlaubt. Die Krämer Erdwärme GmbH wird die im Rahmen des Projekts entwickelten Geräte und Verfahren in der Folge beim Ausbau von Erdwärmesystemen nutzen.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 48

 

Projektbeispiele aus dem Bereich "Optische Messtechnik"

Neuartige, komplexe Oberflächenstrukturen stellen die Qualitätskontrolle vor neue Messaufgaben, die mit bestehenden Messsystemen nicht optimal zu lösen sind. Hier setzt die twip optical solutions GmbH in Stuttgart an, eine Ausgründung aus dem Institut für Technische Optik der Universität Stuttgart. Wichtige Erfahrungen und technische Expertise sammelten die Gründer in Forschungsprojekten der Baden-Württemberg Stiftung, deren Projektträger Photonics BW war. Ihr Kernprodukt ist ein neu entwickeltes konfokales 3D-Oberflächenmesssystem. Das bewährte Messprinzip, kombiniert mit einem robusten und innovativen mechanischen Aufbau, gewährleistet höchste Präzision und Zuverlässigkeit. Das Gerät ist zudem leichter, kleiner und kompakter als bestehende Lösungen und erlaubt daher völlig neue Anwendungen, beispielsweise die Integration in Messanlagen oder in Kombination mit Messrobotern. Daneben bietet twip optical solutions mit Entwicklung, Beratung und Messdienstleistungen ein breites Service-Spektrum im Bereich der optischen Messtechnik und ermöglicht dadurch eine umfassende und kundenindividuelle Lösung auch für komplexe Messaufgaben.

Die Gründer hatten bereits als Mitarbeiter der Universität Stuttgart, die ebenfalls Mitglied bei Photonics BW ist, regelmäßig an Treffen der Arbeitsgemeinschaften teilgenommen und so einen guten Überblick über die Photonik-Branche in Baden-Württemberg und darüber hinaus bekommen. Heute nutzt das Start-up-Mitglied die Treffen weiter aktiv als Plattform und Ausgangsbasis für Kooperationen und Projekte. Auch hat sich twip optical solutions bereits selbst als Gastgeber eines AG-Treffens zur Verfügung gestellt und den Teilnehmern Einblicke in das junge Unternehmen gewährt. Die Bereitstellung von umfassendem Know-how auf dem Gebiet der Photonik und der Innovationsförderung zur Überführung neuer Ideen in disruptive Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die nachhaltige regionale und überregionale Vernetzung sowie das breite Angebotsspektrum im Bereich des Technologietransfers können solche Erfolge ermöglichen.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 74

Den Kontakt zu den Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich der Photonik vermittelt Ihnen gerne die IHK Region Stuttgart.

Projektbeispiel "System zur Messung von Interfacematerialien"

Die Lebensdauer elektronischer Systeme wird häufig von deren thermischer Belastung bestimmt. Mit einem optimierten Wärmemanagement lassen sich thermisch kritische Bauelemente gezielt temperieren und die Lebensdauer des gesamten elektronischen Gerätes verlängern. Neue Technologien, wie beispielsweise elektrische Antriebe in Kraftfahrzeugen, stellen veränderte Anforderungen an das Wärmemanagement. Daher sind Wärmepfade in komplexen Systemen von der Wärmequelle bis zur Umgebung zu analysieren und zu optimieren. Häufig bildet dabei die Kontaktfläche zwischen sich berührenden Festkörpern den Flaschenhals im Wärmepfad. Das Steinbeis-Transferzentrum Wärmemanagement in der Elektronik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart und die Behr GmbH & Co. KG haben gemeinsam ein innovatives, hoch präzises System zur Messung von Interfacematerialien entwickelt. Damit lassen sich Materialien bei definiertem Anpressdruck oder definierter Probendicke thermisch charakterisieren.

In der Praxis wird beispielsweise in vielen Fällen die Batterie in einem Elektrofahrzeug mit Hilfe einer Kühlplatte temperiert. Entscheidend dabei ist, dass die einzelnen Batteriezellen thermisch gut an die Kühlplatte gekoppelt sind. Dies lässt sich mit einem geeigneten thermischen Interfacematerial zwischen der Batterie und der Kühlplatte erreichen. Mit dem nun entwickelten Gerät können erstmals gleichzeitig die thermischen Eigenschaften und das Fließverhalten der Proben unter thermischer und mechanischer Last genau analysiert werden. Das innovative Messsystem bildet damit eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung und Optimierung neuer Materialien für das Wärmemanagement elektronischer Systeme. Das Steinbeis-Transferzentrum Wärmemanagement in der Elektronik hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 eine umfassende Expertise auf dem Gebiet des Wärmemanagements in der Elektronik erworben. Die Behr GmbH & Co. KG ist Systempartner der internationalen Automobilindustrie. Weltweit zählt der Spezialist für Fahrzeugklimatisierung und Motorkühlung zu den führenden Erstausrüstern bei Pkw und Nutzfahrzeugen. Mit dem Projekt zeigten die beiden Partner, wie durch die enge Verzahnung von Wissenschaft und Industrie innovative Technologien und damit Wettbewerbsvorteile entstehen können.

Quelle: Steinbeis-Stiftung 2014: Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis. Stuttgart:
Steinbeis-Edition, in: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 81 f.

Den Kontakt zu den Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich des Wärmemanagements vermittelt Ihnen gerne die IHK Region Stuttgart.

Projektbeispiel "Technische Kommunikation"

Mit den Neuesten der Neuen Medien – Smartphones und Tablets – haben die Möglichkeiten des digitalen Publizierens ein weiteres Mal zugenommen. Nach den Vorgaben der jeweiligen Betriebssysteme müssen die Apps für die Geräte jedoch in der jeweils eigenen Programmierumgebung erstellt werden. Für die Produzenten von Inhalten bedeutet das mindestens den doppelten Aufwand. Internet- oder Desktop-Lösungen dazu genommen, stoßen Firmen schnell an ihre innerbetrieblichen Grenzen beim Versuch, ihre Botschaften mit möglichst geringem Streuverlust in die digitale Welt zu senden. Die CeramTec GmbH, Weltmarktführer für keramische Hüftgelenke, steht vor der Herausforderung, rund 50.000 Chirurgen weltweit über die Eigenschaften ihrer Hochleistungskeramik namens BIOLOX® und über die speziellen Operationstechniken zu informieren sowie sie in deren Anwendung zu schulen. Mit den klassischen Medien allein kann dieses Publikum nicht mehr ausreichend zielsicher erreicht werden. Zusammen mit dem Steinbeis-Transferzentrum Technische Kommunikation – Paracam an der Hochschule Aalen entwickelte CeramTec deshalb die BIOLOX®-App. Zahlreiche Animationen, Operationsfilme und weitere Medien zeigen die korrekte Implantation der BIOLOX®-Komponenten. Alle Animationen sowie die interaktive Oberfläche wurden vom Steinbeis-Transferzentrum Technische Kommunikation – Paracam produziert. Das Besondere daran: Das Steinbeis- Team baute einen plattformneutralen Workflow auf, der es erlaubt, Smartphone-, Tablet-, Web- und Desktop- Anwendungen weitgehend aus einer Programmierumgebung heraus zu erstellen – ein kosten- und zeitsparender Weg, der dem Ideal des sogenannten Cross-Media- und Single- Source-Publishing sehr nahe kommt. Die prämierte Entwicklung der BIOLOX®-App erfüllte in hohem Maße die Erwartungen der Projektpartner, so dass bereits an der Betaversion einer zweiten App gearbeitet wird, die völlig neue Möglichkeiten bei der Visualisierung und Simulation von Hüftgelenken in Funktion bieten wird. Mit einer Motion-Capture-Anlage werden Bewegungsabläufe von menschlichen Akteuren im Studio aufgezeichnet und dann auf ein virtuelles Skelett übertragen. Besondere Belastungen und kritische Zustände der künstlichen Hüftgelenke lassen sich in der interaktiven 3D-Darstellung unmittelbar erkennen – eine wichtige Hilfe für Orthopäden, die es mit immer jüngeren und aktiveren Patienten zu tun haben.

Quelle: Steinbeis-Stiftung 2014: Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis. Stuttgart:
Steinbeis-Edition, in: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 80 f.

Den Kontakt zu den Experten aus der Hochschule im Bereich der technischen Kommunikation vermittelt Ihnen gerne die IHK Ostwürttemberg.

Projektbeispiel "Akustik" optimieren

Klang – Architektur – Technik, in der Schnittmenge dieser Begriffe steht das Phänomen Orgel mit all seinen Facetten. Mit der Orgel als einem der vielseitigsten Musikinstrumente weltweit trifft traditionelles Handwerk auf Wissenschaft. Die Orgelforschung stellt sich der Herausforderung, dieses Handwerk im Hochpreissegment mit modernster Wissenschaft und neuen Technologien zusammenzubringen. In acht europäischen Forschungsprojekten, die das Steinbeis- Europa-Zentrum (SEZ) koordinierte, haben die Partner Werkstätte für Orgelbau Mühleisen GmbH, Steinbeis-Transferzentrum Angewandte Akustik, Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP) und SEZ erfolgreich zusammengearbeitet. Ziel war es, das traditionelle Windsystem – der Teil der Orgel, der ihren Klang nachhaltig beeinflusst – besser planen und optimierter dimensionieren zu können.

Der Orgelbau ist keine Massenproduktion, jede Orgel ist ein Unikat mit einem einzigartigen Klang, und sollte speziell für den Raum optimiert werden, in dem sie später stehen wird. Wissenschaftliche Methoden der Akustikforschung helfen, die Orgel so zu konstruieren, dass ihr Klang optimal auf die Raumakustik abgestimmt ist und so voll zur Geltung kommt. Neben der Optimierung des bestehenden Windsystems hatten die Projektpartner das Ziel, neue Windsysteme zu entwickeln, die entweder durch eine verbesserte mechanische Regulierungseinrichtung oder ein elektronisches Steuerungssystem einen störungsfreien Betrieb der Orgel gewährleisten. Im Labor des Fraunhofer IBP wurden zusammen mit dem Steinbeis-Transferzentrum Angewandte Akustik die wichtigsten Elemente eines Windsystems einzeln auf ihre strömungstechnischen und akustischen Eigenschaften hin untersucht. Durch die Entwicklung mechanisch sowie elektronisch gesteuerter Auslassventile können die Orgelbauer das Winddruckverhalten nun besser steuern. Es wurde eine Software entwickelt, mit der sowohl traditionelle als auch neuartige Windsysteme optimiert entworfen und darüber hinaus bei gleichzeitiger Verbesserung der Klangqualität auch die Produktionskosten um 15 bis 20 % gesenkt werden können. Kern der Software ist ein physikalisches Modell, in dem die strömungstechnischen Vorgänge im Windsystem und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten beschrieben werden. Das neu entwickelte System wird bereits erfolgreich von Orgelbauunternehmen in der Praxis eingesetzt. Die Ergebnisse aus den Forschungsprojekten sind darüber hinaus gebündelt in die am Fraunhofer IBP stehende Forschungsorgel geflossen. Orgelbau Mühleisen, Fraunhofer und Steinbeis haben hier in langjähriger Entwicklungszusammenarbeit ein gläsernes Instrument geschaffen, das der Wissenschaft zu Forschungszwecken dient – weltweit einzigartig.

Quelle: Steinbeis-Stiftung 2014: Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis. Stuttgart:
Steinbeis-Edition, in: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 80 f.

Den Kontakt zu den Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich der Akustik und Bauphsyik vermittelt Ihnen gerne die IHK Region Stuttgart.

Projektbeispiel "Laserhärten von Camtronic-Nockenwellen"

Im Automobilbau wird die Umweltfreundlichkeit von Fahrzeugen anhand konkreter Verbrauchs- und Emissionsdaten bewertet und reglementiert. Diesen Anforderungen müssen die Hersteller durch immer komplexere technologische Systeme gerecht werden, die trotzdem in allen Betriebszuständen sicher und zuverlässig arbeiten müssen. Einen Ansatz mit erheblichen Potenzialen stellt die Motorsteuerung dar. Das innovative Camtronic-System erweitert die Einflussmöglichkeiten auf die Optimierung des Verbrennungsprozesses durch eine lastabhängige Ventilhubumschaltung über eine Trägernockenwelle mit zwei verschiebbaren Nockenstücken. Je nach Fahrprofi l sind so Kraftstoffreduzierungen im Bereich von 3,5 %–10 % möglich. Die Nockenstücke des Camtronic-Systems sind funktionsbedingt als rohrförmiges Bauteil ausgeführt und vergleichsweise dünnwandig, weshalb konventionelle Verfahren zur Härtung wegen ihrer ausgeübten starken Wärmebelastung und dem daraus resultierenden Bauteilverzug hier an ihre Einsatzgrenzen kommen. Die Eigenschaften des Laserhärtens sind für hochbelastete Bauteile mit hoher Funktionsintegration geradezu prädestiniert, da es beispielsweise im Vergleich zum Induktionshärten bei vergleichbarer Einhärtetiefe eine um bis zu 90 % geringere Wärmebelastung auf das Bauteil ausübt. Die Entscheidung der Daimler AG und des Steinbeis-Transferzentrums für Laserbearbeitung und Innovative Fertigung zur gemeinsamen Entwicklung des Laserhärtens an Nockenstücken basierte auf positiven Erfahrungen aus früheren Projekten und der Tatsache, dass bei den Steinbeis-Experten an der Hochschule Pforzheim bereits fundiertes Know-how zum geregelten Laserstrahlhärten vorhanden war. Das durchgeführte Transferprojekt umfasste, nach vorgelagerten grundlegenden Machbarkeitsversuchen, die exakt angepasste Verfahrensentwicklung zur Applikation des Laserhärtens an den Camtronic-Nockenstücken. Die Kooperation umfasste auch Umsetzungsarbeiten zur Einführung des Verfahrens in die Großserienproduktion, darunter ein Bearbeitungskonzept für die spätere Produktionsanlage, die Unterstützung bei der Realisierung einer geeigneten Härteoptik, sowie Evaluierungen der Optik und weiterer wichtiger Anlagenkomponenten.

Quelle: Steinbeis-Stiftung 2014: Transferpreis der Steinbeis-Stiftung – Löhn-Preis. Stuttgart:
Steinbeis-Edition, in: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 79 f.

Den Kontakt zu den Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich des Laserhärtens vermittelt Ihnen gerne die IHK Nordschwarzwald.

Projektbeispiel "Klebetechnologie"

Die Ribler GmbH entwickelt, produziert und vermarktet Buchbindemaschinen sowie komplette Klebstoffauftragssysteme für die Druck weiterverarbeitende Industrie. Ribler ist weltweit führend in seinem Wissen über Spezialklebstoffe für die papierverarbeitende Industrie, insbesondere für komplizierte Digitaldruckpapiere. Der umweltfreundliche Spezialklebstoff von Ribler ist in der Lage, nahezu sämtliche zur Verfügung stehende Papierqualitäten aufgrund seiner Eigenschaften zu einem Buch zu verarbeiten, welches völlig plan aufgeschlagen werden kann (lay flat). Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren (hot melt / PUR) wird Energie (über 95 Prozent) und Klebstoff (über 50 Prozent) eingespart. Die führende Kaltleimtechnologie zeichnet sich durch eine völlig neue Art der Faserfreilegung aus, die in ihrer Art weltweit einmalig ist. Das Unternehmen erhält seit 2002 vom Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) regelmäßig Informationen zu aktuellen Fördermöglichkeiten und passende Partnersuchanfragen für Technologietransfer. Das SEZ stellt Suchprofile des KMU in die europäische Partnerbörse des Enterprise Europe Network ein. Zudem unterstützte das SEZ die Ribler GmbH erfolgreich bei der Erstellung für einen gemeinsamen Forschungsantrags mit zwölf weiteren Partnern.

Ribler brachte seine innovative Klebetechnologie als Partner im EU-Projekt FAMOBS (Frequency Agile Microwave Bonding System) ein. Eine Veröffentlichung über die Projektpartnerschaft von Ribler, die das SEZ in der TRANSFER-Zeitschrift des Steinbeis- Verbundes platzierte, führte zu einer weiteren Kooperation: Der große Fließstoffhersteller Freudenberg aus Weinheim wurde auf die Klebetechnik aufmerksam und kam auf das KMU zu. Freudenberg möchte die Klebetechnologie von Ribler für die Fließstoffherstellung nutzen.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 88 f.

Den Kontakt zu den Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich der Klebetechnologien vermittelt Ihnen gerne die IHK Region Stuttgart.

Projektbeispiel "Entwicklung von Membranen" zur Wasserreinigung

Mit dem erfolgreichen EU-Projekt „BioNexGen“ erforschte das Institut für Angewandte Forschung an der Hochschule Karlsruhe zusammen mit europäischen Partnern die Entwicklung von Membranen zur Wasserreinigung mit neuen nanoskalierten Funktionsschichten. Ziel war es, eine neue Klasse an Membranen für den Einsatz von Membranbioreaktoren in organischen Abwässern zu entwickeln.

Durch den Einsatz von Nanotechnologie werden eine geringere Fäulnisrate und ein hoher und konstanter Wasserdurchlauf erreicht. Zudem wird eine starke Filterwirkung hinsichtlich leichter molekularer organischer Schmutzpartikel erwartet. Die entwickelten Membranbioreaktoren sollen sich durch höhere Robustheit und einen niedrigeren Energieverbrauch auszeichnen. Eine kleine Grundfläche des Reaktors, flexibles Design und ein automatisiertes Verfahren machen sie dabei geeignet für eine dezentralisierte Abwasserbehandlung und Recycling in den beteiligten Ländern. Die in Karlsruhe entwickelte Technologie wurde nach England, Italien und in die Türkei transferiert. Technologiepartner sind die Swansea University, School of Engineering in England, das Institute on Membrane Technology (CNR-ITM) des nationalen italienischen Forschungsrates in Padua, Italien; das Izmir Institute of Technology in der Türkei.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 89 f.

Den Kontakt zu den Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich der Wasserreinigung (bzw. Nanotechnologien) vermittelt Ihnen gerne die IHK Karlsruhe.

Projektbeispiel "Berechnung des Kohlenstoff-Fußabdrucks"

Finanziert durch das EU-Projekt DanubePie unterstützt das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) kleine und mittlere Unternehmen aus der Verpackungsherstellung dabei, ihre Produkte durch den Einsatz von Ökodesign zu optimieren. Durch ein verbessertes Produktdesign können Unternehmen Umweltbelastungen über den gesamten Produktlebenszyklus reduzieren. Das SEZ hat in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und externen Umweltberatern Unternehmensbesuche und Trainings für Unternehmen aus Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Serbien und Ungarn durchgeführt. Vermittelt wurden Kompetenzen zum Thema Ökodesign und Ressourceneffizienz. Zielgruppen waren KMU und KMU-Verbände, Großunternehmen mit KMU-Zulieferern sowie Umweltberatungsunternehmen. Für die Produktanalyse nutzten die Berater ein IT-Tool der „Ecodesign Company“ aus Wien, einem Projektpartner in DanubePie. Das Tool ermöglicht die Berechnung des Kohlenstoff-Fußabdrucks eines Produkts (PCF – Product Carbon Footprint), also den Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid- Emissionen (gemessen in CO2), der, direkt und indirekt, durch eine Aktivität verursacht wird oder über die Lebensstadien eines Produkts entsteht. Von der Produktanalyse hat auch die Global Flow GmbH aus Reutlingen profitiert. GlobalFlow ist ein Ingenieurdienstleister für Abfall- und Wertstoffmanagement und ist darauf spezialisiert, Unternehmen bei der Optimierung der Entsorgungsstrukturen zu unterstützen und Verschwendungen zu vermeiden. Die Beraterinnen von Global Flow haben an einem Training zu Ökodesign und Ressourceneffizienz teilgenommen und dabei das IT Tool zur Bestimmung des Kohlenstoff-Fußabdrucks eines Produkts kennengelernt. Dieses IT-gestützte Instrument passt sich perfekt in das Unternehmensportfolio des kleinen Unternehmens an.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 89.

Den Kontakt zu den Experten aus den wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich Kohlenstoff-Emission vermittelt Ihnen gerne die IHK Reutlingen.

Projektbeispiel "Fördertechnik I"

Eine erfolgreiche Firmenkooperation ist aus der mit dem VDI-Innovationspreis ausgezeichneten Erfindung „Flex- Conveyor“ entstanden. Das Produkt ist das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung der Firma Gebhardt Fördertechnik GmbH und der flexlog GmbH, einem Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Die Grundlage bildet die Erfindung des sogenannten FlexFörderers, der am Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Kai Furmans entwickelt wurde. Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH hat die Erfinder als Innovationspartner von Anfang an unterstützt. Die Erfinder des FlexFörderers erwogen schon sehr früh, mit ihrer erfolgversprechenden Technologie ein eigenes Unternehmen aufzubauen und wandten sich damit an die TLB. Das Unternehmen wurde schließlich im August 2012 gegründet. Den Durchbruch brachte schließlich die Zusammenarbeit mit dem Branchen-Spezialisten Gebhardt Fördertechnik. Die Firma war seit 2010 an der Entwicklung der mechatronischen Komponenten beteiligt. Mittlerweile ist der Entwicklungsstand erreicht, das System schnell und problemlos für den industriellen Einsatz bereitzustellen. Mit dem FlexConveyor wurde die Idee eines vollständig dezentral gesteuerten, modularen und industrietauglichen Fördersystems erfolgreich umgesetzt.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 96.

Den Kontakt zu den Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich der Wasserreinigung (bzw. Nanotechnologien) vermittelt Ihnen gerne die IHK Karlsruhe.

Projektbeispiel "Fördertechnik II"

Sehr erfolgreich war der Technologietransfer auch bei der Erfindung „Doppelkufensystem“, die am Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart unter Leitung von Professor Karl-Heinz Wehking entwickelt wurde. Bereits im Jahr 2007 skizzierten Professor Wehking und seine Mitarbeiter Manuel Weber und Christian Vorwerk aus dem IFT zwei sich ergänzende Ideen im Bereich autonom agierender Flurförderfahrzeuge. Die TLB GmbH erkannte das Potenzial der Erfindungen, insbesondere den kombinierten Fahr-, Lenk- und Hubantrieb und ließ Schutzrechte in Deutschland und Europa anmelden. Die Vorteile des daraus resultierenden „Doppelkufensystems“ waren überzeugend: zum einen die kompakte Bauweise, zum anderen eine hohe Beweglichkeit aufgrund des kombinierten Fahr,- Lenk- und Hubantriebs, der auf einem innovativen Spindelantrieb basiert.

Der Prototyp des Doppelkufensystems für Europaletten wurde am Institut für Fördertechnik und Logistik mit eigenen Institutsmitteln und auf eigenes Risiko entwickelt. Dies war ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei der Suche nach einem Industriepartner und den späteren Verhandlungen. Nur wenige Universitätsinstitute verfügen über die Ressourcen, um Prototypen bis zu diesem Stadium zu entwickeln und zu realisieren. Im Hinblick darauf wäre eine zielgerichtete Prototypenförderung außerordentlich hilfreich für die wirtschaftliche Umsetzung der universitären Forschungsleistungen. In Zusammenarbeit mit der TLB GmbH könnten dann vergleichbare marktrelevante Projekte den entscheidenden Schritt vorangebracht werden. Im Juli 2013 schlossen die Universität Stuttgart und die Firma Eisenmann SE aus Böblingen schließlich einen Lizenz- und Entwicklungsvertrag ab. Mittlerweile wird das Doppelkufensystem unter dem Namen „LogiMover“ von Eisenmann zur Serienreife weiterentwickelt.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 96 f.

Den Kontakt zu den Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen im Bereich der Fördertechnik vermittelt Ihnen gerne die IHK Region Stuttgart.

Projektbeispiel "Entwicklung einer Mikrokamera"

Das Projekt KonKaMis gehört mit sechs anderen Verbundprojekten zur Produktionsplattform PRONTO. Über diese Plattform werden innovative Mikrotechnologien und Mikrofertigungstechnologien für mittelständische Industriepartner nutzbar gemacht und damit möglichst nahtlos in eine marktnahe Verwertung überführt. An KonKaMis waren die drei innBW-Institute IMS CHIPS, HSG-IMIT und HSG-IMAT beteiligt. Industriepartner waren unter anderem die Firmen Festo, 2E mechatronic und SCHUNK.

Das Projekt KonKaMis entwickelte als Beispiel für ein hochwertiges, multifunktionales und preiswertes Mikrosystem eine vielseitig einsetzbare und konfigurierbare Mikrokamera. Die modulare Mikrokamera wurde so strukturiert, dass sie möglichst einfach auf unterschiedliche Aufgaben (z. B. besonders schnelle oder besonders hochauflösende Bilderfassung) angepasst werden kann. Ziel war es, ein geringfügig überdimensioniertes und höherwertiges Produkt zu einem günstigeren Preis als derzeit erhältliche Spezialkameras anzubieten. Mögliche Anwendungsfelder sind die Produktionstechnik, die industrielle Bildverarbeitung, die Robotik und Automatisierungstechnik, die Automobiltechnik sowie die Medizin-, Haus- und Sicherheitstechnik. Darüber hinaus wurde die Mikrokamera stark miniaturisiert, um die Kamera bei industriellen Anwendungen äußerst präzise in Greifer oder Dispenser einsetzen zu können. Derartige Sonderanfertigungen sind in der Regel mit großen Einstandskosten verbunden.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 60 f.

Den Kontakt zur Innovationsallianz Baden-Württemberg vermittelt Ihnen gerne die IHK Reutlingen.

Projektbeispiel "Feedbackformular" zur Steigerung der Kundenorientierung

Die über das Netzwerk der Internationalen Bodensee-Hochschule erreichbaren Institute bieten auch in verschiedenen nichttechnischen Feldern Kooperationsmöglichkeiten. Exemplarisch zu nennen sind betriebswirtschaftliche oder intralogistische Fragestellungen der Unternehmen sowie Optimierungsmöglichkeiten bei Dienstleistungsprozessen.

Auch die IHK Hochrhein-Bodensee hat bereits eine eigene Fragestellung: Im Rahmen eines Kooperationsprojekts wird eine Systematik zur Erfassung der Zufriedenheit von Teilnehmern an IHK-Seminaren und -Weiterbildungen entwickelt. Mittels Anfrage über das Team Wissenstransfer wurden zwei Institute an der Fachhochschule St. Gallen sowie an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen als geeignete Transferpartner identifiziert. Unter anderem wird auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse ein Feedbackformular entwickelt, welches in den hausinternen Prozess zur Steigerung der Kundenorientierung und -zufriedenheit einfließt.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 37

Projektbeispiel "Netzhautimplantate"

2003 begleitete das innBW-Institut NMI die Gründung der Retina Implant AG, die inzwischen mit der Entwicklung mikroelektronischer Netzhautimplantate weltweit führend ist. Blinde Patienten, die an einer erblichen Krankheit leiden, durch die im Laufe des Lebens die lichtempfindlichen Zapfen und Stäbchen degenerieren, können durch einen Chip der Retina Implant AG wieder Objekte erkennen und große Buchstaben und Wörter lesen. 18 Jahre hat die Entwicklung, an der die innBW-Institute NMI und IMS CHIPS sowie die Universitätsklinik Tübingen beteiligt waren, von der ersten Idee bis zum zugelassenen Produkt gedauert.

Die Entwicklung profitierte unter anderem von den Ergebnissen und dem Know-how aus der MEA-Forschung des NMI – zum Beispiel bei der Integration von Mikroelektroden in das Implantatsystem (Siliziumchips) zur sicheren elektrischen Netzhautstimulation. Die patentierten Forschungsergebnisse wurden von der Retina Implant AG in Produkte umgesetzt und zugelassen – ein Paradebeispiel gelungenen Technologietransfers. Die NMI-Technologie kommt auch Implantaten zur Verbesserung des Hörvermögens und zur Epilepsiediagnostik zugute – beides sind neue Entwicklungen, die gemeinsam mit klinischen und weiteren Forschungspartnern auf den Weg in die Anwendung gebracht werden.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 42

Unterstützung beim Kontakt zu wissenschaftlichen Einrichtungen und in allen Fragen des Technologietransfers bietet hier die IHK Reutlingen

Projektbeispiel "Ausgründung" im Life-Science-Bereich

Auf Basis eines erarbeiteten Patentportfolios wurde 2008 am KIT im Institut für Toxikologie und Genetik ein Gründungsvorhaben im Life-Science-Bereich gestartet, das sich inhaltlich mit der Entwicklung eines neuen Wirkstoffs zur Therapie des Pankreaskarzinoms auseinandersetzt. Das Projekt wurde in dieser frühen Phase zunächst durch den KIT-Innovationsfonds und den Helmholtz-Enterprise- Fonds gefördert, bevor 2011 die amcure GmbH mit dem Geschäftszweck der „Erforschung, Entwicklung und Vermarktung der Ergebnisse der Nutzung von CD44V6 Peptiden zur Angiogenese und Metastasierungshemmung von Tumoren und anderen angiogenesebasierten Krankheitsbildern“ mit Sitz im KIT-Inkubator gegründet wurde.

Auf Basis des zugrundeliegenden IP und der umfangreichen Unterstützung im Vorfeld hat das KIT ergänzend zur Lizenz auch Gesellschaftsanteile am Unternehmen übernommen. Parallel zu einer zweiten Förderphase durch unter anderem EXIST-Forschungstransfer des BMWi wurde die amcure GmbH 2012 mit dem zweiten Preis beim CyberOne Award sowie zeitgleich mit dem Sonderpreis des Landes Baden- Württemberg für die beste Forschungskommerzialisierung ausgezeichnet. Ab 2014 werden die öffentlichen Förderprogramme schrittweise durch private Mittel abgelöst: Die Finanzierung der nächsten Entwicklungsschritte erfolgt durch ein Konsortium unter der Führung der LBBW Venture Capital mit Beteiligung der KfW, der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg, der S-Kap Beteiligungen Pforzheim, der BioM AG und Privatinvestoren. Weiterhin erhält das Unternehmen Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) aus dem von der Ascenion GmbH gemanagten Sonderprogramm Spinnovator. Das Projektbeispiel zeigt, wie es gelungen ist, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung des KIT in den Weltmarkt bzw. in eine aussichtsreiche Finanzierung durch den Kapitalmarkt zu überführen.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 69

Projektbeispiel "Entwicklung von supraleitenden Höchstfeldmagneten"

Eine erfolgreiche Innovation ist nicht selten das Ergebnis der effektiven Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung von supraleitenden Höchstfeldmagneten. Sie sind das gemeinsame Produkt einer erfolgreichen Kooperation zwischen dem Karlsruher Unternehmen Bruker BioSpin GmbH und dem Institut für Technische Physik am KIT. Deren Forschungspartnerschaft begann 1984 mit ersten Gesprächen, von Anfang an mit dem Ziel vor Augen, gemeinsam hochauflösende NMR-Spektrometer für Frequenzen oberhalb 750 MHz zu entwickeln. Was daraus entstand, kann als bahnbrechende Leistung angesehen werden: Die Bruker BioSpin GmbH baute ihre Position als Weltmarktführer im Bereich der NMR-Spektroskopie weiter aus. Im Gegenzug hat die Arbeit der KIT-Wissenschaftler ihrer Forschungseinrichtung Lizenzzahlungen in Millionenhöhe eingebracht. Seit dem ersten gemeinsamen Forschungserfolg hat sich die NMR-Spektroskopie mit ihrer Anwendung bei biochemischen Fragestellungen zu einer Schlüsseltechnologie in der Biotechnologie entwickelt.

Quelle: Best Practice Technologietransfer Baden-Württemberg 2016, S. 69

Den Kontakt zu den Wisenschaftlern am KIT vermittelt Ihnen gerne die IHK Karlsruhe.

Projektbeispiel "IT-Management effektiv einführen"

Ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Dieter Hertweck vom hhz mit dem Projekt „INNOTRAIN IT“. In einem Projektkonsortium mit europäischen Fördermitteln wurde eine IT-Service-Management Methode für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entwickelt. Mit einer Schritt für Schritt-Anleitung erhalten kleinere Unternehmen so die Möglichkeit ein effektives IT-Management einzuführen. Dies ermöglicht es z. B. die Ausfallsicherheit kritischer Geschäftsprozesse oder Infrastrukturen zu simulieren. Außerdem werden ROI-Analysen von E-Business-Anwendungen sowie die Transparenz von internen IT-Kosten ermöglicht. In ersten Pilotunternehmen konnten so bis zu 20 Prozent der IT-Kosten eingespart werden. Den Mehrwert des Systems erkannten bereits die TDS AG, Bechtle AG als auch ITSMF Heilbronn-Franken oder die Gustav-von-Schmoller-Schule.

Quelle: Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel "Haptik-Simulator" für rotatorische Bedienelemente

Einen Forschungstransferpreis 2013 von der IHK Heilbronn-Franken erhielten Prof. Dr.-Ing. Jörg Wild (Hochschule Heilbronn)und Dipl.-Ing. (FH) Manuel Kühner mit dem Projekt „Haptik-Simulator“ . Sie schafften die erstmalige Entwicklung eines realitätsgetreuen Haptik-Simulators für rotatorische Bedienelemente. Die subjektive Wahrnehmung von Probanden wurde in einen objektiven Simulator umgesetzt, der nun genauere Spezifikationen zulässt und Änderungen direkt erlebbar macht. Das Projekt wurde in Kooperation mit der AUDI AG durchgeführt.

Quelle: IHK-Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken

Mehr Informationen zum Technologietransfer bei der IHK Heilbronn-Franken gibt es hier.

 

Projektbeispiel "Hochdruck-Produktions-Autofrettage" bei Dieseleinspritzungen

Freuen  durften sich Prof. Dr.-Ing. Oliver Lenzen und Prof. Dr.-Ing. Arndt Birkert vom Institut für Kraftfahrzeugtechnik und Mechatronik (IKM), die mit dem ersten Preis für Forschungstransfer durch die IHK Heilbronn-Franken ausgezeichnet wurden. Diese haben mit dem Projekt „Hochdruck-Produktions-Autofrettage“ eine Methode entwickelt, die das gezielte Beeinflussen von Spannungszuständen bei Dieseleinspritzleitungen ermöglicht. Dadurch lassen sich erhebliche Prozesszeit- als auch Gewichtsreduzierungen bzw. Spriteinsparungen erzielen. Das Projekt wurde von 2010 bis 2011 finanziell durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Kooperationspartner war dabei die Felss Burger GmbH aus Nesselwang.

Quelle: Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel "Aufbereitung von Waschlösungen"

Ausgezeichnet mit einem Forschungstransferpreis wurde das fünfköpfige Team der Hochschule Heilbronn aus dem Bereich Verfahrens- und Umwelttechnik (VU) mit Prof. Dr.-Ing. Markus Groebel, Prof. Dr. Klemens Flick, Veronika Wörle (B.Sc.), Pham Thi Bao Vi, (B.Sc.) und Dipl.-Ing. (FH) Christian Bluthardt mit dem Projekt „Katalytisches Regenerationsverfahren von Absorptionsmitteln“. Dieses Verfahren erlaubt eine energiesparende und damit wesentlich kostengünstigere Aufbereitung von Waschlösungen sowie die Aufbereitung von Biogas zu Erdgasqualität. Kooperationspartner dieses Forschungsprojekts war die AWS Group AG aus Heilbronn. Eine Förderung erfolgte ebenfalls durch das BMWi.

Quelle: IHK-Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken

Mehr Informationen zum Technologietransfer bei der IHK Heilbronn-Franken gibt es hier.

Projektbeispiel "Herstellung von Kunststoffteilen" mit beständiger und flexibler Oberfläche

Der erstmals vergebene Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken ging an fünfköpfige Team des Polymer-Instituts Kunststofftechnik (PIK) der Hochschule Heilbronn, das neben dem Instituts- und Projektleiter Prof. Dr.-Ing. August Burr aus Dr.-Ing. Michael Kübler, Dipl.-Ing. (FH) Matthias Deckert, Dipl.-Ing. (FH) Sascha Kuhn und Dipl.-Ing. (FH) Christoph Bleesen besteht. Die vier Nachwuchswissenschaftler haben allesamt ihr Studium der Mechatronik und Mikrosystemtechnik an der Hochschule Heilbronn absolviert und sind dort als wissenschaftliche Mitarbeiter tätig. Prämiert wurde ihr eingereichtes und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördertes InnoNet-Verbundforschungsprojekt NanoSkin, das sich mit einem Verfahren für die Herstellung von Kunststoffteilen mit beständiger und funktionalisierter Oberfläche beschäftigt und bereits in großserientauglichen Fertigungsprozessen - beispielsweise bei KraussMaffei - eingesetzt und vertrieben wird.

Quelle: Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken

Projektbeispiel "Magnetisch gesteuerte Ventile" in Gas- und Dampfturbinen

Einen Forschungstransferpreis erhielt das Projekt „Sensorlose Ankerpositionserkennung“ vom Institut für schnelle mechatronische Systeme (ISM) in Künzelsau. Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ulm und Dipl.-Ing. (FH) Oliver Vogel erarbeiteten eine Lösung, wie der zuverlässige Betrieb von magnetisch gesteuerten Ventilen in Gas- und Dampfturbinen ohne zusätzlichen Sensor überwacht und realisiert werden kann. Projektpartner war hierbei VOITH Turbo aus Crailsheim.

Quelle: Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken

Mehr Informationen zum Technologietransfer bei der IHK Heilbronn-Franken gibt es hier.

Projektbeispiel "T-Shirts, die die Herzfrequenz messen, sollen datensicher werden"

In viele textile Produkte wird Elektronik integriert, wie etwa RFID-Chips zur Diebstahlssicherung von Kleidung in Geschäften. Aber bisher gibt es für die IT-Sicherheit sowie den Datenschutz bei smarten Textilien noch keine Richtlinien und kaum Forschung.

Mit dieser Frage beschäftigen sich die Professoren Manuela Bräuning, Holger Morgenstern und Martin Rieger mit ihrer interdisziplinären Arbeitsgruppe aus den Fakultäten „Engineering“ und „Informatik“ an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

Quelle: Gesundheit und Privatsphäre schützen bei: Forschung an Fachhochschulen [ Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Sanierung von historischen Fenstern"

Die Fenster in historischen Gebäuden sind ein Zeugnis Ihrer Bauzeit. Die Konstruktionen und Schmuckbeschläge lassen nicht nur Rückschlüsse auf die Epoche zu, sondern zeigen auch die Bautraditionen in der Region. Kasten- oder Verbundfenster aus Kiefer, Fichte oder Eiche prägen mit ihrer Sprossenteilung und den filigranen Rahmenprofilen die Erscheinung eines Gebäudes ganz wesentlich. Wer als Bauherr allerdings alte, verzogene und zugige Holzfenster sieht, der muss auch an die Zukunft denken. Es gilt, das Gebäude weiter unterhalten zu können, deshalb werden solche Fenster heutzutage häufig vollständig ausgetauscht. Aber gibt es auch Möglichkeiten, die Fenster und damit den Charakter des Gebäudes zu erhalten und trotzdem Energie zu sparen? Welche Konstruktionsweisen sind dafür besonders geeignet? Und was können Technologien, wie Wärmeschutzverglasungen, dazu beitragen? Die Antworten auf solche und ähnliche Fragen erforschen die Professoren Markus Binder vom Zentrum für Integrale Architektur sowie Dr. Andreas Beck vom Zentrum für Akustische und Thermische Bauphysik an der Hochschule für Technik in Stuttgart mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Projekt ENO.SAFE. Beteiligt sind an dem interdisziplinären Verbund auch das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg sowie Spezialfirmen für Bau und Restauration.

Quelle:  ENO.SAFE - Entwicklung eines computergestützten Planungswerkzeugs für die energetische Sanierung von Fenstern in Baudenkmälern und baukulturell wertvollen Gebäuden bei: Forschung an Fachhochschulen [ Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Stadt von morgen"

Ob Berlin, Frankfurt oder Stuttgart – immer mehr Menschen ziehen in urbane Ballungsräume. Im Jahr 2012 lebten bereits 75 Prozent der Deutschen in Städten. Durch den weiteren Zuzug von Menschen steigt in den Metropolen die Nachfrage nach Wohnraum, Mobilität, Infrastruktur und Ressourcen. Schon heute werden 75 Prozent unserer Energie in Städten verbraucht und 70 Prozent der von Menschen erzeugten Treibhausgase ausgestoßen. Angesichts dieser Entwicklung stehen Städte vor großen ökologischen und sozialen Herausforderungen.

Wie soll die zukunftsfähige Stadt aussehen? Wie kann sie intelligenter, nachhaltiger und damit lebenswerter gestaltet werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat sich die Hochschule für Technik Stuttgart mit Unternehmen und Kommunen aus der Metropolregion Stuttgart zur Partnerschaft i_city zusammengeschlossen. Unter der Leitung der Physikerin Ursula Eicker verfolgt die Partnerschaft im Projekt „Intelligente Stadt“ das Ziel, mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien Stadtquartiere in Stuttgart intelligenter und energetischer effizienter zu gestalten.

Quelle: Die Stadt von morgen bei: Forschung an Fachhochschulen [ Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Smarte Textilien für alle Wetterlagen"

Ob Pullis, Jacken oder Hosen – Bekleidung dient in erster Linie dazu, die Körpertemperatur des Menschen zu regulieren und bei etwa 37 Grad Celsius zu halten. Zudem schützt sie vor klimatischen Einflüssen wie Wind, Regen und Sonne. Doch zu viel Wärme beeinträchtigt den Tragekomfort von Kleidung genauso wie zu wenig. Daher sollte Kleidung im Idealfall beides können – überschüssige Körperwärme und -feuchtigkeit nach außen abführen wie auch den Körper vor Auskühlung schützen. Derzeit verfügbare Textilien haben aber den Nachteil, dass sie sich nicht an wechselnde Klimabedingungen anpassen können.

An der Hochschule Albstadt-Sigmaringen widmet sich eine Forschungsgruppe um die Textilingenieurin Manuela Bräuning und den Chemiker Jörn Felix Lübben der Entwicklung intelligenter Textilien.

Quelle: Smarte Textilien bei: Forschung an Fachhochschulen [Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Elektroautos rollen immer weiter"

Leise, effizient und umweltschonend – Elektroautos gelten als Verkehrsmittel der Zukunft. Doch bei aller Begeisterung für den Klimaschutz: Die Nachfrage nach Elektroautos ist bisher überschaubar. Das liegt nicht zuletzt an ihrer begrenzten Reichweite. Bis zu 250 Kilometer können aktuelle Elektro-Modelle mit einer Ladung Strom zurücklegen. Damit eigenen sie sich besonders gut für den Stadtverkehr. Für lange Fahrten sind sie jedoch nur eingeschränkt bzw. gar nicht einsetzbar.

Wie kann die Attraktivität und Akzeptanz von Elektroautos gesteigert werden? Dieser Frage geht Reiner Kriesten, Professor am Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) der Hochschule Karlsruhe, nach: In seinem Projekt PRE-E entwickelt er zusammen mit seinem Team ein gekoppeltes Energie- und Routenmanagement.

Quelle: Intelligentes Energie- und Rotenmanagment für Elektroautos bei: Forschung an Fachhochschulen [ Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Strukturwandel in Medizintechnikunternehmen"

Die Hochschule Furtwangen bildet mit ihren Forschungsschwerpunkten „Medizintechnik/Medizin“ und „menschliche Gesundheit“ die Basis für die Forschungs- und Innovationspartnerschaft CoHMed. Sie hat zum Ziel den laufenden Strukturwandel zu unterstützen, den viele Medizintechnik-Unternehmen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zurzeit durchlaufen: weg von hochpräzise gefertigten, aber einfachen Produkten hin zu komplexen „intelligenten“ Systemlösungen, die miniaturisiert und zunehmend automatisiert arbeiten. Der Übergang von der Herstellung einfacher Instrumente zur Entwicklung komplexer Systeme wird von der wissenschaftlichen Vision geleitet ärztliches Handeln zu erleichtern durch zunehmende Automatisierung medizinischer Geräte und mehr Autarkie implantierter Systeme. Zur Unterstützung dieses Strukturwandels werden vielfältige interdisziplinäre Kompetenzen von der Biologie über die Materialwissenschaften bis hin zur Regelungstechnik mobilisiert.

Die geplanten Forschungsaktivitäten widmen sich aktuellen Trends der Medizintechnik wie Personalisierung, Biologisierung, Vernetzung und Digitalisierung der Systeme sowie Aspekten des Gesundheitswesens. In den Forschungsprojekten liegt der Schwerpunk auf intelligenten chirurgischen Instrumenten und Implantaten, biokompatiblen, biofunktionellen und hygienischen Beschichtungen sowie neuen Materialien und deren Bearbeitung.

Die strategische Partnerschaft CoHMed ist in zwei bestehende regionale Cluster TechnologyMountains e.V. und MedicalMountains AG eingebettet und hat zahlreiche Unternehmenspartner.

Quelle: Connected Health in Medical Mountains bei: Forschung an Fachhochschulen [Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Digitalisierung biomolekularer Information"

Die Aufgabe, Volkskrankheiten wie Diabetes oder Krebs gezielt und individualisiert zu diagnostizieren, zu therapieren und im besten Falle zu heilen, ist höchst komplex. Ein Schlüssel dazu liegt in der intelligenten Nutzung biomolekularer Informationen. Es gilt, Unmengen von Daten zu erfassen, zu verarbeiten und zielgerichtet auszuwerten. Zudem sollen Arzneimittel effektiver und umweltschonender hergestellt werden. Diesen Herausforderungen an der Schnittstelle von Biomedizin und Informationstechnologie stellt sich die Forschungspartnerschaft M2Aind (gesprochen: Mind), einer von der Hochschule Mannheim Anfang 2017 ins Leben gerufenen Forschungskooperation. Mehrere Dutzend kleine und große Unternehmen aus der Gesundheitsindustrie, der Analytik und der Informationstechnologie arbeiten zusammen Die Partnerschaft stärkt damit die Rhein-Main-Neckar-Region als zentrale Anlaufstelle für Technologiekooperationen mit der Gesundheitsindustrie.

Quelle: M²Aind bei: Forschung an Fachhochschulen [Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte"

„Mit SmartPro wollen wir unsere zentralen Forschungsschwerpunkte stärken, den Wissens- und Technologietransfer in die Region intensivieren und Innovationsimpulse setzen“, fasst Partnerschaftssprecherin Professor Dagmar Goll die Ziele der Hochschule Aalen im Hinblick auf SmartPro zusammen. Von hoher gesellschaftlicher Relevanz ist der Beitrag, den SmartPro zur Energiewende leisten möchte. Denn die Kooperation adressiert zwei Herausforderungen, die zentral für die Erreichung energie- und klimapolitischer Ziele sind: Den schonenden Umgang mit begrenzten Ressourcen wie Materialien und Rohstoffen sowie die nachhaltige und klimaverträgliche Nutzung von Energie. Zentrale Anwendungsbereiche der Forschungsaktivitäten sind:

  • Energiewandler und Magnetmaterialien
  • Batterietechnologien
  • Hybrider Leichtbau
  • 3D-Druck für Industrie 4.0

Quelle: Kooperationsnetzwerk Smart Pro bei: Forschung an Fachhochschulen [Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Mit Assistenzsystemen Notfälle voraussehen"

Die meisten Menschen wünschen sich, im Alter so lange wie möglich selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu Hause wohnen zu können. Um diesem Wunsch zu entsprechen, müssen in Zukunft wirksame und kostengünstige technische Assistenzsysteme entwickelt werden, die Senioren ein größeres Maß an Sicherheit und Unterstützung bieten. Die derzeit verfügbaren Assistenzsysteme sind ein wichtiger Bestandteil der ambulanten Versorgung und Pflege. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sie erst nach Eintritt einer Notfallsituation ansetzen.

Eine Forschergruppe um den Informatiker Prof. Dr. Uwe Tronnier arbeitet an der Entwicklung von openIntelliCare, einem vorausschauenden Assistenzsystem, das schnell und zuverlässig Prognosen zum Gesundheitszustand des Patienten erstellt. Der Patient wird je nach Krankheitsbild mit Geräten wie Blutdruckmessgerät, Pulsoxymeter oder EKG ausgestattet. Diese erfassen kontinuierlich seine Vitalfunktionen und melden sie über ein Smartphone an die Notrufzentrale. Ausgehend vom klinischen Zustand des Patienten entscheiden Ärzte dort, ob Notfallmaßnahmen eingeleitet werden müssen. Unter Berücksichtigung des Datenschutzes werden in einem Computersystem die Gesundheitsdaten des Patienten und die darauf basierenden medizinischen Entscheidungen gesammelt. Bei jeder neu anstehenden Entscheidung prüft der Computer die aktuellen Werte des Patienten auf Übereinstimmung mit bekannten Fällen und nennt Maßnahmen, die sich in der Vergangenheit als erfolgreich bzw. erfolglos erwiesen haben. Damit ist es beispielsweise möglich, eine Verschlechterung der Herzfunktion festzustellen, lange bevor die ersten Symptome beim Patienten auftreten.  

openIntellicare führt unterschiedliche Ansätze aus den Bereichen Hausnotrufsysteme, sensorgestütztes Patientenmonitoring und Notrufzentralenmanagement zusammen. Es wird als offene Technologieplattform angeboten, so dass auch kleine Dienstleister solche Notrufdienste anbieten können. Indem das System den Gesundheitszustand der Patienten aktiv beurteilt, kann die Versorgungsqualität gesteigert und die Kosten häuslicher medizinischer Unterstützung und Vorsorge reduziert werden.

Quelle: Forschungsprojekt OpenIntellicare bei: Forschung an Fachhochschulen [Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Schatzssuche im Elektroschrott"

Wie kann man die in Elektrogeräten enthaltenen seltenen Rohstoffe zurückgewinnen? Um das zu erforschen, hat die Hochschule Pforzheim eine hoch spezialisierte Recyclinganlage angeschafft. Unternehmen aus der Region interessieren sich dafür ebenso wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt.

Sie hat ein Edelstahlgehäuse, ist zwei Meter hoch und wiegt rund vier Tonnen: die Hochspannungs-Impuls-Zerkleinerungsanlage der Hochschule Pforzheim. Die Anlage kann mit einem besonderen Verfahren Elektrogeräte so zerlegen, dass man darin enthaltene wertvolle Rohstoffe weiterverwenden kann. „Es handelt sich dabei um eine Trenntechnik auf der Basis von elektrischen Impulsen“,erläutert Jörg Woidasky das Verfahren.

Quelle: Arween - Investition für die Abtrennung und Rückgewinnung wirtschaftsstrategischer Wertstoffe aus Elektro-Altgeräten (Seite 44f.) bei: Forschung an Fachhochschulen [Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

 

Projektbeispiel "Elektronischer Frostwächter für die Schiene"

Immer wieder verspäten sich Züge, weil die Weichen vereist sind – sehr zum Ärger der Kundinnen und Kunden - Informatik-Professor Dr. Karl-Albrecht Klinge von der Hochschule Mainz hat eine Lösung dafür gefunden: Die Verknüpfung von Wetterinformationen, geografischen Daten und Schienennetz ermöglicht es, auf Kälteeinbrüche rechtzeitig zu reagieren und Weichenheizungen bedarfsgerecht zu steuern.

Quelle: Infra Grid - Smart Grid für elektrische Weichenheizanlagen (Seite 32 f.) bei: Forschung an Fachhochschulen [Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Fachhochschulen]

Projektbeispiel "Ad-hoc Bewertung von Brücken mit optischer Kameratachymetrie"

Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat 51.608 der 140.000 innerdeutschen Brücken bewertet und in 2.360 Fällen die Zustandsnote nicht ausreichend oder schlechter vergeben (Stand 2018). Brückenbauwerke müssen hinsichtlich dessen in regelmäßigen Abständen auf ihren „Gesundheitszustand“ untersucht werden. Die Überwachung erfolgt dabei hauptsächlich durch Beschleunigungssensoren. Im Rahmen des Projekts wird ein innovatives optisches Verfahren untersucht. Das modulare, kameragestützte Präzisionstachymeter MoDiTa ermöglicht die berührungslose und hochfrequente Messung natürlicher Ziele am Bauwerk. Auch längere Bildserien können mit mehreren hundert Hertz erfolgen. Auf diese Weise werden Brückendeformationen hochfrequent erfasst. 

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Martin Schlüter (Fachbereich Technik / i3mainz - Institut für Raumbezogene Informations- und  Messtechnik)

Kontakt: i3mainz@hs-mainz.de

Quelle: Weitere Informationen auch als Download unter: Best Practice Forschungsprojekte der Hochschule Mainz oder auch auf der Homepage der Hochschule Mainz.

Projektbeispiel "Automatisierte Kalibrierung von Prüfkörpern für die Röntgen-Mikrocomputertomographie"

Die Mikrocomputertomographie ist eine 3D-Röntgenbildgebung. Die Methode entspricht den in Kliniken eingesetzten CT-Scans, wobei die vergleichsweise kleineren Systeme der Mikrocomputertomographie eine stark erhöhte Auflösung aufweisen. Sie stellen die interne Struktur von Objekten zerstörungsfrei als dreidimensionales Bild mit sehr feiner Auflösung dar. Zur geometrischen Kalibrierung dieser Tomographen werden Prüfkörper, sogenannte Phantoms verwendet. Die Phantoms bestehen aus einem Kunststoffträger mit daran befestigten, spiegelnden, metallischen Kugeln. Relevant sind die Raumstrecken zwischen den Kugelmittelpunkten mit einer Genauigkeit im Mikrometerbereich und die Rückführbarkeit auf ein international genormtes Längennormal. Die berührungslose Bestimmung der Abstände der Kugelmittelpunkte gelingt mittels Industrietheodoliten nach dem Prinzip des Vorwärtsschneidens. Die bisher händisch durchgeführten Kalibrierungen der Phantoms werden nun durch modulare Digitalkameratheodolite auf Basis der Motortheodoliten Leica TM5100 automatisiert durchgeführt. Mit Hilfe der digitalen Bildverarbeitung werden auf den spiegelnden, metallischen Kugeln gezielte Reflexionen bzw. ihr virtuelles Bild, stützend auf der geometrischen Optik, hochgenau bestimmt. 

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Martin Schlüter (Fachbereich Technik / i3mainz - Institut für Raumbezogene Informations- und  Messtechnik)

Kontakt: i3mainz@hs-mainz.de

Quelle: Weitere Informationen auch als Download unter: Best Practice Forschungsprojekte der Hochschule Mainz oder auch auf der Homepage der Hochschule Mainz.

Projektbeispiel "Farbenkauf als Online-Erlebnis"

In der Fachbranche für Farben waren Online-Services bisher eher selten. Diese Marktlücke haben Malermeister Sebastian Alt und die Betriebswirtin Monja Weber mit der Gründung von KOLORAT geschlossen. Die Idee dazu kam durch die Erfahrungen in der analogen Welt. „Viele Menschen haben Hemmungen in ein Farben-Fachgeschäft zu gehen. Wenn sie es dann doch tun, sind sie oftmals begeistert von der Beratung und der Qualität der Produkte“, berichtet Monja Weber. So kam es, dass die beiden Unternehmer ein Online-Modell zum individuellen und hochwertigen Farbenkauf eingeführt und damit die Farbauswahl zum Online-Erlebnis gemacht haben. Eine Kernidee von KOLORAT ist es, den Farbenkauf individuell und einfach zu gestalten, sowie die Farbberatung in der digitalen Welt zu integrieren. „Das Wissen, was wir aus der Innenraumgestaltung sowie dem klassischen Handwerk haben, stellen wir unseren Kunden auch online zur Verfügung“, erzählt Sebastian Alt. Hierzu bietet KOLORAT auf seiner Webseite vielseitige Services und Inspirationen an. Zum einen können Interessierte anhand von Bildern Inspirationen für die eigene Raumgestaltung sammeln. Zum anderen können sie Farbmuster einsenden, wenn sie zu einem speziellen Stoff oder einer Tapete den passenden Farbton suchen. Und eine einmalige Möglichkeit ist die persönliche Online-Farbberatung. Im letzten Fall füllen die Kunden einen kurzen Online-Fragebogen zu ihrem Projekt aus. Das KOLORAT-Team entwirft daraufhin drei unterschiedliche Farbkonzepte, die auf den Raum des Kunden zugeschnitten sind und sendet diese mit der KOLORAT-Box an den Kunden.

Neben der reinen Beratung finden und bestellen viele Kunden sofort die passenden Farben online. Darum bildet ein Online-Farbkonfigurator das Kernelement von KOLORAT. In einem digitalen Konfigurator wählen die Kunden anhand einer Farbpalette den gewünschten Farbton aus. Danach geben sie an, was genau gestrichen werden soll, bzw. welche Eigenschaften die Farbe haben soll. Im letzten Schritt wird die benötigte Menge eingeben, die Bestellung abgeschlossen und die Farbe in wenigen Tagen nach Hause geliefert. Der Kundenkontakt und die Produktbestellung laufen bei KOLORAT größtenteils schon digital ab, allerdings gibt es auch einzelne Arbeitsschritte, die noch manuell angestoßen werden. Zukünftig sollen Schnittstellen weiter vereinfacht und automatisiert werden, wobei die persönliche Kommunikation mit dem Kunden erhalten bleiben soll. Für die Umsetzung bei derartigen Digitalisierungsprojekten stehen als Partner bereit:

Quelle: Mittelstandszentrum 4.0 Kaiserslautern

Projektbeispiel "Digitales Assistenzsystem nach dem Baukasten-Prinzip"

Das IT-Startup Minitec Smart Solutions wurde im März 2017 gegründet. Die Idee, die der Gründer und Geschäftsführer Dr. Marius Orfgen hatte, drehte sich um Assistenzsysteme. „Ich bringe die Informationen, die ein Mitarbeiter in der Produktion braucht, um seine Aufgabe zu erfüllen, auf eine möglichst einfache Art über Bildschirme oder eine Datenbrille direkt zu ihm“, erklärt Orfgen. Ein solches Assistenzsystem dient als digitale Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Fertigung eines Produktes. „Anstatt einer Papieranleitung, die möglicherweise noch unvollständig ist, habe ich ein digitales System, das über Bilderkennung weiß, was ein Werker gerade tut und ihm aktuelle Information zur Montage zur Verfügung stellt“, ergänzt Orfgen. Die Firma MiniTec GmbH & Co. KG aus Schönenberg-Kübelberg baut u.a. klassische Handarbeitsplätze für die manuelle Montage in der Produktion. Orfgen hat in der Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. promoviert und in diesem Zusammenhang an der vollautomatisierten, herstellerunabhängigen Industrie 4.0-Produktionsanlage der SmartFactory-KL mitgearbeitet. Die Forschungsergebnisse aus der digitalen Produktionsanlage hat er in das Startup mit eingebracht und so war die Idee für digitale Assistenzsysteme zur Unterstützung der Mitarbeiter am analogen Handarbeitsplatz geboren. „MiniTec Smart Solutions bietet die komplette Lösung an – vom physischen Handarbeitsplatz bis hin zur Softwareentwicklung, um das Programm auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens anzupassen“, so Orfgen. Für eine ähnliche Umsetzung stehen als Partner bereit:

Quelle: Mittelstandszentrum 4.0 Kaiserslautern

Projektbeispiel "Digitale Prozessoptimierung im Etikettendruck"

Inmitten von Weinbergen liegt der Ort Bullay an der idyllischen Moselschleife. Teilweise wirkt es, als sei die Zeit stehen geblieben – jedoch nicht für die Lohmann Druck GmbH, die aus dem Moseltal jeden Tag Millionen von Etiketten in die ganze Welt liefert.

Automatisierung ist der Dreh- und Angelpunkt der Etiketten-Produktion bei Lohmann. Das fängt in der Druckvorstufe am Computer an und endet bei der fertigen Ausgabe der Etiketten. Bis auf das Papier der Etiketten selbst strebt Lohmann Druck dabei eine nahezu papierlose Fertigung an. Die Produktion der Etiketten hört bei Lohmann nicht mit dem Druck auf. Im Anschluss müssen die Bögen geschnitten beziehungsweise gestanzt und anschließend verpackt werden – eine Aufgabe, die nicht einfach zu standardisieren ist. „Auf dem Förderband laufen gestanzte und geschnittene Etiketten gemischt. Das bedeutet sehr viel Handarbeit und Koordination für die Mitarbeiter“, so Rollmann. Die Druckerei plant, diesen Arbeitsschritt zu automatisieren, um die Fertigung noch effizienter zu gestalten. Damit habe man laut Reher bei den Mitarbeitern offene Türen eingerannt. An der Umsetzung mitgewirkt haben:

Quelle: Mittelstandszentrum 4.0 Kaiserslautern

 

Projektbeispiel "Datenvernetzung in Produktion, Konstruktion und Vertrieb"

Die POLY-TOOLS bennewart GmbH ist einer der führenden Werkzeugbauer für Blasformen in Europa. Das Unternehmen sieht seine Aufgabe darin, den Kunden ein beständiger und sachkundiger Partner in Sachen Blaswerkzeuge, Spritzblaswerkzeuge und Spritzgießwerkzeuge zu sein. Die Leistungen von POLY-TOOLS beinhalten neben dem Produktdesign und der Prototypengestaltung die konstruktive Entwicklung von Form und Werkzeug, sowie die Produktion der Werkzeuge. Individuelle Formen für Kanister im Bereich von 3 Liter bis 30 Liter gehören zu dem Hauptgeschäft der POLY-TOOLS bennewart GmbH. „Deutschlandweit gibt es nur wenige Hersteller von Blaswerkzeugen. Der Grund dafür ist, dass aufwendige Einzelanfertigungen nach den Wünschen der Kunden herstellt werden, für die sehr viel Know-how benötigt wird“, so Arnold Schura, Geschäftsführer von POLY-TOOLS. Schura hat die Vision einer papierlosen Fertigung. Dadurch möchte er Zeit und Ressourcen beim Herstellen der Blasformen sparen. „Das ist kein Selbstzweck, sondern Digitalisierung bedeutet Effizienzsteigerung. Wir gehen mit der Zeit und optimieren so unsere Prozesse. In unserer Branche gehören wir zu den Vorreitern in Sachen Digitalisierung“, erläutert er. An der Umsetzung mitgewirkt haben:

Quelle: Mittelstandszentrum 4.0 Kaiserslautern

Projektbeispiel "Produktionsdatenerfassung und Kleinserienfertigung"

Die MÖLLE GmbH entwickelt und fertigt Verpackungslösungen, um Produkte sicher zu transportieren und zu lagern. Diese konstruktiven Innenverpackungen werden aus diversen Karton-, Vollkarton- und Kunststoffen hergestellt. Die Gefache schützen Lebensmittel wie Teigwaren, Schokoküsse, Sushi oder hochwertiges Obst vor dem Verrutschen und der gegenseitigen Beschädigung. Auch Flacons werden beim Herstellen, Veredeln und Befüllen von Gefachen geschützt. Dasselbe gilt für Ampullen und Fläschchen mit hochwertigen Medikamenten, ebenso für Wein- und Sektflaschen, Vodka- oder Whiskeyflaschen. Aber auch Kugellager, Ventile, Stoßdämpfer und andere Komponenten aus der Automotive-Industrie genießen den Schutz von Packfächern aus Kastellaun. Das Unternehmen hebt sich mit internem Spezialmaschinenbau vom Markt ab. „Wir befinden uns auf einer Vorstufe für eine digitalisierte Erfassung von Produktionsdaten“, beschreibt Klaus Eckert, Geschäftsführer der MÖLLE GmbH, die aktuelle Situation seines Unternehmens. Das Ziel hat er klar vor Augen: eine integrierte Digitalisierungskette, die Materialströme und Produktionsdaten erfasst und die digitale Ermittlung von Kennzahlen ermöglicht. Für die Umsetzung stehen als Partner bereit:

Quelle: Mittelstandszentrum 4.0 Kaiserslautern

Projektbeispiel "Mit 'Abstand' zu hohem Schlafkomfort"

Neue Bettdecken aus voluminösen 3D-Maschenwaren besitzen aufgrund ihrer hohen Dimensionsstabilität eine leasingtaugliche Wasch- und Pflegebeständigkeit und bieten einen hohen Schlafkomfort. Erreicht wurde dieses Ergebnis mit neuen, gut drapierbaren Abstandsgewirken und -gestricken, die hervorragende thermophysiologische Eigenschaften und eine ansprechende Haptik aufweisen. Kooperationspartner:

  • Die Sanders.eu GmbH, Bramsche, entwickelt, produziert und vertreibt mit 170 Mitarbeitern Textilien, insbesondere für Bettwaren. Sie ist 2017 aus der 1885 gegründeten Gebr. Sanders GmbH & Co.KG hervor gegangen. Heute ist es eines der innovativsten Unternehmen im Bereich der Bettwaren.
  • Das 1992 gegründete Textilwerk St. Micheln GmbH & Co. KG, Mülsen, produziert mit 25 Mitarbeitern vielfältige Wirktechnik, wie dreidimensionale Gewirke und doppelseitige Schlingenware auf unterschiedlichsten Kettwirkautomaten.
  • Das Sächsisches Textilforschungsinstitut e. V., Chemnitz, ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung, die sich den langjährigen Traditionen sächsischer Textilforschung verpflichtet fühlt. Seine verfahrens- und erzeugnisbezogene F&E-Arbeit ist sowohl in klassischen Textiltechnologien als auch in der Erarbeitung innovativer, unkonventioneller Lösungen für breiteste Anwendungsgebiete angesiedelt.
  • Die 1994 als GmbH gegründete Textilausrüstung Pfand GmbH, Lengenfeld, produziert, veredelt und vertreibt Textilien und textile Flächengebilde aller Art sowie innovative Ausrüstungen für technische Textilien, funktionelle Bekleidungsstoffe und hochqualitative Heimtextilien. Das Unternehmen beschäftigt 19 Mitarbeiter.
  • Das Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH, Bönnigheim, erschließt mit seiner anwendungsnahen Forschung und Entwicklung von innovativen Produkten und Verfahren neue Marktsegmente für die gesamte Textilbranche und deren Zielmärkte.
  • Gegenstand der 2006 als GmbH neu gegründeten Terrot GmbH, Chemnitz, sind Herstellung und Vertrieb von Produkten der Maschinentechnik, insbesondere der Strickmaschinentechnik. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 258 Mitarbeiter.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel Kooperationsprojekt 156  "Textilforschung"

 

Projektbeispiel "100 %-Prüfung hochpräziser Drehteile"

Eine neue Messzelle mit minimaler Taktzeit ermöglicht die vollzählige Prüfung von Bauteilen mit hochgenauen Oberflächen, wie sie im Bereich der Common-Rail-Einspritztechnik für Dieselmotoren eingesetzt werden. Die kontinuierlich vorgenommenen hochpräzisen Messungen werden zusätzlich zur Regelung der Fertigungsprozesse genutzt und sind damit für den Produzenten auch wirtschaftlich. Kooperationspartner:

  • Die 1969 gegründete Werner Gießler Prä­zisionsdrehteile GmbH mit Sitz in Elzach produziert, verarbeitet und vertreibt mit 125 Mitarbeitern Präzisionsdreh-­ und Frästeile aus Stahl sowie Rostfrei­- und Nichteisenmetalle. Im eigenen Sonder­maschinenbau stellt das Unternehmen unter anderem hochwertige Kontroll­automaten her, die eine Produktion von einer Million Teilen ohne ein Schlechtteil ermöglichen.
  • Als Auftragnehmer wirkte das Freiburger Fraunhofer­-Institut für Physikalische Messtechnik IPM am Projekt mit. Das Institut entwickelt seit mehr als 30 Jahren schlüsselfertige optische Messtechnik im Auftrag von Industrie­ und For­schungspartnern. „Messen, kontrollieren, optimieren“ lautet der Leitsatz der For­schungseinrichtung für die entwickelten Systeme zur Produktionskontrolle. Bei Inline­Messtechnik und optischer Ober­flächenanalyse setzt Fraunhofer IPM auf das Zusammenspiel von Optik, Mechanik, Elektronik und Software. So entstehen Systeme, die schnell, messempfindlich und gleichzeitig robust genug für den dauerhaften Einsatz unter Produktions­bedingungen sind.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel Kooperationsprojekt 155  "Produktionstechnologien"

 

Projektbeispiel: "Umfangreiche Maschinendatenerfassung in der papierlosen Fabrik"

FWB Kunststofftechnik steht für innovative Entwicklungsarbeit und technische Kompetenz in der Kunststoff-Spritzgusstechnik, insbesondere für die Automobilindustrie und Medizintechnik. Seit über 30 Jahren erfüllt das Unternehmen die individuellen Anforderungen namhafter Firmen im In- und Ausland. „Um heutzutage Unternehmensprozesse effizient zu gestalten, müssen diese einfach digital sein. Das ist uns bewusst und darum beschäftigen wir uns schon sehr lange mit Digitalisierung und Industrie 4.0“, berichtet Dr. Athanasios Valous, der ebenfalls Teil der Geschäftsleitung von FWB Kunststofftechnik ist. Bereits seit über 10 Jahren werden bei FWB Kunststofftechnik in der Produktion die Maschinendaten systematisch erfasst. Seit zwei Jahren ist die Datenerfassung auch im Werkzeugbau implementiert. Die Mitarbeiter können – auch über Tablets – die Daten der Maschinen verfolgen und kontrollieren. Es wird beispielsweise aufgezeichnet, welche Maschine in welchem Takt arbeitet und wo es zu Problemen kommt. „Unsere Mitarbeiter haben sogar die Möglichkeit, von Zuhause aus jederzeit via Tablet oder Smartphone den Status der Maschinen abzurufen. Wenn etwas kritisch ist, können sie sich einloggen und nachvollziehen, wie die Maschine läuft und ob es zu einer Störung gekommen ist“, erläutert Schmidt. Auch die einzelnen Fertigungslinien sind untereinander vernetzt. Zusätzlich erfolgt ein digitaler Informationsfluss der Konstruktionsdaten aus dem CAD-System an die Fertigungsmaschinen. „Wir haben schon früh damit angefangen, in Richtung papierlose Fabrik zu gehen“, beschreibt Valous diese Entwicklung. Viele weitere Bereiche sind bei FWB Kunststofftechnik bereits digitalisiert, wie Produktionsplanung inklusive Maschinenbelegung, Logistik, Dokumentenmanagement in der Buchhaltung und Auftragsbearbeitung. Für die Umsetzung dieses Projekts stehen bereit:

Quelle: Mittelstandszentrum 4.0 Kaiserslautern

 

Projektbeispiel "Vernetzung von Maschinendaten und Optimierung von Arbeitsprozessen"

Um der Firmenphilosophie von „Präzision, Innovation und Flexibilität“ weiterhin gerecht zu werden, setzt die Günter Effgen GmbH auf Industrie 4.0-Lösungen. Bei dem Hersteller von Sonderwerkzeugen im Bereich Schleiftechnik ist das spezielle Know-how der Beschäftigten das wichtigste Gut. „Für die Herstellung von qualitativ hochwertigen Schleifwerkzeugen bedarf es sehr viel Erfahrung. Die Präzision, mit der wir unsere Produkte herstellen, haben wir den Kenntnissen unserer Mitarbeiter zu verdanken“, erklärt der Geschäftsführer Ralph Effgen.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass dem Chef der offene Dialog mit den Mitarbeitern sehr wichtig ist, besonders dann, wenn es um Veränderungen geht. „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt und es herrscht ein sehr gutes Betriebsklima. Darum haben wir unsere Mitarbeiter bei den nicht so greifbaren Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 von Anfang an mit einbezogen“, so Effgen. Als Startschuss lud die Geschäftsleitung alle Mitarbeiter zu einer Betriebsversammlung ein und informierte über die Chancen für das Unternehmen und seine Zukunftsfähigkeit durch die Digitalisierung.

Bereits vor einiger Zeit wurde bei Effgen darüber nachgedacht, welche Möglichkeiten die Digitalisierung für das Unternehmen mit Schwerpunkt Einzelanfertigung bietet. Als digitales Pilotprojekt nennt Michael Schneider, Prokurist und Leiter der Fertigungsplanung, die Installation eines Systems zur Maschinendatenerfassung (MDE) an ausgewählten Werkzeugmaschinen, um eine Vernetzung der Daten zu schaffen. „Wir fertigen kundenspezifisch und somit in sehr geringen Stückzahlen. Jeder Vorgang wird derzeit noch manuell angelegt“, schildert Schneider den Arbeitsalltag. Durch ein MDE-System sollen die Parameter von Maschinen künftig digital vorliegen, was auch die Planung von Kapazitäten verbessern wird. Ein Arbeitsauftrag eines Halbzeugs wird dann digital nachvollziehbar sein und entsprechend kann die Kapazitäten-Planung vor Ort einfacher angepasst werden. „Das wäre ein erster Schritt auf dem Weg zu digitalen Workflows“, ergänzt er. „Die Idee, Industrie 4.0 bei uns im Haus umzusetzen, kam aus dem inneren Kreis, denn die technische Unterstützung des Menschen führt zur Zukunftssicherung unseres Unternehmens“, erzählt Christian Effgen, Mitglied der Geschäftsleitung. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Geschäftsleitung sind sich sicher, dass Industrie 4.0 eine positive Auswirkung auf die Optimierung von Arbeitsabläufen hat und zur Reduzierung von Fehlern führt. Beispielsweise soll die Prozesskette der Produktions- und Prüfzeichnungserstellung durch die Verknüpfung von CAx-Technologien verkürzt werden. Für die Umsetzung stehen als Partner bereit:

Quelle: Mittelstandszentrum 4.0 Kaiserslautern

Projektbeispiel: "Online-Brotversand"

Die Bäckerei Kissel verschickt über ihren Onlineshop Backwaren in fast die ganze Welt. Die Bäckerei Kissel im rheinland-pfälzischen Reichenbach-Steegen ist ein Traditionsbetrieb, der in dritter Generation von Familie Carra betrieben wird. Eine Bäckerei in der ländlich geprägten Westpfalz zu führen, ist nicht immer ganz einfach. Für die Carras war das der ausschlaggebende Grund, einen Schritt über das klassische Bäckerhandwerk hinaus zu denken: Ein Online-Brotversand bringt zusätzliche Aufträge und macht die Bäckerei international bekannt. Die Idee dazu entstand vor über 10 Jahren: „Wir fahren oft auf Bauern- und Gourmetmärkte im Umkreis von 120 Kilometern. Vor Ort sagen häufig die Kunden: ‚Ach schade, dass ihr nur einmal im Jahr hier seid. Wir würden euer Brot gerne öfter genießen‘“, erzählt Petra Kunz, Enkelin der Bäckereigründer Julius und Ellen Kissel. Sie führt das Unternehmen nun gemeinsam mit ihrem Bruder Paul Carra – dem aktuellen Bäckermeister. Der Vater der beiden und bisheriger Bäckerei-Chef Karl-Heinz Carra hatte damals die passende Antwort für die brothungrigen Marktgäste parat: „Ich kann euch das Brot gerne schicken!“, erklärte er kurzerhand. Damit war die Idee des Brotshops geboren. An der Umsetzung mitgewirkt haben:

Quelle: Mittelstandszentrum 4.0 Kaiserslautern

 

Projektbeispiel "Selbstkalibrierendes Sensorsystem für autonomes Fahren"

Eine wesentliche Grundlage für die Übernahme von Fahrfunktionen durch Computer ist die korrekte Erfassung der Fahrzeugumgebung. Im Rahmen des Kooperationsprojekts wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem die Kalibrierung der für diese Anwendungen eingesetzten Sensoren ohne spezielle Kalibriermuster möglich ist. Die erforderlichen Daten werden direkt während der Fahrt gewonnen. Kooperationspartner:

  • Die 2014 gegründete Atlatec GmbH entwickelt Erfassungs- und Auswertesoftware sowie Hardware für Sensorsignale. Sie ist ein forschungsorientiertes Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe, das sich auf die 3D-Kartierung spezialisiert hat. Die entwickelten Produkte werden von Kunden der Fahrzeugindustrie für autonomes Fahren, Fahrerassistenzsysteme und allgemein anerkannte Fahrsimulationen eingesetzt.
  • Das FZI Forschungszentrum Informatik ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel 176 "Fahrzeug- und Verkehrstechnologien"

Projektbeispiel "Ziegelschale"

Aus diversen Studierendenexkursionen zum Klinkerwerk der Firma Hagemeister in Nottuln und der Zusammenarbeit mit dem Künstler Martin Kleppe, der als Lehrbeauftragter seine Erfahrungen aus seiner Arbeit mit großen Skulpturen und experimentellen Architekturen aus Ton oder Textilbeton einbringen konnte, entstand im Rahmen eines studentischen Hochschulprojekts die Idee, die Leistungsfähigkeit des Baustoffs Klinker zu erforschen und somit für das über 2000 Jahre alte Material auch zukünftig neue Anwendungsbereiche zu schaffen. Grundlage dazu war die  Entwurfsaufgabe eines Eingangspavillons für das Klinkerwerk, der der Philosophie des Unternehmens „Hightech in Verbindung mit dem Wissen der alten Brennmeister“ Rechnung tragen sollte: Für den Eingangspavillon sollte auf eine Konstruktion zurückgegriffen werden, bei der eine möglichst dünne Ziegel-Schale durch ein innenliegendes Carbontextil verstärkt wird. Dabei sollte die Konstruktion eine Materialstärke von insgesamt nicht mehr als 7 Zentimetern aufweisen und von außen als reine Ziegelfläche wahrzunehmen sein. Das Carbontextil sowie der Betonmörtel im Inneren der Konstruktion sollten dabei unter der Ziegelschicht verdeckt bleiben, um für den Betrachter lediglich eine „einfache“ Ziegelkonstruktion sichtbar zu machen. Im November 2018 wurde das Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit Erfolg abgeschlossen und die Studierenden konnten somit den ganzen Prozess von der ersten Bleistiftskizze und ersten experimentellen Modellen sowie den Laborversuchen, über den Bauantrag bei der örtlichen Gemeinde und der Fertigung eines komplexen Schalungsgerüsts bis hin zur Fertigstellung mitgestalten. Kooperationspartner:

  • Firma Hagemeister, ein großer Klinkerhersteller aus dem Münsterland
  • Hochschule Trier

Quelle: Projektbeispiel "Leistungsfähigkeit des Baustoffs Klinker"

Projektbeispiel "Radarsystem AcRaIn"

Primäres Ziel ist die Entwicklung eines radarbasierten Sensorsystems zur Messung der Entfernung und auch minimaler Bewegungen (z.B. Schwingungen) über eine Entfernung von bis zu zwei Kilometern. Eine solche Entfernung ist mittels der klassischen industriellen Radartechnik in den heute zulässigen Leistungsbereichen nicht möglich, daher wird das vorhabensgegenständliche System als kooperatives Radarsystem ausgeführt. Kooperationspartner:

Quelle: Aktives Radarsystem mit frequenzmodulierter Signatur zur Unterdrückung von Störsignalen und Fremdreflexionen

Projektbeispiel "Entwicklung eines Kontur-Messverfahrens"

Ziel des Projekts KONTUR ist es, zusammen mit der Firma OPTO4L GmbH im Rahmen einer Promotion eine neue optische Messmethodik zu entwickeln, die in der Lage ist, auch unter schwierigen optischen Bedingungen eine Konturmessung in Suspensionen (wie z .B. in Fermentationsbrühen, Lebensmitteln wie Wein, etc.) durchzuführen. Ein primärer Einsatz ist bei der Magnetfiltration und den dort anwachsenden Anlagerungsbereichen der Magnetpartikel im Magnetfilter zu sehen. Darüber hinaus kann die zu entwickelnde Technik auch auf weitere Messprobleme in solchen Suspensionen adaptiert werden. Kooperationspartner:

Quelle: Kontur

 

Projektbeispiel "Gestrickte Bandscheiben lindern Rückenbeschwerden"

Viele Menschen in Deutschland klagen gelegentlich über Rückenschmerzen. Bei einem Teil von ihnen treten regelmäßig wiederkehrende Schmerzen auf, die in den Bandscheiben lokalisiert werden können. Ein neues biometrisches Implantat wird die medizinische Versorgung der betroffenen Menschen deutlich verbessern. Kooperationspartner:

  • Die 1958 gegründete Buck GmbH & Co.KG, Bondorf, entwickelt und produziert aus Gestricken Produkte wie Dämpfungselemente, Katalysatoren, Filter, Dichtungen mit Graphit sowie Schnittschutzeinlagen. Weitere Geschäftsfelder des Unternehmens liegen in der Entwicklung von Compositstrukturen wie Keramikbremsscheiben aus gestrickten Kohlefasern. Das Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter in Deutschland und 15 Mitarbeiter in South Carolina USA.
  • Das 1805 gegründete Universitätsklinikum der Eberhard Karls Universität Tübingen und die BG Klinik gehören zu den Zentren der deutschen Hochleistungsmedizin, Forschung und Lehre in Deutschland. Der Wissenschaftsstandort Tübingen nimmt weltweit eine Spitzenposition ein. Dazu tragen auch die Institute der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums sowie das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung bei. Speziell eingerichtete Forschungsprofessuren, das sogenannte Tübinger Modell, ermöglichen am Klinikum ein enges Zusammenwirken von Grundlagenforschung und Klinik. Damit ist die Basis für eine krankheits- und patientenorientierte Forschung gelegt.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel 170  "Gesundheitsforschung und Medizintechnik"

Projektbeispiel "Medizinische Bestrahlung sicher im Griff“

Ein Raumüberwachungssystem für die Strahlentherapie erkennt mit hoher Zuverlässigkeit das Vorhandensein von Menschen in den zu bestrahlenden Räumen und stellt damit sicher, dass keine Strahlenexposition für Personal oder weitere Personen entsteht. Patienten werden vom System über ihre Position auf dem Patiententisch erkannt. Kooperationspartner:

  • Die OPASCA GmbH, Mannheim, entwickelt und vermarktet Produkte und Dienstleistungen auf dem Gebiet der multimodalen Umwelterfassung. Sie ist spezialisiert auf medizinische Sicherheit, Raum- und Videoüberwachung im medizinischen Bereich sowie auf Workflow-Effizienz im klinischen Bereich.
  • Das Institut für Prozessmesstechnik und innovative Energiesysteme der Hochschule Mannheim betreibt sowohl Lehre als auch Forschung. Zur Lehre gehört die Ausbildung in Mess- und Regelpraktika für Verfahrenstechniker, Chemische Techniker, Biotechnologen, Biochemiker und Energieelektroniker. Wesentliche Forschungsbereiche des Institutes sind optische Messsysteme, innovative Energiesysteme und die Prozesssimulation.
  • Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ist Teil der Universitätsmedizin Mannheim. Der Schwerpunkt der Klinik liegt auf der Therapie bösartiger  und gutartiger Tumoren mit ionisierender Strahlung (hochenergetische Photonen und schnelle Elektronen) mit modernsten Präzisionstechniken wie der dreidimensionalen Bestrahlungsplanung mit CT und MRT, der stereotaktischen Bestrahlung und der Radiochirurgie.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel 169  "Gesundheitsforschung und Medizintechnik"

Projektbeispiel "Im Notfall sicher geortet"

Ein robustes mobiles Notrufsystem mit 3D-Raumortung ermöglicht älteren Menschen Selbständigkeit in Verbindung mit mehr Sicherheit. Mit Unterstützung des Systems sind hilfsbedürftige Personen sowohl in Gebäuden als auch in Außenbereichen von Senioreneinrichtungen schnell lokalisierbar. Dringend notwendige Hilfsmaßnahmen können umgehend eingeleitet werden. Kooperations- partner:

  • Die CoSi Medical IT GmbH, Sigmaringen, entwickelt Sicherheits- und Überwachungstechnik für Senioren und vertreibt/betreut medizinische Praxissysteme für die Human- und Dentalmedizin. Das 1983 gegründete Unternehmen beschäftigt aktuell 62 Mitarbeiter.
  • Die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. bietet an drei Standorten in der Bundesrepublik kundenorientierte Forschungs-, Entwicklungs- und Fertigungs- dienstleistungen an. Am Standort Villingen-Schwenningen werden die Schwerpunkte Mikrosystemtechnik, MEMS Foundry, Sensorentwicklung, Systemintegration, Cyberphysische Systeme und Industrie 4.0 bearbeitet.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel 162  "Gesundheitsforschung und Medizintechnik"

Projektbeispiel "Exakt montiert – sicher verpackt – zufriedene Kunden"

Ein videogestütztes Packassistenzsystem zur Objekt- und Gestenerkennung unterstützt als Arbeitsplatz 4.0 Logistik-Mitarbeiter bei Verpackungsprozessen im Online-Handel. Bilder und Hinweise leiten diese zuverlässig an. Das System überprüft und dokumentiert als Qualitätsnachweis automatisch bei jedem Arbeitsschritt, ob der online georderte Artikel richtig montiert und eingepackt wurde. Kooperationspartner:

  • Die Bedrunka & Hirth Gerätebau GmbH, Bräunlingen, entwickelt und produziert Metallwaren aller Art, insbesondere mechanische Geräte für Büromaschinen und Büromöbel sowie für Betriebseinrichtungen und CNC-Lager- und Transportsysteme. Das Unternehmen wurde 1969 gegründet und beschäftigt 72 Mitarbeiter.
  • Die Optimum datamanagement solutions GmbH aus Karlsruhe, setzt auf die Entwicklung interaktiver Assistenzsysteme für die Industrie. Die Kombination aus Datenbank- management und intelligenter Bildverarbeitung sorgt für Unterstützung bei den Mitarbeitern und sichert gleichzeitig die Qualität in den Unternehmen. Das 1993 gegründete  Unternehmen beschäftigt 18 Mitarbeiter.
  • Das Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme im Karlsruher Institut für Technologie betreibt Forschung und Entwicklung in den Fachbereichen „Fördertechnik“ und  „Logistik-systeme“. Spezielle Tätigkeitsfelder des Instituts liegen auf der Netzwerk-, Anlagen- und Maschinenebene. Mit der Einrichtung  eines Stiftungslehrstuhls „Logistik“ wurde  2003 auch die Kompetenz im Bereich der Logistik verstärkt.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel 161  "Dienstleistungen (Hardwareberatung, Softwarehäuser, DV-Dienste, Reparatur, Instandhaltung)"

Projektbeispiel "Modulare Wasserversorgung mit System"

Der globale Bedarf für nachhaltige Wasserversorgung wächst stetig. Angesichts des enormen Bevölkerungswachstums und der zunehmenden Wasserverknappung aufgrund von Misswirtschaft und Klimawandel gewinnt die nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser zunehmend an Bedeutung. Das Netzwerk entwickelt modular aufgebaute Systemlösungen für ein autarkes Wasser- und Energiemanagement. Kooperationspartner:

  • Das Netzwerk iMod startete im November 2013 mit 8 Unternehmen und 2 Forschungsinstituten. Großer Wert wurde auf gezielte Ergänzungen und Vernetzung mit der Forschungslandschaft gelegt sowie auf die gemeinsame Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Erschließung neuer Märkte. Zum Ende der Förderung umfasste das Netzwerk 13 Partner aus den Bereichen Wasseraufbereitung, Bewässerungstechnologie, Solarenergieerzeugung und -speicherung, Rohrsysteme, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Projektentwicklung und Finanzierungslösungen.
  • Das Netzwerk wurde durch Steinbeis Innovationsmanagement aufgebaut, während des Förderzeitraums gemanagt und anschließend in die eigenständige Rechtspersönlichkeit Eight Innovations GmbH überführt. Die Eight Innovations ist nun in der Lage, als Systemintegrator Infrastrukturlösungen inklusive Finanzierungsmöglichkeiten und Kundenbetreu

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel 41  "Umwelttechnologie"

Projektbeispiel "Textuelles selbstlernendes Support-System"

Ein textuelles selbstlernendes Support-System ermöglicht optimierte technische Dienstleistungen. Das System besitzt einen semiauto-matischen Aufbau zur Aktualisierung von Wissensbasen und kann bei technischen Kundenproblemen sowohl vom Kunden allein als auch gemeinsam mit der Herstellerfirma zur Online-Problemlösung genutzt werden. Kooperationspartner:

  • Die denkbares GmbH, Würzburg, unterstützt Kunden bei der Einführung und Anpassung von wissensintensiven Informationssystemen. Diese Systeme optimieren Prozessabläufe in Unterneh­men und befähigen deren Mitarbeiter zur Erbringung komplexer Dienstleistungen. Das 2009 gegründete Unternehmen beschäftigt 19 Mitarbeiter.
  • Das Institut für Angewandte Informatik (IAI) ist ein Forschungsinstitut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Helmholtz­Gemeinschaft (HGF). Es betreibt Forschung und Ent­wicklung auf dem Gebiet innovativer, anwendungsorientierter Informations­, Automatisierungs­ und Systemtechnik für zukunftsfähige Energiesysteme sowie komplexe Industrie­ und Laborprozesse. In den interdisziplinären Arbeitsgruppen des Institutes wird an vollständigen Sys­temlösungen gearbeitet.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel Kooperationsprojekt 155  "IuK-Technologien"

Projektbeispiel "Wo 'Höhenflüge' zum Alltag gehören"

Ein luftschiffartiges Stratosphärenfluggerät wurde auf einen leistungssteigernden Kraftgasantrieb umgestellt. Für einen sicheren Flugbetrieb waren Materialien zu modifizieren und ein spezielles Thermodynamikkonzept sowie Maßnahmen zur Vermeidung von elektrostatischen Aufladungen umzusetzen. Kooperationspartner:

  • Die TAO Trans-Atmospheric Operations GmbH, Stuttgart, entwickelt und betreibt Luftfahrzeuge, die zwischen der Erdoberfläche und der oberen Atmosphäre operieren und in der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Erd- und Himmelsbeobachtung sowie der Steuerung und Lenkung von Prozessen auf der Erde eingesetzt werden. Das Unter-nehmen wurde im Jahr 2001 gegründet und beschäftigt 18 Mitarbeiter.
  • Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind das größte Textilforschungszentrum in Europa mit mehr als 300 wissenschaftlichen Mitarbeitern. Unter einem Dach vereinigen sich in Denkendorf drei Forschungseinrichtungen. Themen-übergreifend bearbeiten die DITF textile Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus den Bereichen Chemie, Materialwissenschaften, Verfahrenstechnik, Werk-stofftechnik, Maschinen- und Anlagenbau sowie Management.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel Kooperationsprojekt 149  "Luftfahrtechnologien"

Projektbeispiel "Wärme auf den Punkt gebracht"

Infrarot-Heizungssysteme mit Dunkelstrahlern bringen die Wärme in Fabrikhallen genau dorthin, wo sie benötigt wird ohne das gesamte Luftvolumen der Halle aufzuheizen. Die im Kooperationsprojekt entwickelten Systemkomponenten ermöglichen eine hoch-effiziente Restwärmenutzung und eine deutliche Reduzierung der Schadstoffemission bei diesen Strahlheizkörpern Kooperationspartner:

  • Die KÜBLER GmbH, Ludwigshafen, ent wickelt und produziert mit 90 Mitar­beitern Hallenheizungssysteme. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1989 steht dabei die Optimierung der Energieeffizienz von Heizungssystemen im Vordergrund.
  • Das KIT zählt zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen im Techno­logiebereich. Als Universität und Teil der Helmholtz­-Gemeinschaft leistet die Institution einen wesentlichen Beitrag zur nationalen und internationalen Spitzen­forschung. Am KIT vernetzen sich Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler von 140 Instituten interdisziplinär.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel Kooperationsprojekt 101  "Energie-Technologien"

Projektbeispiel "Gekühlte Sensoren optimieren Prozesse im Hüttenwesen"

Passive Kühlsysteme erweitern die Einsatzbreite handelsüblicher induktiver Sensoren und tragen zur Optimierung metallerzeugender Hochtemperaturprozesse im Hüttenwesen bei. Die gekühlten Sensoren kommen bei der Herstellung von Zinn, Zink, Magnesium oder Aluminium im Temperaturbereich bis 800 °C zum Einsatz Kooperationspartner:

  • Die 1987 gegründete IAS GmbH Industrie Automations Systeme, Weil der Stadt, ent wickelt, produziert und vertreibt mit fünf Mitarbeitern EDV­gesteuerte Systeme zur Automatisierung und Rationalisie­rung. Das Unternehmen beschäftigt fünf Mitarbeiter.
  • Die 2008 von ihrem Inhaber Albrecht Herrmann gegründete InovaCeram, Sachsenheim, ist ein Planungsbüro für technische Keramik.
  • Kompetenzen der Picosens GmbH, Bühl, liegen in der Entwicklung und Umsetzung von Ideen und Technologien für kapazi­tive, induktive und optische Sensoren. Das Unternehmen wurde 2005 gegründet und beschäftigt 20 Mitarbeiter.
  • Das Institut für Kernenergetik und Ener­giesysteme (IKE) der Universität Stuttgart betreibt Forschung und Lehre u.a. in den Bereichen der nuklearen Sicherheits­forschung sowie Energiewandlung und Wärmetechnik, hier insbesondere auf dem Gebiet des passiven Wärmemanagements unter Einsatz der Wärmerohrtechnologie. Derzeit sind am Institut 42 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel Kooperationsprojekt 102 " Elektrotechnik-, Messtechnik-, Sensorik-Technologien "

Projektbeispiel "Intelligenter Konzertstuhl"

Kommunizierendes Mehrzweckstuhlsystem für Einzel- und Reihenbestuhlung: Im Vorhaben sollte ein System entwickelt werden, in dem die Grundfunktion der Sitzplatznummerierung mit Sensorik, Anzeigetechnik und Interaktivität kombiniert werden. Kooperationspartner:

  • Die Mauser SitzKultur GmbH & Co. KG ist eine Ausgründung aus der MauserOffice GmbH. Seit 2003 haben sich die 50 Mitarbeiter des im Twistetal-Berndorf an sässigen Unternehmens auf die Produktion von Sitzmöbeln sowie die Planung, Organisation und Einrichtung von Kongress gebäuden, Stadt- und Mehrzweckhallen spezialisiert.
  • LAE Engineering GmbH mit Sitz in Nußloch bei Heidelberg entwickelt mit mehr als 42 Mitarbeitern sowohl punktuelle als auch ganzheitliche Lösungen zur Optimierung von Anlagen und Gebäuden, zur Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten und zur Einsparung von Energie.
  • Das Institut für Industrielle Datentechnik und Kommunikation (IDK) – Bestandteil der Fakultät für Elektrotechnik an der Hochschule Mannheim – lehrt und forscht in den Bereichen Gebäudeautomation, Gebäudesystemtechnik, Kommunikations- und Sensortechnik sowie Mikrocompute.

Quelle: ZIM-Erfolgsbeispiel Kooperationsprojekt 92 "IuK-Technologien"